Informationen für Schulen

Besprechung

Schulen müssen Krisensituationen eigenverantwortlich aufarbeiten. Dazu gehört Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen, Kommunikation mit allen Beteiligten und geeignete Maßnahmen, um Konflikte zu lösen und den Schulfrieden wiederherzustellen. Sie werden von Kooperationspartnern wie Schulpsychologie, Jugendamt, Polizei und Gesundheitseinrichtungen unterstützt.

Das Hilfe- und Meldeverfahren

Nach Gewaltvorfällen und Notfallsituationen sind die Schulen verpflichtet,
  • allen Betroffenen, insbesondere den Opfern, zu helfen und sie unterstützen,
  • die Fürsorgepflicht sowohl gegenüber den Schülern als auch dem Schulpersonal wahrzunehmen,
  • die zeitnahe Kommunikation zwischen Schule, Eltern, Helfersystemen und der Senatsverwaltung sicherzustellen,
  • die Vorfälle, die sich in der Schule ereignen oder die einen direkten Bezug zur Schule sowie ihren Schülern haben, zu melden,
  • täterbezogener Maßnahmen, einschließlich der Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, mit dem Ziel der Konfliktlösung, der Wiedergutmachung der Tat und der Wiederherstellung des Schulfriedens einzuleiten.

Die Notfallpläne für Berliner Schulen bilden die Handlungsgrundlage und unterstützen die Entscheidungsfindung bei der Einschätzung und Aufarbeitung eines Ereignisses. Die Meldungen von Gewaltvorfällen und Notfallsituationen dienen der Anmeldung von Unterstützungsbedarf durch die Schulen, der statistischen Auswertung und der Planung und Gestaltung von Maßnahmen zur Gewaltprävention.

  • Gefährdungsgrade der Notfälle

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Fortbildungsangebote zur Gewaltprävention und Krisenintervention

Lehrkräfte können aus verschiedenen Fortbildungsangeboten zur Gewaltprävention und Krisenintervention wählen:
  • Das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin Brandenburg (LISUM) bietet pädagogische Unterstützungsangebote u. a. zu Themen der Schulkultur und Schulentwicklung, Demokratiepädagogik und der Elternberatung.
  • Im Rahmen der Regionalen Fortbildung werden Fortbildungen zur Gewaltprävention und zum Sozialen Lernen angeboten, die regional geplant, organisiert und durchgeführt werden.
  • Das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) stellt beispielsweise Fortbildungsangebote zur Verbindung von Jugendarbeit und Schule, zu Übergängen in und von Schule sowie zur Notfallpsychologie zur Verfügung.
  • Die Unfallkasse Berlin als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für alle Berliner Schulen bietet ebenfalls Fortbildungen zur Gewaltprävention an.

Evaluation des Hilfe- und Unterstützungsverfahrens

  • Evaluation des Hilfe- und Unterstützungsverfahrens für Gewaltvorfälle, Krisen und Notfälle an Berliner Schulen

    PDF-Dokument (1001.5 kB)
    Dokument: Systemblick

  • Evaluation der Meldezahlen des Hilfe- und Unterstützungsverfahrens für Berliner Schulen

    PDF-Dokument (410.0 kB)
    Dokument: Camino

  • Optimierungsvorschläge und Empfehlungen von Systemblick

    PDF-Dokument (135.1 kB)
    Dokument: Systemblick

  • Schlussfolgerungen und Empfehlungen

    der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention Camino

    PDF-Dokument (121.6 kB)
    Dokument: Camino

Depressiver kleiner Junge

Gewaltprävention an Schulen

Konflikte lassen sich auch an Schulen nicht vermeiden - aber deren Lösung ohne Gewalt muss das Ziel sein. Viele Initiativen, Projekte und Programme zum sozialen Lernen helfen, das Schulklima zu verbessern und die Kompetenz im Umgang mit Krisensituationen zu stärken. Weitere Informationen

Eine Gruppe von Freunden in der Schule nutzt Smartphones

Gewalt und Notfälle an Schulen

Auch Schulen bleiben nicht von Gewalt, Notfällen und krisenhaften Entwicklungen verschont. Wird der Schulalltag durch Mobbing, körperliche Gewalt, Beleidigungen, Notfälle und Krisen belastet, besteht dringender Handlungsbedarf. Unsere Schulen müssen auf solche Situationen gut vorbereitet sein. Weitere Informationen

Mobbing in der Schule

Infromationen für Eltern

Auf dieser Seite finden Eltern wichtige Fragen und Antworten bei Gewaltvorfällen an Schulen. Weitere Informationen

Berlinkarte mit Bezirken

Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentren (SIBUZ)

In allen Berliner Beratungs- und Unterstützungszentren steht Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem Schulpersonal ein Team von Fachkräften der Schulpsychologie und der Pädagogik zur Verfügung. Weitere Informationen

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie