Angebote für besonders Begabte

Studierende bei Versuchen an der Synchronmaschine Grundlagen der Elektrotechnik III
Bild: TU Berlin / Dahl

Berlin bietet für besonders begabte Kinder und Jugendliche je nach Altersstufe umfangreiche Möglichkeiten: Zusatzangebote in der Kita, schneller durch die Schulanfangsphase, Überspringen von Klassen, Schnelllernerklassen, Schulen mit besonderem Profil, Begabtengruppen am Nachmittag, Ferienakademien sowie Studieren ab 16 und Erwerb erster Scheine an Universitäten während der Schulzeit.

Das Berliner Bildungssystem verfolgt das Ziel, jedes Kind entsprechend seiner Fähigkeiten zu fördern und zu fordern. Hierbei arbeiten Kitas, Schulen und Universitäten Hand in Hand.

Angebote der Kitas

Die Berliner Kitas sind bestrebt, Kinder mit besonderen Begabungen zu erkennen und bereits frühzeitig entsprechend zu fördern. In vielen Kitas werden den Kindern zusätzliche Angebote in Form von Musik oder Sprachspielen vorgeschlagen.

Auch unterhalten einige Kitas enge Kooperationen mit benachbarten Grundschulen, um die Kinder schon früh an Schul- und Lernsituationen heranzuführen und ihr Interesse zu wecken. Darüber hinaus ist „Hochbegabte Kinder in der Kindestagesbetreuung“ ein jährlich wiederkehrendes Thema der Fortbildung für pädagogische Fachkräfte.

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich für die naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter. Fortbildungsangebote und Materialien stehen für die pädagogischen Fachkräfte zur Verfügung, um sie darin zu unterstützen, den Forschergeist von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter zu wecken.

Angebote der Grundschulen

Hochbegabte Kinder lernen oft deutlich schneller als gleichaltrige. Sie verfügen in der Regel bereits vor dem regulären Schuleintritt über ein größeres Wissen und ein höheres Maß an Fähigkeiten und Fertigkeiten. Deshalb kann es hilfreich sein, diese Kinder frühzeitig einzuschulen.

Im Normalfall werden Kinder in dem Jahr schulpflichtig, indem sie das sechste Lebensjahr vollenden. Auf Antrag können aber auch Kinder, die erst im Januar, Februar oder März des darauffolgenden Jahres sechs Jahre alt werden, vorzeitig eingeschult werden, wenn kein Sprachförderbedarf für sie besteht. Dies ist im Schulgesetz in § 42 geregelt.

In der Grundschule gibt es neben den Fördermöglichkeiten im Unterricht die Möglichkeit, schneller die Schulanfangsphase zu absolvieren und weitere Klassenstufen zu überspringen. In einzelnen Fächern kann der Unterricht in höheren Klassen besucht werden. Dies ist in der Grundschulverordnung in den § 18 (1) und § 22 (2) und (5) geregelt. Zudem werden an einzelnen Grundschulen Zusatzkurse, die Begabtengruppen am Nachmittag angeboten.

Einige Grundschulen haben sich zum Netzwerk begabungsfördernder Grundschulen zusammengeschlossen. In regelmäßigen Fortbildungen werden die Lehrkräfte dafür geschult.

Auch das Schulportal der Humboldt-Universität zu Berlin bietet u. a. mit dem Grundschul-Mathetreff und der Humboldt Kinder-Uni Wettbewerbe und Spiele für Jungforscherinnen und Jungforscher an.

Angebote der weiterführenden Schulen

Der Übergang von der Grund- auf die weiterführende Schule erfolgt in der Regel nach der sechsten Klasse. Aber auch ein Umstieg nach Klasse 4 auf ein sogenanntes grundständiges Gymnasium, das mit der 5. Jahrgangsstufe beginnt, ist möglich.

Diese Schulen haben besondere Profile, beispielsweise eine altsprachliche Ausrichtung, die einen früheren Beginn sinnvoll machen. Manche Schulen haben sich darüber hinaus auf die Förderung besonderer Begabungen spezialisiert, andere bieten Klassen für vielseitig Begabte an.

Mit Jahrgangsstufe 5 beginnen:

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Schulen mit ihren Profilen und besonderen Schwerpunkten sind im Online-Schulverzeichnis abrufbar. Hier können Sie nach verschiedenen Kriterien und Angeboten recherchieren.

Angebote der Universitäten - Frühstudium