Schnellwarnsysteme

Person mit EInkaufskorb

Was sind Schnellwarnsysteme?

Schnellwarnsysteme sind europaweite Informations- und Kommunikationsnetzwerke. Sie ermöglichen es Behörden, Informationen zu gesundheitsrelevanten Risiken schnell über Ländergrenzen hinweg auszutauschen und die Öffentlichkeit – also jede Verbraucherin zügig zu informieren. Viele Alltagsprodukte können Risiken für die Gesundheit bergen. Beispiele hierfür sind Pestizidrückstände auf Obst, Keime oder Fremdkörper in Lebensmitteln, Weichmacher in Spielzeug, krebserregende Stoffe in Textilien oder verbotene Duftstoffe in Kosmetikprodukten. Damit risikobehaftete Produkte schnell erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden können, greifen die zuständigen Behörden auf verschiedene Schutzmaßnahmen zurück. Eine zentrale Rolle spielen dabei die europäischen Schnellwarnsysteme. Je nach Art des Produkts stehen unterschiedliche Kommunikations-Netzwerke zur Verfügung.

Die Vorteile liegen darin, dass Risiken früh erkannt, Maßnahmen abgestimmt und die Vermarktung gefährlicher Produkte rasch gestoppt werden. Zudem findet ein Austausch zwischen den zuständigen Behörden über die Landesgrenzen hinweg statt.

In Deutschland ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die nationale Kontaktstelle für verschiedene Warnsysteme zum gesundheitlichen Verbraucherschutz. In Berlin übernimmt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) die Rolle der Länderkontaktstelle für das sogenannte Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF) und das Safety-Gate-System sowie für G@zielt.