Rahmenlehrpläne

Lehrpläne
Bild: SenBJW

Rahmenlehrpläne formulieren die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit erwerben sollen, um den gesellschaftlichen Anforderungen gewachsen zu sein. Für die Schule und ihre Lehrkräfte definieren die Pläne Standards für eine individuelle Gestaltung der Unterrichtsinhalte. Sie sind darüber hinaus eine wichtige Grundlage für die Qualitätsentwicklung der Schulen.

Für Eltern sind diese Informationen eine Hilfe, um ihre Kinder aktiv unterstützen zu können. Den Schülerinnen und Schülern bieten die Rahmenlehrpläne eine Orientierung, ihren Lernprozess selbstständig zu steuern.

Neuer Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg

Schüler stehen in einer Reihe vor der Tafel
Bild: © Gennadiy Poznyakov - Fotolia.com

Die Einführung des gemeinsamen Rahmenlehrplans für die Klassen 1 bis 10 in den Schulen in Berlin und Brandenburg ist zum Schuljahr 2017/2018 erfolgt. Dieser Rahmenlehrplan löst die bisher gültigen Rahmenlehrpläne für die Grundschule, für die Sekundarstufe I sowie den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt “Lernen” ab.

Ziele des neuen Rahmenlehrplans

Der Rahmenlehrplan wurde modernisiert und verschlankt, um auf dem Weg zum inklusiven Lernen Ziele, Standards und Inhalte anzupassen. So werden die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler sowie Themen der Lebensgestaltung und Berufsorientierung einer zukünftigen Gesellschaft noch mehr berücksichtigt.

Der neue Rahmenlehrplan unterstützt Lehrkräfte dabei, die Übergänge zwischen den einzelnen Schulstufen besser zu gestalten. Außerdem wurden die Rahmenlehrpläne für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf “Lernen” integriert und eine verständlichere Sprache gewählt.

Was ist neu?

  • Der Rahmenlehrplan ist durchgängig angelegt von der Jahrgangsstufe 1 bis 10.
  • Zum ersten Mal werden die Sprach- und Medienbildung sowie die übergreifenden Themen auf eine curriculare Grundlage gestellt.
  • Integration des Rahmenlehrplans für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt “Lernen” als curriculare Grundlage für die individuelle Förderung der Lernenden im Kontext von Inklusion.
  • Anforderungen für Abschlüsse und Übergänge sind einzelnen Niveaustufen zugeordnet, so ist erkennbar, welche Anforderungen Schülerinnen und Schüler erfüllen müssen, um erfolgreich von der Grundschule zur weiterführenden Schule zu wechseln und um den gewünschten Abschluss zu erreichen.
  • Die Standards im Rahmenlehrplan bilden eine wichtige Grundlage für Leistungsbewertung der Schüler.
  • In verwandten Fächern wurden die Modelle für die Kompetenzentwicklung aufeinander abgestimmt (zum Beispiel in den Fremdsprachen, den naturwissenschaftlichen und künstlerischen Fächern).
  • Der Rahmenlehrplan fördert die Ausgestaltung der gemeinsamen Bildungsregion Berlin und Brandenburg.

Rahmenlehrplan kompakt

Überblick über die Themen und Inhalte des Unterrichts der 1. bis 10. Jahrgangsstufe

In kurzen, allgemein verständlichen Texten wird zu jedem Unterrichtsfach erläutert, was die Schülerinnen und Schüler lernen sollen und über welche Kompetenzen sie am Ende der jeweiligen Klassenstufen verfügen müssen. So werden für Eltern und Schüler die Ziele und Inhalte sowie die Struktur der Fächer transparent. Sie können die gestellten Anforderungen nachvollziehen, bei der Unterrichtsgestaltung mitwirken und Lernfortschritte aktiv begleiten.

Rahmenlehrplan kompakt für die Jahrgangsstufen 1 bis 10

PDF-Dokument

Rahmenlehrpläne der Fächer

In Teil A des neuen Rahmenlehrplans für die Jahrgangsstufen 1-10 werden die Grundsätze der Bildung und Erziehung beschrieben,

der Teil B enthält Ausführungen zur überfachlichen Kompetenzentwicklung mit Schwerpunkten auf der Sprach- und Medienbildung.

Die Teile C für die einzelnen Unterrichtsfächer stellen für das jeweilige Fach die anzustrebenden Kompetenzen sowie Themen und Inhalte dar.

Teil A: Grundsätze der Bildung und Erziehung*
Teil B: überfachliche Kompetenzentwicklung; Sprach- und Medienbildung*

Der Teil C steht für jedes Unterrichtsfach als separates Dokument zur Verfügung. Sie finden diese in der untenstehenden Tabelle:

Fächer Jahrgangsstufe (Teil C) Oberstufe
Altgriechisch 5-10 11-13
Astronomie 9/10 Wahlpflichtfach
Bildende Kunst 1-10 11-13
Biologie 7-10 11-13
Chemie 7-10 11-13
Chinesisch 1-10 11-13
Darstellendes Spiel 7-10 11-13
Deutsch 1-10 11-13
Deutsch als Zweitsprache (DaZ) 1-10[1]
Deutsche Gebärdensprache 1-10
Englisch 1-10 11-13
Ethik 7-10
Französisch 1-10 11-13
Geografie 7-10 11-13
Geschichte 7-10 11-13
Gesellschaftswissenschaften 5-6
Hebräisch 1-10 11-13
Informatik 7-10 Wahlpflichtfach 11-13
Italienisch 1-10 11-13
Japanisch 1-10 11-13
Kunst 1-10
Latein 5-10 11-13
Mathematik 1-10 11-13
Moderne Fremdsprachen 1-10
Musik 1-10 11-13
Naturwissenschaften 5/6 5/6
Naturwissenschaften 7-10 Wahlpflichtfach
Neugriechisch 1-10 11-13
Philosophie 7-10 11-13
Physik 7-10 11-13
Politikwissenschaft 11-13
Politische Bildung 7-10
Polnisch 1-10 11-13
Portugiesisch 1-10 11-13
Psychologie 7-10 11-13
Recht 11-13
Russisch 1-10 11-13
Sachunterricht 1-4
Sozialwissenschaften 11-13
Sozialwissenschaften/
Wirtschaftswissenschaften
Wahlpflichtfach
Spanisch 1-10 11-13
Sport 1-10 11-13
Studium und Beruf 11-13
Theater 7-10
Türkisch 1-10 11-13
Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) 7-10
Wirtschaftswissenschaft 11-13

1 Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ist durch den neuen Rahmenlehrplan 1-10 für das Fach Deutsch abgedeckt.

Sexualerziehung in der Berliner Schule

Sexualerziehung in der Berliner Schule

Allgemeine Hinweise zu den Rahmenplänen für Unterricht und Erziehung (AV 27)

PDF-Dokument (61.2 kB)

Rahmenlehrplan sonderpädagogischer Förderbedarf

Rahmenlehrplan - Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis 10

für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt “Geistige Entwicklung“

PDF-Dokument (281.2 kB)

Rahmenlehrplan - Abschlussstufe/zweijähriger berufsqualifizierender Lehrgang oder Werkstufe

für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt “Geistige Entwicklung“

PDF-Dokument (312.8 kB)

Curriculare Vorgaben "Digitale Welten" - Anhörungsfassung

“Digitale Welten” ist ein fachübergreifender Zusatzkurs für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. Die Curricularen Vorgaben für diesen Kurs liegen in einer Anhörungsfassung vor.

Wir freuen uns über Ihre kritischen Anmerkungen und Hinweise bis zum 31. Oktober 2018. Sie können dafür den Rückmeldebogen verwenden, aber auch formlose Anmerkungen sind willkommen. Bitte senden Sie Ihre Rückmeldung per E-Mail an jana.schloesser@senbjf.berlin.de oder mit Brief an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, II B 5 Sch, Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin.

Wir werden die Curricularen Vorgaben auf der Grundlage der Rückmeldungen überarbeiten und voraussichtlich Anfang 2019 in Kraft setzen.

Curriculum Digitale Welten - Anhörungsfassung

PDF-Dokument (306.4 kB)

Rückmeldebogen zum Curriculum Digitale Welten

DOC-Dokument (47.0 kB)

Anhörungsfassungen der Fachteile "Muttersprache" und "Partnersprache" für die Staatliche Europa-Schule Berlin (SESB)

Für das Fach Deutsch als Partnersprache in den Jahrgangsstufen 1 bis 8 und für die nichtdeutsche Partnersprache der SESB als Muttersprache (Jahrgangsstufen 1-10) sollen abweichend von Teil C des gemeinsamen Rahmenlehrplans für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 die Fachteile

Die Fachteile werden den SESB als „Schule mit besonderer pädagogischer Prägung“ zur Verfügung gestellt. Hintergrund ist, dass Deutsch und die jeweils nichtdeutsche Partnersprache durchgängig gleichberechtigte Unterrichtssprachen sind. Die nichtdeutsche Partnersprache bleibt erste Fremdsprache.

Aufgrund des Umfangs des Unterrichts in Mutter- und Partnersprache der SESB übersteigt das Niveau des Sprachunterrichts gemäß des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) die Anforderungen an die erste Fremdsprache erheblich, so dass hier Präzisierungen erforderlich sind, um allen Schulen der SESB eine Orientierung und einen Rahmen für die unterrichtliche Arbeit in Zusammenhang mit dem bereits in Kraft gesetzten Rahmenlehrplan zur Verfügung zu stellen.

Die Kompetenzzuweisung nach dem GeR orientiert sich an den höheren fremdsprachlichen Anforderungen der SESB, auf deren Grundlage auch die Bewertung der Jahrgangsleistungen erfolgt.

Die Anhörungsfassungen werden derzeit überarbeitet und voraussichtlich zum Beginn des Jahres 2019 in Kraft gesetzt.