Mehr Beratung und mehr Präsenz: Heimaufsicht Berlin legt Tätigkeitsbericht 2025 vor

Pressemitteilung vom 15.04.2026

Die Berliner Heimaufsicht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) hat im Jahr 2025 ihre beratende Rolle deutlich ausgebaut. Insgesamt führte das Lageso 1.901 Beratungen durch und damit 485 mehr als im Vorjahr (2024:1.416). Das zeigt der aktuelle Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht, der ab sofort auf der Webseite des Lageso veröffentlicht ist.
Ein Schwerpunkt lag im Berichtsjahr 2025 auf der Beratung zur Qualitätsverbesserung: In 745 Fällen wurden Einrichtungen zunächst begleitet, um festgestellte Mängel eigenständig zu beheben, bevor ordnungsrechtliche Maßnahmen erforderlich werden.

Auch die Präsenz vor Ort ist verstärkt worden. Die Heimaufsicht führte 818 Regel- und Anlassprüfungen in gemeinschaftlichen Wohnformen durch – 69 mehr als im Vorjahr (2024: 749). Ermöglicht wurde dies auch durch den personellen Aufwuchs der Heimaufsicht. 43 Kolleginnen und Kollegen – und damit fünf mehr als im Vorjahr – gehören dem Team aktuell an.

Bei Beschwerden bleibt die Heimaufsicht eine verlässliche Anlaufstelle: 557 Beschwerden wurden 2025 bearbeitet. Ihr Ziel ist es, Hinweise konsequent aufzuklären und gleichzeitig tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die überwiegende Anzahl der Beschwerden betraf Pflegeeinrichtungen und Pflegewohngemeinschaften.

Dr. Ina Cyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Die Zahlen des aktuellen Tätigkeitsberichts zeigen eindrucksvoll, wie engagiert und wirksam die Berliner Heimaufsicht arbeitet. Die deutlich ausgebaute Beratungsleistung steht für einen modernen Ansatz, der auf Unterstützung, Qualitätssicherung und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Einrichtungen setzt. Dass Mängel in vielen Fällen zunächst gemeinsam behoben werden können, bevor ordnungsrechtliche Schritte nötig sind, ist ein großer Erfolg. Gleichzeitig sorgt die verstärkte Präsenz vor Ort dafür, dass die Rechte und die Würde der pflegebedürftigen Menschen konsequent geschützt werden. Die Heimaufsicht ist damit eine unverzichtbare Säule für gute Pflege in unserer Stadt – verlässlich, kompetent und nah an den Menschen.“

Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin: „Mit über 1.900 Beratungen und mehr als 800 Prüfungen zeigen wir, dass das Lageso die Lebenswirklichkeit in Berliner Wohnformen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen sehr ernst nimmt. Unsere Präsenz vor Ort ist ein klares Signal: Wir setzen uns für die Rechte und die Würde der pflege- und unterstützungsbedürftigen Menschen in unserer Stadt ein. Gemeinsam mit den Einrichtungen arbeiten wir konstruktiv daran, die Qualität Wohnens und der Betreuung in Berliner Einrichtungen zu sichern und kontinuierlich zu verbessern.“

Die Berliner Heimaufsicht

Die Heimaufsicht informiert Bewohnerinnen von Einrichtungen und Nutzer betreuter Wohngemeinschaften und deren Angehörige über ihre Rechte. Die Leistungsanbieter kontrolliert sie und unterstützt diese bei der Umsetzung des Wohnteilhabegesetzes und den dazugehörenden Rechtsverordnungen. Das Team der Heimaufsicht sorgt für die gute Unterbringung der rund 45.000 pflegebedürftigen und behinderten volljährigen Menschen, die in betreuten gemeinschaftlichen Wohnformen in Berlin leben. Dabei handelt es sich um 579 verschiedene stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe, 811 Pflege-Wohngemeinschaften und etwa 1.000 betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen.

Das Lageso

Als Berliner Landesbehörde und Kompetenzzentrum zeichnet sich das Lageso durch eine große Aufgabenvielfalt aus. Es übernimmt gesamtstädtische Zuständigkeiten in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Pflege, Verbraucherschutz und Umwelt. Gerade im Bereich Pflege kommt dem Lageso eine zentrale Rolle zu: Es fungiert unter anderem als Heimaufsicht für Pflegeeinrichtungen und ist zugleich für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Gesundheits- und Pflegeberufen zuständig.

Insgesamt erbringt das Lageso Serviceleistungen für jeden fünften Menschen in Berlin. Bei bestimmten Aufgaben des Gesundheitsschutzes, etwa der Kontrolle der Trinkwasserqualität oder der Bewertung von Infektionsrisiken, kommt seine Arbeit sogar der gesamten Berliner Bevölkerung zugute.

Weitere Informationen: Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht 2025