Die Tage werden kürzer, die Wassertemperaturen spürbar kühler, der Sommer neigt sich dem Ende zu. Mit ihm endet auch die offizielle Badesaison in Berlin am 15. September. Bis zu diesem Tag untersucht, bewertet und veröffentlicht das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) die Wasserqualität der insgesamt 39 Badestellen in Berlin.
Vier Monate lang ließ das Lageso im Zweiwochen-Rhythmus Wasserproben durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg auf mögliche Keimbelastungen analysieren und beurteilte anschließend die Ergebnisse mikrobiologisch. Auch das Auftreten von Algen, insbesondere Blaualgen, sowie weitere Parameter wie Temperatur und Sichttiefe flossen in die Bewertung ein.
Die Saison zeigte sich wetterbedingt wechselhaft: Nach einem sehr guten Start mit hervorragender Wasserqualität meldeten Bürgerinnen und Bürger im Frühsommer Zerkarien im Jungfernheideteich, am Plötzensee und der Krummen Lanke. Im Hochsommer beeinträchtigten Starkregenfälle zeitweise die Wasserqualität an der Unterhavel. In den letzten Sommerwochen begünstigten Trockenheit und hohe Temperaturen die Ausbreitung von Blaualgen, vor allem an der Unterhavel und Dahme.
- „Die Berliner Badegewässer zählen zu den beliebtesten Freizeitangeboten unserer Stadt. Durch die kontinuierliche Überwachung konnten wir in diesem Jahr wieder zuverlässig über die Wasserqualität informieren. Mein Dank gilt auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die uns mit ihren Hinweisen unterstützt haben.“, sagt Alexander Straßmeir, Präsident des Lageso.
Derzeit bestehen noch Warnhinweise aufgrund von Blaualgen, verbunden mit geringen Sichttiefen, für die Badestellen Schmöckwitz an der Dahme und an den Unterhavelbadestellen Kleine Badewiese, Grunewaldturm, Radfahrerwiese und Lieper Bucht.
Das Lageso veröffentlicht die Qualität der Badegewässer während der Saison regelmäßig im Internet. Auch außerhalb der Saison finden Interessierte Informationen zu allen Berliner Badestellen unter www.badegewaesser.berlin.de.