Anlässlich des Tages der Lebensmittelsicherheit am 7. Juni 2026 blickt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) auf ein wichtiges Jubiläum: Seit über 20 Jahren sorgen das EU-Hygienepaket für Lebensmittelsicherheit und die damit verbundene EU-Zulassung von Lebensmittelbetrieben für ein hohes und einheitliches Sicherheitsniveau.
In Berlin setzt das Lageso seit 2006 die europäischen Vorgaben um. Aktuell sind rund 100 Betriebe in der Hauptstadt zugelassen. Grundlage sind das Hygienepaket und die Rechtsgrundlagen zur EU-Zulassung. Sie sorgen unter anderem dafür, die gesamte Lebensmittelproduktion lückenlos nachvollziehbar zu machen: Vom Acker bis zum Teller („From Farm to Fork“).
Die Regelungen tragen dazu bei, die Sicherheit der Lebensmittel für 3,7 Millionen Berlinerinnen und Berliner, 83,5 Millionen Menschen in Deutschland und 450 Millionen Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zu gewährleisten. Sie sind damit eine wichtige Säule des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Was vor 20 Jahren für viele Betriebe als organisatorischer Kraftakt begann, hat sich heute als europaweiter „Goldstandard“ etabliert.
„Die Lebensmittelsicherheit ist ein unsichtbarer Schutzschild im Alltag. Sie funktioniert, weil viele Menschen europaweit in den Betrieben und in der Überwachung täglich mit großer Verantwortung hinter den Kulissen für unsere Sicherheit sorgen“, sagt der Leiter der Abteilung Verbraucherschutz des Lageso, Matthias Merx.
Die EU-Zulassung hat die Lebensmittelsicherheit nachhaltig gestärkt:
- Transparenz und Vertrauen
Am ovalen Identitätskennzeichen erkennen Verbraucherinnen und Verbraucher, dass ein Produkt aus einem zugelassenen und kontrollierten Betrieb stammt. Das Zeichen steht für die Einhaltung strenger EU-Vorgaben. Dies gilt für regionale wie internationale Produkte – von spanischem Schinken über den Dönerspieß bis zum brandenburgischen Joghurt. - Prävention und Vorsorge
Lebensmittelbetriebe sind verpflichtet, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Eine der Grundlagen ist das sogenannte HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points – Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte). Mit diesem werden Risiken systematisch analysiert und kontrolliert, bevor das Produkt in den Handel gelangt. - Grenzenloser Handel
Die EU-Zulassung war der Schlüssel zum funktionierenden Binnenmarkt. Denn die einheitlichen Standards ermöglichen es auch kleinen und mittelständischen Betrieben, ihre Produkte europaweit zu vermarkten. Gleichzeitig können sich Handelspartner sowie Verbraucherinnen auf die Einhaltung der EU-Standards verlassen.
Lebensmittelsicherheit bleibt eine Zukunftsaufgabe
Das Konzept der Lebensmittelsicherheit ist kein statischer Zustand. Die Herausforderungen in der Lebensmittelbranche ändern sich etwa durch globale Lieferketten oder neue nachhaltige Proteinquellen. Das Fundament jedoch, das vor 20 Jahren mit der EU-Zulassung geschaffen wurde, sorgt dafür, dass Europa zu den Regionen mit den weltweit sichersten Lebensmitteln gehört.
Weitere Informationen über die EU-Zulassung finden Sie beim Fachbereich Lebensmittelwesen des Lageso.