Kooperation mit außerschulischen Partnern

Zwei Handpuppen bei einer Aufführung
Bild: © Africa Studio - www.fotolia.com

Schule als Lern- und Lebensort, das heißt auch die Öffnung von Schule in die Region. Kooperationen in der Bildung und Betreuung mit freien Trägern der Jugendhilfe, Musikschulen, Sportvereine, Kirchengemeinden und der Wirtschaft bringen Innovation und Erweiterung der Angebotsvielfalt.

Warum Partner für Schulen?

Schulen brauchen neue Partner, damit sie auch zukünftig angesichts der Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden können. Nur im engen Kontakt mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld können Schulen heute für das Lernen sowohl den angemessenen Rahmen als auch die notwendige Verknüpfung mit der gesellschaftlichen Realität bieten. Im Zuge der Entwicklung zu Ganztagsschulen wird das zivilgesellschaftliche Engagement als Unterstützung der pädagogischen Arbeit in einer Schule immer wichtiger.

Diese Kooperation muss allerdings in feste Strukturen eingebunden werden, damit sie als dauerhaftes Angebot der Schule etabliert werden kann. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Pädagogen und außerschulischen Partnern sind sehr vielfältig:
Sie können von der Mithilfe bei Schulfesten, der ständigen Präsenz in einem Schulcafé, der Betreuung von Schularbeitszirkeln, der Leitung von Arbeitsgemeinschaften für Schülerinnen und Schüler, der Begleitung und Mitgestaltung von Klassenfahrten und Praktika bis hin zu Lesepaten oder dem Sponsoring von bestimmten schulischen Projekten oder einer Investition in Material bzw. bauliche Maßnahmen einer Schule reichen. Die Kooperation kann sich auf die Vertiefung bestimmter fachlicher Inhalte beziehen oder auch fachübergreifende Themen betreffen, die sich auf das Schulklima oder die Steigerung der Zufriedenheit der an Schule beteiligten Personengruppen auswirken.

Partner für Schulen

Liste der Projekte und Initiativen, die Angebote für Schulen machen; zusammengestellt vom Paritätischen Wohlfahtsverband Berlin

PDF-Dokument (790.6 kB) - Stand: 23.05.2009

"Knigge" für Schulen

Tipps für den Umgang mit außerschulischen Partnern
(zusammengestellt von Sybille Volkholz)

PDF-Dokument (50.5 kB)

Schulen können im Rahmen ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages auch mit externen Personen zusammenarbeiten, die ehrenamtlich für die Schule Aufgaben übernehmen. Bei Aufgaben im Rahmen von Erziehung und Unterricht liegt die Verantwortung bei der jeweiligen Lehrkraft. Ehrenamtlich Tätige sind beitragsfrei gesetzlich unfallversichert, wenn die Tätigkeit im Auftrag der Schule erfolgte.

Kooperation von Musikschulen mit allgemeinbildenden Schulen

Musikschulen und Schulen sind in Berlin traditionell Partner in Projekten und Veranstaltungen. Eine Arbeitsgruppe, die durch eine gemeinsame Initiative des Fachreferates Weiterbildung, Lebenslanges Lernen und der Leiterinnen und Leiter der bezirklichen Musikschulen ins Leben gerufen wurde, hat inhaltliche und organisatorische Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf der Grundlage des Schulgesetzes ausgelotet und Empfehlungen, die die Kooperation erleichtern und befördern sollen, erarbeitet.<

Kooperationen von entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen mit allgemeinbildenden Schulen

In Berlin leben Menschen aus 186 Staaten und sorgen für eine Vielfalt, wie sie in Deutschland wohl einmalig ist. Gleichzeitig gibt es unzählige Verbindungen von Berlin in alle Länder der Erde. Globalisierungsprozesse sind daher keine abstrakten Vorgänge, die nur für Politik und Wissenschaft interessant sind – vielmehr betreffen sie alle Berliner und damit auch alle Schülerinnen und Schüler.

Die Idee, wonach lokales Handeln sich auf globale Prozesse auswirkt und dabei immer auch soziale, ökonomische und ökologische Dimensionen betrifft, ist als übergreifendes Thema “Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen” im Berliner Rahmenlehrplan aufgenommen.

Die Komplexität der Globalisierung erfahrbar zu machen und deren Bedeutung für jeden Menschen hier und weltweit zu verdeutlichen, ist eine Aufgabe, der sich viele Berliner Nichtregierungsorganisationen verpflichtet haben. Um dies auch im Unterricht nutzen zu können, gibt es seit 2008 eine Rahmenvereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Berliner entwicklungspolitischen Ratschlag (BER). Auf deren Grundlage wurden Qualitätskriterien für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit entworfen, die hochwertige Bildungsangebote externer Partner in Berliner Schulen sicherstellen.

Entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen, die die Qualitätskriterien erfüllen, werden in der jährlich aktualisierten Empfehlungsliste für Berliner Schulen von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie veröffentlicht.

Rahmenvereinbarung zur Kooperation von Schule und entwicklungspolitischen Initiativen

zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER), 2008

PDF-Dokument (59.5 kB) - Stand: 2008

Globales Lernen

Liste der Anbieter

PDF-Dokument (195.7 kB) - Stand: Dezember 2017