Corona-Informationen

In den Berliner Schulen werden vom 9. bis 20. August besondere Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen. Ob die stärkere Testung und Maskenpflicht nach dem 20. August aufrechterhalten werden müssen, wird pandemiebedingt entschieden. Es gilt die Präsenzpflicht.

Informationen zum Schulbetrieb | Informationen zur Teststrategie | Briefe an die Schulen

Die Kitas sind im Regelbetrieb mit vollem Betreuungsumfang.

Informationen zum Kitabetrieb | Informationen für Familien

Schulhotline +49 30 90227-6000 | E-Mail: corona-schulbetrieb@senbjf.berlin.de

Inhaltsspalte

Sprachen lernen

Miniatur-Eifelturm steht vor lernendem Jungen
Bild: SenBJW

Wer Fremdsprachen erlernt, hält einen Schlüssel für eine gute Zukunft in der Hand. Es ist ein Schlüssel, der das Tor zu einer beruflichen Erfüllung aufschließen hilft, weil Fremdsprachen Mobilität und Flexibilität fördern. Dieser Schlüssel passt aber auch, wenn es darum geht, die Persönlichkeit junger Menschen zu fördern und sie zu offenen und toleranten Bürgern werden zu lassen.

Berlin spricht viele Sprachen

Berlins Vielfalt ist einzigartig! Nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum finden Sie so viele unterschiedliche Kulturen in einer Stadt, entdecken junge Menschen aus allen Ländern gemeinsam die Welt und das Leben. Sprache ist zentral für unsere Kommunikation, und allen, die eine oder mehrere Fremdsprachen erlernen, eröffnen sich neue Welten, die ihnen sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

Bilingualer Unterricht

Bilingualer Unterricht ist ein über den traditionellen Fremdsprachenunterricht hinausgehendes Angebot, in dem neben der Unterrichtssprache Deutsch auch eine Fremdsprache als Unterrichtssprache verwendet wird. So wird beispielsweise nicht nur im Englisch-Unterricht Englisch gesprochen, sondern auch in Geschichte oder Geografie.

Unterricht in verschiedenen Sprachen

Wenn Kinder die Herkunftssprachen erlernen und gut beherrschen, fördert dies ihre schulische und persönliche Entwicklung. Es verschafft ihnen einen neuen Zugang zur Welt und zur Kultur der eigenen Herkunft. Auch andere Sprachen lassen sich dadurch einfacher lernen. Zum Beispiel Deutsch.

Herkunftssprachlicher Unterricht

Der herkunftssprachliche Unterricht (HSU) erfolgt in Berlin in verschiedenen Sprachen. Die Kinder erwerben Kenntnisse der deutschen Sprache und lernen zugleich, in ihrer Herkunftssprache – wie etwa Arabisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Vietnamesisch und Türkisch – zu lesen und zu schreiben.

Fachübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsvorhaben und Projekte ermöglichen es, Inhalte und Themenfelder in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und Bezüge zum engeren und weiteren Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler herzustellen, um die Fachsprache von verschiedenen Unterrichtsfächern auch im herkunftssprachlichen Unterricht zu festigen und die Verknüpfung mit dem Regelunterricht zu stärken.

Einrichtung eines herkunftssprachlichen Unterrichtsangebots

Schulen können die Mehrsprachigkeit fordern und herkunftssprachlichen Unterricht anbieten, wenn mindestens zwölf Kinder daran teilnehmen. Bei der Einrichtung eines herkunftssprachlichen Unterrichtsangebots unterstützt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Rahmen der haushalterischen Möglichkeiten.

Nach einer Anmeldung ist die Teilnahme für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Eine Abmeldung der Kursteilnahme kann schriftlich zu den Schulhalbjahren erfolgen.

Vorteile des herkunftssprachlichen Unterrichts

Die Schule unterstützt die Kinder dabei,

  • die Herkunftssprache in Wort und Schrift zu beherrschen,
  • weitere Sprachen zu verstehen und schneller zu lernen,
  • ihre interkulturelle Handlungsfähigkeit zu erweitern,
  • miteinander und im Herkunftsland der Eltern zu kommunizieren,
  • die eigene Identität zu starken,
  • eine Erziehung zu Toleranz und Verständnis zu erfahren,
  • ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erweitern.

Anmeldung herkunftssprachlicher Unterricht

Ein Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht gibt es in den folgenden Sprachen:

Zweisprachige deutsch-türkische Alphabetisierung und Erziehung

Die zweisprachige deutsch-türkische Alphabetisierung/Erziehung wendet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler mit der Muttersprache Türkisch. Durch den zusätzlichen Unterricht Türkisch als Muttersprache sollen die Kinder in ihrer Sprach- und Identitätsentwicklung gefördert werden, im Deutschen Anschluss an die Anforderungen der Oberschule und im Türkischen Anschluss an die türkischsprachige Schriftkultur finden.

Kooperations-Unterricht

Der deutsch-türkische Kooperations-Unterricht (Koop) hat das Ziel, die Entwicklung der Zweisprachigkeit zu koordinieren. In diesen Stunden unterrichten zwei Lehrkräfte gleichzeitig, die eine mit türkischer, die andere mit deutscher Muttersprache.
Durch die Teilnahme von Kindern nicht-türkischer Herkunft am zweisprachigen Koop-Unterricht und durch zusätzliche Arbeitsgemeinschaften Türkisch auf freiwilliger Basis soll über den Erwerb von Sprachkenntnissen hinaus ein Beitrag zur interkulturellen Erziehung geleistet werden. Aufgenommen werden Kinder aller Berliner Bezirke.

Die Teilnahme an diesem Angebot ist freiwillig und bedarf der schriftlichen Zustimmung der Erziehungsberechtigten, die zuvor über den Inhalt von der aufnehmenden Schule zu informieren sind.

Flyer in deutscher Sprache Grundschulen mit dem deutsch-türkischen Angebot
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Jens-Nydahl-Grundschule
  • Mitte (Ortsteil Wedding): Wedding-Grundschule
  • Neukölln: Rixdorfer Grundschule
Flyer in türkischer Sprache Berlin‘de Türkçe-Almanca dersleri olan ilkokullar
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Jens-Nydahl-Grundschule
  • Mitte (Ortsteil Wedding): Wedding-Grundschule
  • Neukölln: Rixdorfer Grundschule

Spezielle Stundentafel

Für die Klassen der zweisprachigen deutsch-türkischen Alphabetisierung/Erziehung gilt eine besondere Stundentafel. In allen Lernbereichen bzw. Fächern außer Türkisch als Muttersprache und der AG Türkisch werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet. Schüler türkischer Muttersprache erhalten ab Klasse 1 zusätzlichen Türkischunterricht. Schüler anderer Muttersprachen können freiwillig an einer AG Türkisch teilnehmen.

Der zusätzliche Unterricht Türkisch als Muttersprache und die AG Türkisch wird von Lehrkräften mit türkischer Muttersprache und der Koop-Unterricht gemeinsam von Lehrkräften mit deutscher bzw. türkischer Muttersprache erteilt. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am regulären Fremdsprachenunterricht in der Grundschule teil.

Schüler nichtdeutscher Muttersprache erhalten bei Bedarf Sprachförderung gemäß den aktuellen Richtlinien für die Lehrerstundenzumessung. Gegebenenfalls sind geeignete Organisationsmodelle anzuwenden, die eine Belastung einzelner Schüler durch eine zu hohe Wochenstundenzahl vermeiden.

Lehrkräfte

In der zweisprachigen deutsch-türkischen Alphabetisierung/Erziehung unterrichten zum einen Lehrkräfte mit der Muttersprache Deutsch und Türkischkenntnissen, zum anderen Lehrkräfte mit der Muttersprache Türkisch und sehr guten Deutschkenntnissen (Fachstudium oder deutsches Sprachdiplom entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen). Die Nutzung geeigneter Unterrichtsmaterialien liegt in der Eigenverantwortung der Schulen. Für den zweisprachigen Lese-Schreiblehrgang stehen eigens entwickelte Materialien zur Verfügung.

Projekttage

In jedem Schuljahr sollten mehrere Projekttage durchgeführt werden. Empfohlen wird darüber hinaus am Ende jeden Schuljahres die Durchführung einer Projektwoche, die der Verstärkung der europäischen und internationalen Dimension u. a. durch gemeinsame Aktivitäten aller an der zweisprachigen Erziehung beteiligten Schulen dient.