Europäisches Schnellwarnsystem für Lebensmittelsicherheit

EU-Schnellwarnungen

Unser Audio-Expertentalk zum Thema Schnellwarnungen und Lebensmittelsicherheit

Unser Audio-Expertentalk zum Thema Schnellwarnungen und Lebensmittelsicherheit
Quelle: Lokaler Server

Formate: audio/mp3

Frühwarnsysteme für Lebensmittel erklären: In unserem Audio-Expertentalk erläutern zwei Fachleute des Lageso, wie europäische Schnellwarnungen funktionieren, riskante Produkte rasch gestoppt werden und wie so die Lebensmittelsicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher verbessert wird.

  • Was ist das RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed)?

    RASFF ist das europaweite, behördeninterne Netzwerk für Warnungen zu Lebensmitteln, Futtermitteln und Lebensmittelbedarfsgegenständen wie Töpfen oder Verpackungen. Es ermöglicht einen schnellen Informationsaustausch über Produkte, die ein gesundheitliches Risiko darstellen. Die Meldungen werden über die Online-Plattform „iRASFF“ (interaktives RASFF) ausgetauscht, damit alle Mitgliedsstaaten schnell und koordiniert handeln können.

    Das Netzwerk ist groß: Ihm gehören die Europäische Kommission, alle EU-Mitgliedstaaten, die vier EFTA-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie die EFTA-Überwachungsbehörde (ESA, EFTA Surveillance Authority) an.

    Eine RASFF-Meldung wird ausgelöst z. B. beim Nachweis von:

    • Fremdkörpern in Lebensmitteln
    • nicht gekennzeichneten Allergenen
    • Schimmelpilzgiften
    • Schadstoffen in Töpfen oder Verpackungen von Lebensmitteln

    Verbraucherinnen und Verbraucher können aktuelle Meldungen im RASFF-Window der Europäischen Kommission einsehen.

  • Safety Gate – Schnellwarnsystem für gefährliche Verbraucherprodukte

    Das Safety Gate informiert über Verbraucherprodukte wie Fahrzeuge, technische Geräte, Kosmetik, Textilien, Schmuck, Kinderspielzeug, Tabakerzeugnisse und Tätowiermittel, die ein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko darstellen.

    Ein Grund für eine Meldung kann etwa der Nachweis gesundheitsschädlicher Weichmacher in Kinderspielzeug sein. Die Meldung wird unmittelbar in der Onlineanwendung Safety Gate mit dem Netzwerk geteilt. Dieses besteht aus Mitgliedern der Europäischen Kommission, allen EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein.

    Über Safety Gate und die Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) können sich Verbraucher*innen jederzeit über betroffene Produkte informieren.

  • Wie erfahre ich von Produktrückrufen?

    Das Portal lebensmittelwarnung.de bündelt Warnungen und Rückrufe zu

    • Lebensmitteln,
    • Bedarfsgegenständen,
    • Kosmetik,
    • Mitteln zum Tätowieren
    • Produkten, die mit Lebensmitteln verwechselt werden können.

    Die Meldungen enthalten genaue Angaben zu den betroffenen Produkten, etwa Chargennummer oder Hersteller.

    Das kostenlose Portal gibt es als Website und als App. Es wird vom Bundesamt Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Auftrag der Bundesländer betrieben.

    Ein Rückruf erfolgt, wenn ein Unternehmen feststellt oder nicht ausschließen kann, dass ein unsicheres Produkt in den Handel gelangt ist. Den Rückruf macht das verantwortliche Unternehmen durch Aushänge im Einzelhandel, Veröffentlichung im Internet oder durch Pressemitteilungen bekannt. Verbraucher*innen erhalten hierdurch Informationen über den Grund des Rückrufes und wie mit dem Produkt verfahren werden soll. Zudem können die zuständigen Behörden alle Informationen auf lebensmittelwarnung.de veröffentlichen.

  • Früh gewarnt - besser geschützt!

    Pestizidrückstände auf Obst, Keime in Rohmilchkäse, Fremdkörper in Lebensmitteln, Weichmacher im Spielzeug, krebserregende Stoffe in Textilien oder verbotene Duftstoffe in Kosmetikprodukten – viele Alltagsprodukte des täglichen Lebens können Risiken für die Gesundheit bergen.

    Damit betroffene Produkte schnell erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden, greifen die zuständigen Behörden zu Schutzmaßnahmen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die europäischen Schnellwarnsysteme.

  • Was sind Schnellwarnsysteme und warum sind diese wichtig?

    Schnellwarnsysteme sind europaweite Informations- und Kommunikationsnetzwerke. Sie ermöglichen, dass Behörden gesundheitsrelevante Risiken schnell austauschen und die Öffentlichkeit zügig informieren. Je nach Art des Produkts stehen unterschiedliche Netzwerke zur Verfügung.

    Der Vorteil: Risiken werden früh erkannt, Maßnahmen abgestimmt und gefährliche Produkte rasch gestoppt.

    In Deutschland ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die nationale Kontaktstelle für verschiedene Warnsysteme zum gesundheitlichen Verbraucherschutz. In Berlin übernimmt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) die Rolle der Länderkontaktstelle für das RASFF – und das Safety-Gate-System.

  • Wo finde ich weitere Informationen?

    Auf unserer Webseite des Fachbereichs finden Sie weitere Informationen zum europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittelsicherheit.

Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Angeboten auf der Grünen Woche:

Ökologischer Landbau - Ökkokontrolle

Ökologischer Landbau - Ökokontrolle

Was hat das Lageso mit dem ökologischen Landbau zu tun? Erkunden Sie sich über das EU-Bio-Logo und die Ökokontrolle – für sichere, nachhaltige Bio-Lebensmittel in Berlin. Weitere Informationen

EU-Zulassung von Lebensmittelbetrieben

EU-Zulassung von Lebensmittelbetrieben

Sichere Lebensmittel – EU-Zulassung schafft Vertrauen: Informieren Sie sich hier, wie das Lageso Betriebe für Fleisch, Fisch & Co. prüft und überwacht. Weitere Informationen

Unser Team vor Ort

Unser Team vor Ort

Unsere Expertinnen vor Ort: Besuchen Sie uns zur Grünen Woche am Lageso-Stand für persönliche Beratung und Gespräche zu Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelüberwachung. Weitere Informationen

Sie haben Fragen oder möchten uns etwas mitteilen?

Schreiben Sie unserem Grüne-Woche-Team im Lageso: