Zu den zentralen Aufgaben des Verbraucherschutzes, die das Lageso wahrnimmt, gehören die EU-Zulassung von Lebensmittelbetrieben, die Kontrolle des ökologischen Landbaus und die Koordination der europäischen Schnellwarnsysteme im Land Berlin. Damit trägt das Lageso entscheidend dazu bei, dass die hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Lebensmittel eingehalten werden.
Verbraucherschutz bewahrt Konsumentinnen und Konsumenten vor gesundheitlichen Risiken und wirtschaftlicher Täuschung. Der Staat wendet dafür ein hochkomplexes System aus vorbeugenden Kontrollen und rechtsstaatlichen Sanktionen an. Mit dem Ziel der flächendeckenden Sicherheit für die Bevölkerung setzt er auf Mittel wie amtliche Kontrollen, transparente Information, Warnsysteme, strenge Zulassungsverfahren, Bußgeld- und Strafverfahren und überwacht konsequent die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. In Berlin setzt das Lageso diese Maßnahmen um und leistet so einen unverzichtbaren Beitrag zum Verbraucherschutz in Berlin.
EU-Zulassung Lebensmittelbetrieben
Das Lageso ist für die EU-Zulassung von Betrieben zuständig, die Lebensmittel tierischen Ursprungs (Fleisch, Milch, Fisch, Eier) und Sprossen herstellen. Die EU-Zulassung ist eine „Lizenz zum Produzieren“ und stellt sicher, dass nur Betriebe am europäischen Binnenmarkt teilnehmen, die höchste hygienische Standards des europäischen Lebensmittelrechts erfüllen.
Im Jahr 2025 verfügten in Berlin 97 Betriebe, verteilt auf die zwölf Berliner Bezirke, über eine entsprechende Zulassung.
Kontrolle des ökologischen Landbaus
„Wo Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein“. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher auf das Bio-Siegel vertrauen können, überwacht das Lageso die Einhaltung der EU-Öko-Verordnung. Es beaufsichtigt 21 private Öko-Kontrollstellen, prüft Bio-Importe aus Drittländern und gibt diese frei, führt Markt- und Missbrauchskontrollen durch, verfolgt und ahndet Verstöße gegen das Öko-Recht, bearbeitet Verbraucherbeschwerden und klärt diese auf.