Corona-Informationen

Ab dem 10. Januar wird in den Schulen dreimal pro Woche getestet.

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Schulhotline +49 30 90227-6000 (Mo-Fr, 9-13 Uhr) | E-Mail: corona-schulbetrieb@senbjf.berlin.de

Online-Impfterminbuchung für Kinder von 5 bis 11 Jahren sind in den Impfzentren Tegel, Messe Berlin und ICC Berlin oder telefonisch zwischen 7 und 18 Uhr unter der Impf-Hotline +49 30 9028-2200 möglich.

Sprachen lernen

Miniatur-Eifelturm steht vor lernendem Jungen

Wer Fremdsprachen erlernt, hält einen Schlüssel für eine gute Zukunft in der Hand. Es ist ein Schlüssel, der das Tor zu einer beruflichen Erfüllung aufschließen hilft, weil Fremdsprachen Mobilität und Flexibilität fördern. Dieser Schlüssel passt aber auch, wenn es darum geht, die Persönlichkeit junger Menschen zu fördern und sie zu offenen und toleranten Bürgern werden zu lassen.

Berlin spricht viele Sprachen

Berlins Vielfalt ist einzigartig! Nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum finden Sie so viele unterschiedliche Kulturen in einer Stadt, entdecken junge Menschen aus allen Ländern gemeinsam die Welt und das Leben. Sprache ist zentral für unsere Kommunikation, und allen, die eine oder mehrere Fremdsprachen erlernen, eröffnen sich neue Welten, die ihnen sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

Die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt Berlins muss sich auch in den Berliner Schulen wiederfinden. Dabei haben die Schulen den gesetzlichen Auftrag, „alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln“. Die Sprache hat dabei eine besondere Bedeutung.

Deshalb ist ein Sprachkonzept erforderlich, das die vielfältigen Angebote an den Berliner Schulen aufnimmt, erweitert und aufeinander abstimmt. Mit dem „Konzept zur Förderung der Mehrsprachigkeit in Berlin“ liegt es nun vor.

Mehrsprachig und weltoffen - Konzept zur Förderung der Mehrsprachigkeit in Berlin

PDF-Dokument (1.0 MB) - Stand: 16. Dezember 2021

Bilingualer Unterricht

Bilingualer Unterricht ist ein über den traditionellen Fremdsprachenunterricht hinausgehendes Angebot, in dem neben der Unterrichtssprache Deutsch auch eine Fremdsprache als Unterrichtssprache verwendet wird. So wird beispielsweise nicht nur im Englisch-Unterricht Englisch gesprochen, sondern auch in Geschichte oder Geografie.

Jugendliche gucken auf einen Globus

Bilinguale Bildung

Bilinguale Bildungsangebote gibt es an einer Vielzahl von Berliner Gymnasien und Sekundarschulen. An diesen Schulen findet der Unterricht in einzelnen Fächern in einer Fremdsprache statt. Dadurch wird die sprachliche und interkulturelle Kompetenz der Lernenden gefördert. Bilinguale Bildung

Unterricht in verschiedenen Sprachen

Wenn Kinder die Herkunftssprachen erlernen und gut beherrschen, fördert dies ihre schulische und persönliche Entwicklung. Es verschafft ihnen einen neuen Zugang zur Welt und zur Kultur der eigenen Herkunft. Auch andere Sprachen lassen sich dadurch einfacher lernen. Zum Beispiel Deutsch.

Herkunfssprachlicher Unterricht

Der herkunftssprachliche Unterricht (HSU) erfolgt in Berlin in verschiedenen Sprachen. Die Kinder erwerben Kenntnisse der deutschen Sprache und lernen zugleich, in ihrer Herkunftssprache – wie etwa Arabisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Vietnamesisch und Türkisch – zu lesen und zu schreiben.

Fachübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsvorhaben und Projekte ermöglichen es, Inhalte und Themenfelder in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und Bezüge zum engeren und weiteren Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler herzustellen, um die Fachsprache von verschiedenen Unterrichtsfächern auch im Herkunftssprachlichen Unterricht zu festigen und die Verknüpfung mit dem Regelunterricht zu stärken.

Unterstützung für Berliner Schulen

Schulen können die Mehrsprachigkeit fordern und herkunftssprachlichen Unterricht anbieten, wenn
mindestens zwölf Kinder daran teilnehmen. Bei der Einrichtung eines herkunftssprachlichen Unterrichtsangebots unterstützt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Rahmen der haushalterischen Möglichkeiten.

Nach einer Anmeldung ist die Teilnahme für den Schüler oder die Schülerin verpflichtend. Eine Abmeldung der Kursteilnahme kann schriftlich zu den Schulhalbjahren erfolgen.

Vorteile des Herkunftsprachlichen Unterrichts

Die Schule unterstützt die Kinder dabei,
  • die Herkunftssprache in Wort und Schrift zu beherrschen,
  • weitere Sprachen zu verstehen und schneller zu lernen,
  • ihre interkulturelle Handlungsfähigkeit zu erweitern,
  • miteinander und im Herkunftsland der Eltern zu kommunizieren,
  • die eigene Identität zu starken,
  • eine Erziehung zu Toleranz und Verständnis zu erfahren,
  • ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erweitern.

Anmeldung herkunftssprachlicher Unterricht

Ein Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht gibt es in den folgenden Sprachen:

Anmeldeflyer für alle herkunftsprachlichen Unterrichtsangebote

PDF-Dokument (2.3 MB)

Arabisch

Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht

PDF-Dokument (260.9 kB)

Kurdisch (Kurmandschi)

Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht

PDF-Dokument (144.2 kB)

Polnisch

Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht

PDF-Dokument (136.0 kB)

Türkisch

Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht

PDF-Dokument (144.1 kB)

Vietnamesisch

Informationsblatt zum herkunftssprachlichen Unterricht

PDF-Dokument (144.3 kB)

Zweisprachige deutsch-türkische Alphabetisierung und Erziehung

Die zweisprachige deutsch-türkische Alphabetisierung/Erziehung wendet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler mit der Muttersprache Türkisch. Durch den zusätzlichen Unterricht Türkisch als Muttersprache sollen die Kinder in ihrer Sprach- und Identitätsentwicklung gefördert werden, im Deutschen Anschluss an die Anforderungen der Oberschule und im Türkischen Anschluss an die türkischsprachige Schriftkultur finden.

Kooperations-Unterricht

Der deutsch-türkische Kooperations-Unterricht (Koop) hat das Ziel, die Entwicklung der Zweisprachigkeit zu koordinieren. In diesen Stunden unterrichten zwei Lehrkräfte gleichzeitig, die eine mit türkischer, die andere mit deutscher Muttersprache.
Durch die Teilnahme von Kindern nicht-türkischer Herkunft am zweisprachigen Koop-Unterricht und durch zusätzliche Arbeitsgemeinschaften Türkisch auf freiwilliger Basis soll über den Erwerb von Sprachkenntnissen hinaus ein Beitrag zur interkulturellen Erziehung geleistet werden. Aufgenommen werden Kinder aller Berliner Bezirke.

Die Teilnahme an diesem Angebot ist freiwillig und bedarf der schriftlichen Zustimmung der Erziehungsberechtigten, die zuvor über den Inhalt von der aufnehmenden Schule zu informieren sind.

Flyer in deutscher Sprache Grundschulen mit dem deutsch-türkischen Angebot
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Jens-Nydahl-Grundschule
  • Mitte (Ortsteil Wedding): Wedding-Grundschule
  • Neukölln: Rixdorfer Grundschule

Flyer in türkischer Sprache Berlin‘de Türkçe-Almanca dersleri olan ilkokullar
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Jens-Nydahl-Grundschule
  • Mitte (Ortsteil Wedding): Wedding-Grundschule
  • Neukölln: Rixdorfer Grundschule

Spezielle Stundentafel

Für die Klassen der zweisprachigen deutsch-türkischen Alphabetisierung/Erziehung gilt eine besondere Stundentafel. In allen Lernbereichen bzw. Fächern außer Türkisch als Muttersprache und der AG Türkisch werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet. Schüler türkischer Muttersprache erhalten ab Klasse 1 zusätzlichen Türkischunterricht. Schüler anderer Muttersprachen können freiwillig an einer AG Türkisch teilnehmen.

Der zusätzliche Unterricht Türkisch als Muttersprache und die AG Türkisch wird von Lehrkräften mit türkischer Muttersprache und der Koop-Unterricht gemeinsam von Lehrkräften mit deutscher bzw. türkischer Muttersprache erteilt. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am regulären Fremdsprachenunterricht in der Grundschule teil.

Schüler nichtdeutscher Muttersprache erhalten bei Bedarf Sprachförderung gemäß den aktuellen Richtlinien für die Lehrerstundenzumessung. Gegebenenfalls sind geeignete Organisationsmodelle anzuwenden, die eine Belastung einzelner Schüler durch eine zu hohe Wochenstundenzahl vermeiden.

Lehrkräfte

In der zweisprachigen deutsch-türkischen Alphabetisierung/Erziehung unterrichten zum einen Lehrkräfte mit der Muttersprache Deutsch und Türkischkenntnissen, zum anderen Lehrkräfte mit der Muttersprache Türkisch und sehr guten Deutschkenntnissen (Fachstudium oder deutsches Sprachdiplom entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen). Die Nutzung geeigneter Unterrichtsmaterialien liegt in der Eigenverantwortung der Schulen. Für den zweisprachigen Lese-Schreiblehrgang stehen eigens entwickelte Materialien zur Verfügung.

Projekttage

In jedem Schuljahr sollten mehrere Projekttage durchgeführt werden. Empfohlen wird darüber hinaus am Ende jeden Schuljahres die Durchführung einer Projektwoche, die der Verstärkung der europäischen und internationalen Dimension u. a. durch gemeinsame Aktivitäten aller an der zweisprachigen Erziehung beteiligten Schulen dient.