Gymnasium

Oberschüler lesen im Unterricht
Bild: SenBJW

Wer auf das Gymasium geht, kann nach 12 Schuljahren das Abitur erwerben und hat damit die Berechtigung, an einer Universität oder Hochschule zu studieren.

Viele Gymnasien haben pädagogische Schwerpunkte, z. B. in naturwissenschaftlicher, musischer, sportlicher und sprachlicher Hinsicht. Den Schülerinnen und Schülern stehen vielfältige Wahlmöglichkeiten offen um die Schullaufbahn ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend zu planen.

Auf Kurs zum Abitur

Kurse wählen, Prüfungsfächer festlegen, Punkte sammeln – der Weg durch die gymnasiale Oberstufe scheint angesichts des großen Fächerangebots und der vielen möglichen Prüfungsfachkombinationen auf den ersten Blick schwierig zu sein.

Für Sie bietet sich aber die Möglichkeit, die letzte Zeit bis zum Abitur entsprechend Ihren eigenen Stärken und Interessen individuell zu gestalten und Schwerpunkte mit Blick auf einen Studien- oder Berufswunsch zu setzen.

Der Wegweiser für die gymnasiale Oberstufe 2017/2018 bietet Wissenswertes zur Einführungs- und zur Qualifikationsphase, zur Fächerwahl und zur Abiturprüfung.

Die Checkliste unterstützt Sie bei der Wahl Ihrer Kurse und Prüfungsfächer in der gymnasialen Oberstufe.

Die Versetzung am Gymnasium

Schülerin Oberstufe
Bild: SenBJW

Am Gymnasium ist die Versetzung in die nächsthöhere Klasse von den Leistungen der Schüler abhängig. Wer höchstens einmal die Note 5 und in allen anderen Fächern mindestens die Note 4 hat, wird versetzt.

Hat ein Schüler entweder zweimal die Note 5 oder einmal die Note 6, muss er für die Versetzung einen Ausgleich nachweisen. Ausgeschlossen ist die Versetzung bei drei Noten 5, zwei Noten 6 oder der Notenkombination zweimal 5 und einmal 6.

Zwei Noten 5 müssen mit zwei Noten in anderen Fächern, die mindestens 3 sind, ausgeglichen werden. Für den Ausgleich einer Note 6 braucht man eine Note 2 in einem anderen Fach.

Wenn einer der Leistungsausfälle in einem Kernfach vorliegt, muss der Ausgleich auch in einem Kernfach erbracht werden. Kernfächer sind Deutsch, Mathematik und die 1. und 2. Fremdsprache, im altsprachlichen Bildungsgang auch die 3. Fremdsprache. Bei zwei Noten 5 oder einer Note 6 in den Kernfächern ist ein Ausgleich nicht möglich.

Wenn die Versetzung gefährdet ist

Jeder Schüler und jede Schülerin soll nach Möglichkeit den eingeschlagenen Bildungsweg erfolgreich beenden und den angestrebten Schulabschluss erreichen.

Wenn sich im Lauf des Schuljahres, z. B. anhand des Halbjahreszeugnisses herausstellt, dass die Versetzung gefährdet ist, wird die Schule eine individuelle Förderung festlegen, um eine Versetzung zu erreichen. Dazu ist sie nach § 59 Abs. 2 des Schulgesetzes verpflichtet. Es geht dabei nicht darum, den Schüler nur zu ermahnen, sich mehr anzustrengen, sondern für ihn einen koordinierten Förderplan zu erstellen.

Förderplan
Jede unterrichtende Lehrkraft muss hierfür zunächst die Leistungsrückstände des Schülers konkret beschreiben und eine Diagnose der Ursachen erstellen. Dann werden hieraus individuelle Fördermaßnahmen abgeleitet, die mit den Lehrkräften der Klasse koordiniert und in einem Förder- und Bildungsplan zusammengefasst werden.

Dieser Plan wird von der Klassenlehrerin mit dem Schüler und seinen Eltern besprochen. Eine Zielvereinbarung, die vom Klassenlehrer, den Eltern und dem Schüler unterschrieben wird, soll dokumentieren, welche Anstrengungen der Schüler leisten muss, um das Klassenziel zu erreichen und wie er von den seinen Eltern und seinen Lehrkräften unterstützt wird.

Damit dieser Prozess in allen Fällen erfolgreich durchlaufen werden kann, wird den Schulen zur Unterstützung ein Leitfaden sowie Formulare für die Diagnose, den Förderplan und die Zielvereinbarung zur Verfügung gestellt.

Wochenstundentafel

Wieviele Wochenstunden Sie je Unterrichtsfach und Klassenstufe auf dem Gymnasium haben, können Sie In der Wochenstundentafel für Gymnasien (Klasse 7 bis 10) ersehen. Für den altsprachlichen Bildungsgang an Gymnasien (Klasse 5 bis 10) gilt eine andere Wochenstundentafel.