Gute gesunde Schule

Schulmittagessen

Wer gut lernen will, muss sich wohlfühlen. Eine gute Ernährung, ausreichende Bewegung und ein gesundheitsbewusstes Verhalten sind dafür Voraussetzung. Die Gesundheit der Kinder zu fördern, ist eine gemeinsame Aufgabe von Eltern und Schule. Das Bewusstsein für ein gesundes Leben beginnt im Elternhaus und wird aktiv in Kitas und Schulen fortgesetzt.

Eine gute gesunde Schule bedeutet mehr als ein ausgewogenes Frühstück und Bewegungsangebote für Schülerinnen und Schüler in der Pause. Auch die Entwicklung und Organisation des Unterrichts selbst trägt entscheidend zur Gesundheit von Schülern sowie deren Lehrkräften bei.

In einer guten gesunden Schule ist das Gesundheitsmanagement für die Schulleitung ein Teil ihrer Führungsaufgabe, das sie in der Organisationsentwicklung der Schule mit dem Focus auf Gesundheit betreibt.

Das Schulklima einer guten gesunden Schule ist von Anerkennung, Respekt, Unterstützung und Kooperation geprägt und trägt zur Zufriedenheit der Lehrkräfte und somit zu ihrer Gesundheit bei. Entscheidungen werden mit Beteiligung von Lehrkräften, Eltern, Schülern, Erziehern und weiteren Mitarbeitern getroffen. Für gute Kommunikationsstrukturen und Teamentwicklung wird gesorgt.

Gesunde und zufriedene Lehrkräfte sind ein entscheidender Baustein für eine gute Schule, denn Bildung und Gesundheit gehen Hand in Hand!

Landesprogramm für die gute gesunde Schule

Gesundheitsförderung und Prävention sind vorrangige Schulentwicklungsaufgaben, die die Kultusministerkonferenz der Länder 2012 beschlossen hat. Deshalb hat Berlin mit diesem Curriculum für alle Schulen gleiche Standards und überprüfbare Entwicklungsziele zur Umsetzung dieser Aufgaben festgelegt.

Unterricht, der viele Bewegungsmöglichkeiten bietet, Entspannungsphasen einschließt, Beteiligung und Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördert, führt dazu, dass unsere Kinder Schritt für Schritt den Umgang mit Stress und verantwortungsbewusstes Gesundheitsverhalten erlernen. Denn Bewegungsmangel, schlechte Ernährung oder gar Suchtmittelmißbrauch haben einen negativen Einfluss auf den Bildungserfolg unserer Kinder und Jugendlichen.

Das Gesundheitsverhalten und die Stresskompetenz von Lehrkräften spielen eine wichtige Vorbildrolle für diesen Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Wo es Schulleitungen gelingt, Zusammenarbeit, Akzeptanz und Wertschätzung aufzubauen und viele Eltern einzubinden, wird die Schule für alle Beteiligten ein gesunder Lebens- und Arbeitsort.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat 13 Lehrkräfte als Koordinatoren für schulische Prävention beauftragt, die Schulleitungen und Steuergruppen der Schulen in den zwölf Bezirken zu beraten und gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Berliner Krankenkassen und Verbände beim Aufbau guter gesunder Schulen zu begleiten.

Zum Curriculum für die gute gesunde Schule

PDF-Dokument (4.4 MB)

Gute Qualität für das Mittagessen in der Schule

Schulessen und Gemüse

Bei der Auswahl der Anbieter von Schulverpflegung ist nicht der Preis, sondern die Qualität entscheidend. Eine Jury an den Schulen, bei der auch Schülerinnen und Schüler mitwirken, wird die angebotenen Mahlzeiten kosten und bewerten.

Die Berliner Bezirke haben die Schulverpflegung auf der Grundlage einer Musterausschreibung europaweit ausgeschrieben. Wer sich bewirbt, muss zahlreiche Vorgaben erfüllen, um die Qualität des Essens sicherzustellen.

Das Angebot muss hinsichtlich der Attraktivität für Kinder den geltenden Standards entsprechen, zu einem vorgeschriebenen Anteil aus frischem Obst oder Gemüse bestehen und aus ökologischer Produktion stammen.

Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, Aromen und Süßstoffe, aber auch Formfleisch und gentechnisch veränderte Lebensmittel sind bei der Zubereitung verboten. Die Kinder sollen klar erkennen können, was sie bestellen, daher müssen Speisen und Inhaltsstoffe eindeutig bezeichnet werden.

Das Konzeptpapier für mehr Qualität beim Schulmittagessen

PDF-Dokument (48.1 kB)

Die Musterausschreibung als Grundlage für die Vergabe in den Bezirksämtern

PDF-Dokument (2.1 MB) - Stand: 2020

Studie zu Kosten und Qualität der Schulverpflegung

In der Schulverpflegungsstudie wurde ermittelt, wie viel ein Schulmittagessen in Berlin kosten müsse, das den allgemein anerkannten Qualitätsstandards genügt. Sie ist Grundlage für die folgende fachliche Diskussion mit Eltern, Schülern, Schulen und Bezirksämtern. Ziel ist, die Qualität der Essensversorgung zu verbessern und zu sichern.

Zur Schulverpflegungsstudie - Kosten und Preisstrukturen unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards

PDF-Dokument (1.5 MB)

Das Testessen

Die Mittagessensausschüsse testen und bewerten die von den Anbietern zubereiteten Mahlzeiten nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Anschließend werden die von den Anbietern vorgelegten Umsetzungskonzepte bewertet.

Bis zum Jahresende erfolgt die Auswahl der Caterer, die künftig die Schulmittagessen anbieten. Grundlage für das Verfahren ist eine Handreichung zur Neuordnung des Mittagessens, die den Schulen zur Verfügung gestellt wurde.

Handreichung zur Neuordnung des schulischen Mittagessens

PDF-Dokument (2.8 MB) - Stand: Februar 2017

Zweite Handreichung zur Neuordnung des schulischen Mittagessens

PDF-Dokument (3.0 MB) - Stand: März 2015

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin arbeitet seit 2002 als unabhängige Initiative von Eltern zur Verbesserung des Verpflegungsangebotes an Grundschulen im Bezirk Pankow.

Mit dem Modellvorhaben „Gesunde Schulverpflegung an Berliner Ganztagsschulen“, gefördert vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, unterstützte die Vernetzungsstelle in den Jahren 2004/2005 die neuen gebundenen Berliner Ganztagsgrundschulen bei der Einführung und Gestaltung ihres Schulverpflegungsangebots.

Seit März 2006 ist die Vernetzungsstelle ein gemeinnütziger Verein. Der Verein unterstützt jegliche Aktivitäten, die geeignet sind, eine qualitativ hochwertige und gesundheitsfördernde Gemeinschaftsverpflegung von Kindern und Jugendlichen zu sichern sowie Ernährungs- und Verbraucherbildung aller an der Gemeinschaftsverpflegung beteiligten Akteure zu fördern.

Die Vernetzungsstelle erarbeitete bereits im Jahr 2003 gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport und der AOK Berlin die bundesweit ersten Standards für die Qualität von Schulverpflegung. Mit der Definition von „Schulverpflegung mit Qualität als Teil des Bildungsauftrags“ durch die Senatsverwaltung Bildung wurde 2005 die Vorbildfunktion schulischer Verpflegung für die Ausprägung eines gesundheitsfördernden Lebensstils hervorgehoben

Seit November 2008 führt der Verein im Auftrag der Bildungsverwaltung das IN FORM-Projekt „Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin“ durch.

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