Berlin übernimmt internationale Verantwortung für biologische Vielfalt

Pressemitteilung vom 02.11.2026

17. UN-Weltnaturkonferenz: Berlin beteiligt sich als erste Stadt weltweit am globalen Bio­diversitätsfonds – Berlin Urban Nature Pact wächst auf 24 Mitgliedsstädte.

Berlin hat sein internationales Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt auf der am Wochenende zu Ende gegangenen 17. UN-Weltnaturkonferenz in Jerewan weiter ausgebaut. Als erste Stadt weltweit sagte Berlin einen Beitrag für den internationalen Fonds zum Schutz der biologischen Vielfalt zu.

Zugleich wuchs der von Berlin initiierte globale Berlin Urban Nature Pact durch den Beitritt vier weiterer Städte auf inzwischen 24 Mitgliedsstädte. Damit stärkt Berlin die Rolle der Städte bei der Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele.

„Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine globale Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann“, erklärte Andreas Kraus, Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin. „Städte sind dabei nicht nur Orte der Umsetzung, sondern müssen auch auf internationaler Ebene stärker mitgestalten können. Mit unserem Beitrag zum globalen Biodiversitätsfonds und dem Berlin Urban Nature Pact übernehmen wir Verantwortung und zeigen, welchen Beitrag Städte leisten können.“

Berlin als erste Stadt weltweit am globalen Biodiversitätsfonds beteiligt

Berlin folgt der kanadischen Provinz Québec, die 2024 als erste subnationale Regierung in den Fonds einzahlte. Québec stockte auf der COP17 um 1,5 Millionen kanadische Dollar auf und kommt nun auf insgesamt 3,5 Millionen. Beide vertreten seit Ende 2025 die subnationalen Regierungen im Beratungsgremium des GBFF. Deutschland sagte zusätzliche 50 Millionen Euro zu; insgesamt wurden dem Fonds auf der COP17 rund 60 Millionen US-Dollar neu zugesagt.

Berlin Urban Nature Pact: 24 Städte, 28 Ziele

Auch der von Berlin initiierte Berlin Urban Nature Pact hat seine internationale Zusammenarbeit im Umfeld der Weltnaturkonferenz weiter ausgebaut. Beim zweiten Jahrestreffen des Pakt-Netzwerks in Izmir unterzeichneten Dublin (Irland), Matosinhos (Portugal) und Veszprém (Ungarn) den Pakt. Am 19. Oktober kam mit Paris eine weitere europäische Metropole hinzu.

Die Unterzeichner setzen sich gemeinsam für den Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum ein. Der Pakt umfasst 28 Ziele, von denen die teilnehmenden Städte mindestens 15 auswählen und umsetzen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung und Vernetzung von Grünflächen, der Schutz von Gewässern und die Wiederherstellung urbaner Lebensräume.

In Jerewan setzte Berlin den Austausch mit internationalen Partnern fort und stellte den Berlin Urban Nature Pact bei mehreren Veranstaltungen vor.

Städte und Regionen stärker in die internationale Biodiversitätspolitik einbeziehen

Berlin setzt sich dafür ein, dass Städte und Regionen stärker in die Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele eingebunden werden. Sie tragen insbesondere durch Stadtplanung, den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen sowie die Entwicklung urbaner Grün- und Gewässerstrukturen wesentlich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Globale Biodiversitätsziele brauchen konkrete Maßnahmen vor Ort

Die Umsetzung der Ziele des Kunming-Montreal-Biodiversitätsrahmens erfordert gemeinsame Anstrengungen auf allen staatlichen Ebenen. Städte und Regionen spielen dabei eine wichtige Rolle, da viele Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt unmittelbar vor Ort umgesetzt werden.

Berlin will sein internationales Engagement im Rahmen des Berlin Urban Nature Pact fortsetzen und sich auch künftig für eine stärkere Beteiligung von Städten und Regionen am globalen Biodiversitätsschutz einsetzen.