Mehr Investition in Inklusion: Wie das Lageso berufliche Chancen für schwerbehinderte Menschen aus der Ausgleichsabgabe fördert

Pressemitteilung vom 26.05.2025

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) hat Inklusion am Arbeitsplatz in Berlin im vergangenen Jahr mit Mitteln aus der Ausgleichabgabe mit 35 Millionen EUR unterstützt. Die Ausgaben sind in den vergangenen zwei Jahren um rund acht Prozent gestiegen.
Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sind verpflichtet, mindestens fünf Prozent dieser Stellen mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Erfüllen sie diese Vorgabe nicht, entrichten sie die Ausgleichsabgabe. Die Abgabe wird eingesetzt, um Inklusion auf dem Arbeitsmarkt gezielt zu fördern. Die Mittel fließen vollständig in Programme und Maßnahmen, die schwerbehinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen.

Alexander Straßmeir, der Präsident des Lageso: „Die gestiegenen Investitionen in Inklusion am Arbeitsplatz setzt mein Amt zielgerichtet und erfolgreich ein. Dazu gehört, Arbeitgebende zur Einstellung, Ausbildung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen zu beraten, motivieren und unterstützen. Denn gelebte Inklusion ist ein Gewinn für alle Beteiligte.“

Die Mittel der Ausgleichsabgabe setzt das Lageso ein, damit unter anderem neue Arbeitsplätze geschaffen oder bestehende Arbeitsplätze behindertengerecht gestaltet werden, sowie für Prämien und Zuschüsse zur Berufsausbildung. Auch außergewöhnliche betriebliche Belastungen der Arbeitgebenden – insbesondere bei Inklusionsbetrieben – werden ausgeglichen.

Schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren direkt von der Ausgleichsabgabe, zum Beispiel durch technische Arbeitshilfen, Mobilitätsunterstützung, Wohnungshilfen oder berufliche Fortbildung. Darüber hinaus fördert das Lageso Leistungen zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit sowie begleitende Hilfen wie Arbeitsassistenz und unterstützte Beschäftigung.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Lageso auf die strukturelle Förderung inklusiver Arbeitsverhältnisse. Ziel ist es auch, Inklusionsbetriebe, Integrationsfachdienste sowie einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber zu stärken. Zur Weiterentwicklung des inklusiven Arbeitsmarktes werden zudem Informationskampagnen, Bildungsmaßnahmen und Modellprojekte finanziert.