Corona-Informationen

Die Präsenzpflicht in den Berliner Schulen bleibt aufgehoben. Ab dem 19. April findet für alle Jahrgangsstufen Wechselunterricht in halber Klassenstärke statt. Schülerinnen und Schüler führen zwei Mal wöchentlich verpflichtend in der Schule einen Schnelltest durch.

Kitas bieten seit dem 8. April nur noch Notbetreuung auf Basis einer Liste der systemrelevanten Berufe an.

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Politische Bildung

Reichstag von außen
Bild: Marcito / Fotolia.com

Gesamtstrategie politische Bildung

Politische Bildung bedarf einer starken fachlichen Verankerung, ist aber zugleich mehr als ein Unterrichtsfach. Sie ist wesentlich dafür, dass sich Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern entwickeln. Teilhabe an Entscheidungsprozessen und demokratische Handlungsmöglichkeiten müssen auch über den Unterricht hinaus im Schulleben erfahrbar sein.

Die Schwerpunkte der Gesamtstrategie für die politische Bildung an Berliner Schulen sind

  • die Demokratiebildung als Schulprinzip mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungen,
  • die Zusammenarbeit mit außerschulischen sowie
  • die politische Bildung im fächerübergreifenden Unterricht.

Im Haushaltsgesetz über den Doppelhaushalt 2020/2021 hat das Berliner Abgeordnetenhaus ab Januar 2021 die Einrichtung eines neuen Programms „Politische Bildung an Berliner Schulen“ beschlossen.

Mit diesem Programm sollen alle öffentlichen Berliner Grund- und weiterführenden Schulen ein Budget von 2.000 Euro erhalten, das zweckgebunden an Maßnahmen zur Förderung von Schulentwicklungsprozessen im Sinne einer demokratischen, an Grund- und Menschenrechten orientierten Schule ist und damit die Strategie Politische Bildung an Berliner Schulen umsetzt. Damit können etwa Angebote außerschulischer Bildungspartner zum Schülervertretungscoaching, thematisch spezifische Workshops für Schülerinnen und Schüler oder spezielle Lehrkräftefortbildungen gebucht und mit dem Budget bezahlt werden.

Schülerinnen- und Schülerhaushalte

Schülerinnen- und Schülerhaushalte sind ein Budget, das der Schülerschaft einer Schule zur Verfügung gestellt wird und über dessen Verwendung die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden können. Beim Prozess der Vorschlagssammlung, Diskussion und Entscheidung über die Verwendung wird die Schülerschaft durch einen freien Träger begleitet und durch Beratung und Moderation unterstützt.

Sinn der Maßnahme ist es, Schülerinnen und Schüler über die Erfahrung realer Entscheidungskompetenz und der damit verbundenen Prozesse von Partizipation und Deliberation zu stärken und praktisch politisch zu bilden.
Derzeit beteiligen sich 76 Schulen in acht Bezirken. Und jedes Jahr werden es mehr.

Nähere Informationen zu den Schülerinnen- und Schülerhaushalten bietet die Servicestelle Jugendbeteiligung.

Projekte gegen Extremismus und für Demokratie

In Berlin werden zahlreiche außerschulische Bildungspartner durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert. Dazu gehören beispielsweise

In Berlin gibt es darüber hinaus ein breites Angebot an außerschulischen Trägern und Partnern, die mit ihrer je eigenen Expertise, ihren vielfältigen Schwerpunktsetzungen und pädagogischen Kompetenzen Bildungsprozesse an Berliner Schulen unterstützen, verbessern und sinnvoll ergänzen können.

Eine Übersicht über weitere Seminar- und Workshopangebote sowie außerschulische Kooperationspartner und Lernorte finden sich auf dem Bildungsserver Berlin.

Materialien und Handreichungen

In der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie entstehen spezifische Handreichungen und Materialien, die im Bereich der politischen Bildung und der Demokratiestärkung an den Schulen genutzt werden können. Diese Handreichungen und Materialien entstehen oft in Kooperation mit außerschulischen Partnern, sie können die alltäglichen Bildungsprozesse unterstützen und die politische Bildung an Berliner Schulen bereichern.

Fortbildungen

Fortbildungen sollen das pädagogische Personal der Schulen unterstützen, sich schulnah für eine veränderte Berufspraxis weiterzubilden und zu vernetzen. Neben den Regionalkonferenzen als verbindliche Veranstaltung für die Qualitätsverbesserung in den Fächern und ausgewählten fächerübergreifenden Vorhaben werden schulübergreifende und schulinterne Fortbildungen und Schulberatung angeboten. Ziel des Angebots ist, in Lernformen, die didaktisch-methodisch der modernen Erwachsenenbildung entsprechen, die Schulen in den Regionen gleichermaßen in ihrer Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung zu unterstützen. Über das vielfältige Fortbildungsangebot können Sie sich auf den Seiten der Regionalen Fortbildung informieren.

Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust nimmt in Schule und außerschulischer Bildung einen wichtigen Platz ein. Um die Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit zu fördern, bietet die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Kooperation mit der International School for Holocaust Studies Yad Vashem, Jerusalem, dem Haus der Wannsee-Konferenz und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung eine 10-tägige Fortbildung an. Lehrkräfte und Fachkräfte der außerschulischen Jugendbildung, die mit der Vermittlung der Geschichte des Holocaust befasst sind, können ihr Interesse an der Teilnahme an einer Fortbildungsreise nach Israel bekunden, die vor allem in die Gedenkstätte Yad Vashem und weitere israelische Gedenkstätten führt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.