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Die Wege in den Erzieherberuf

Drei Kinder spielen im Sandkasten einer Kita

Als Erzieherinnen und Erzieher sind Sie neben den Eltern an der Bildung und Erziehung der Kinder beteiligt. Lernprozesse vollziehen sich während des gesamten Kita-Alltags, denn Kinder lernen spielend, sind neugierig und stellen viele Fragen. Sie begleiten die Kinder bei ihren individuellen Lern- und Entwicklungsschritten und gestalten das Lernumfeld.

Der Erzieherberuf basiert auf einer qualifizierten und umfassenden Ausbildung. Fundiertes Wissen in den Bereichen der Pädagogik und Psychologie sind die Grundlagen für die Ausbildung und bilden die für den Beruf benötigten Kompetenzen. Wer sich für den Erzieherberuf interessiert und an der Arbeit mit Kindern Freude hat, trifft mit dem Beruf die richtige Wahl.

Einsatzmöglichkeiten neben Kitas

Als Erzieherin oder Erzieher können Sie natürlich nicht nur in einer Kita arbeiten, sondern Sie werden auch in den Schulen, der Jugendsozialarbeit, den Jugendfreizeitstätten oder im Rahmen der Hilfen zur Erziehung als Fachkraft gebraucht.

  • Erzieher/-in werden in Berlin - Beruf mit Zukunft und Verantwortung

    Diese Broschüre informiert Sie über die Arbeitsfelder von ausgebildeten Erzieher/-innen, die Wege in den Beruf, den Berufseinstieg und die weiteren Perspektiven.

    PDF-Dokument (1.3 MB)

  • Schlaumacher gesucht!

    Ein Netz von 15 Bildungsberatungsstellen bietet Ihnen Unterstützung und Beratung zu individuellen Möglichkeiten in den Beruf. Alle Anlaufstellen finden Sie in dem Flyer ‘Schlaumacher gesucht!’.

    PDF-Dokument (280.5 kB)

Voraussetzungen für die Erzieherausbildung

Sie haben sich entschlossen eine Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin zu beginnen? Die Ausbildung erfolgt an Fachschulen für Sozialpädagogik und dauert 3 Jahre. Es gibt die Möglichkeit der Vollzeitausbildung oder der berufsbegleitenden Teilzeitausbildung.

Die Vollzeitausbildung wird als rhythmisiertes dreijähriges Vollzeitstudium angeboten, bei dem sich fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungsteile (integrierte Praxisphasen) abwechseln. Das dreijährige berufsbegleitende Teilzeitstudium erfolgt im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses begleitet durch eine Fachschule.

Voraussetzungen für die Ausbildung sind entweder der Mittlere Schulabschluss, die Hochschulreife oder die Fachhochschulreife, sowie abhängig vom Abschluss bereits erste Arbeitserfahrungen.

Das müssen Sie mitbringen:

  • Fachhochschulreife (Fachabitur) im Fachbereich Sozialwesen oder
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) bzw. Fachhochschulreife mit einer für die Ausbildung förderlichen Tätigkeit von mindestens acht Wochen oder
  • Mittlerer Schulabschluss (MSA) und berufliche Vorbildung wie
    • Abschluss einer Berufsausbildung im sozialpädagogischen/sozialpflegerischen Bereich oder
    • Berufstätigkeit im sozialpädagogischen/sozialpflegerischen von mindestens drei Jahren oder
    • Abschluss einer Berufsausbildung in einem anderen Bereich von mindestens drei Jahren oder
    • Berufstätigkeit in einem anderen Bereich von mindestens vier Jahren

Ausbildung

Die Vollzeitausbildung

Die klassische Vollzeitausbildung erfolgt ganztägig an einer Fachschule für Sozialpädagogik und dauert drei Jahre. In die Ausbildung sind drei Praktika integriert, im ersten und zweiten Ausbildungsjahr mit einem Umfang von je 12 Wochen, im dritten Jahr mit 20 Wochen.
Der Bildungsgang ist nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) förderfähig.

Die berufsbegleitende Teilzeitausbildung

Die 3-jährige berufsbegleitende Teilzeitausbildung findet in einem engen Theorie-Praxisverbund statt. Sie setzt eine mindestens halbtags ausgeübte erzieherische Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung und das Einverständnis des Arbeitgebers voraus. Parallel zu dieser Tätigkeit erfolgt die Theorievermittlung durch den Besuch einer Fachschule für Sozialpädagogik an zwei Tagen in der Woche.

Der Beruf der Erzieherin/des Erziehers ist bundesweit geregelt und generalistisch ausgerichtet. D.h., eine Erzieherin und ein Erzieher nehmen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufgaben für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter bis 27 Jahre in ganz verschiedenen Arbeitsfeldern wahr. Um darauf vorbereitet zu sein, absolvieren ab dem Schuljahr 2019/2020 die Personen in berufsbegleitender Ausbildung zusätzlich zur fachpraktischen Tätigkeit 200 Stunden in einem zweiten sozialpädagogischen Tätigkeitsfeld. Dies erfolgt im Rahmen des regulären Unterrichts „in anderen Lernformen“ (als Teil des sog. Profilunterrichts – geregelt in § 28 Abs. 3 der Sozialpädagogikverordnung – SozPädVO vom 13. Juni 2016).

Dabei muss das zweite sozialpädagogische Tätigkeitsfeld von dem Arbeitsgebiet der Einrichtung, in welchem die Studierenden während der Teilzeitausbildung regulär beschäftigt sind, klar abgegrenzt sein. Es gilt die nachfolgende Aufteilung der sozialpädagogischen Tätigkeitsfelder:

  • Tageseinrichtungen für Kinder (Förderung von Kindern ab 0 Jahren bis zum schulpflichtigen Alter)
  • Schulischer Bereich (Ergänzende Förderung und Betreuung an Ganztagsschulen „eFöB“)
  • Hilfen zur Erziehung (z. B. Heimerziehung nach § 34 SGB VIII)
  • Eingliederungshilfe
  • Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Mit dieser Regelung erfolgt der Einsatz während des Teilzeitstudiums somit in mindestens zwei Arbeitsfeldern. Dies sichert auch, dass der Abschluss bundesweit anerkannt ist.

Die Facharbeit

Die Ausbildung wird mit dem Verfassen einer Facharbeit (bzw. eines Erfahrungsberichts in der Teilzeitausbildung) sowie schriftlichen und mündlichen Prüfungen abgeschlossen. Hinweise zum Verfassen der Facharbeit finden Sie hier:

  • Leitfaden zur Erstellung einer Facharbeit

    Fachrichtung Sozialpädagogik

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Bachelor professional in Sozialwesen

Mit dem Kultusministerkonferenzbeschluss „Rahmenvereinbarung Fachschulen“ vom 10. September 2020 ist unter anderem für den Abschluss „Staatlich geprüfte/r Erzieher/-in“ die neue Bezeichnung “Bachelor professional in Sozialwesen” als Zusatztitel eingeführt worden.
Dieser Zusatztitel weist keinen akademischen Grad aus. Der Zusatztitel erscheint auf dem Abschlusszeugnis ab Februar 2021, welches durch die Fachschule ausgehändigt wird (Übergangsweise auch als Beiblatt). Der Zusatztitel wird nicht rückwirkend bescheinigt.
Hierbei handelt es sich um keine gesonderte bzw. erweiterte Berufsanerkennung, diese kann nicht bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mit dem Abschlusszeugnis beantragt werden.

Umschulung - finanziell geförderte Ausbildung zum Erzieher/Erzieherin

Wenn Sie arbeitslos oder arbeitssuchend gemeldet sind, können Sie eine dreijährige Ausbildung für den Erzieherberuf absolvieren. Diese Ausbildung wird in den ersten beiden Jahren vom Jobcenter oder von der Arbeitsagentur im Rahmen einer Umschulung gefördert.

Im dritten Ausbildungsjahr haben Sie einen Vollzeit-Arbeitsvertrag mit dem Ausbildungsträger und verdienen monatlich mindestens 1900 Euro brutto. Wenn Sie Interesse haben, gehen Sie bitte so vor:
  • Wenden Sie sich bitte an Ihr Jobcenter oder Ihre Arbeitsagentur und lassen die Voraussetzungen für eine Umschulungsförderung prüfen.
  • Wenn die Voraussetzungen vorliegen, suchen Sie sich einen Praxisplatz in einer Kindertages- oder Jugendhilfeeinrichtung und vereinbaren ein Arbeitsverhältnis vor Aufnahme der Ausbildung. Der Arbeitsvertrag ist Voraussetzung für die Umschulungsförderung.
  • Danach erhalten Sie als Bestätigung einen Bildungsgutschein von Ihrem Jobcenter bzw. Ihrer Arbeitsagentur.

Weitere Informationen zur Umschulungsförderung erhalten Sie bei Ihrem Jobcenter bzw. Ihrer Arbeitsagentur. Fragen zum Erzieherberuf beantworten Ihnen gern die Beratungsstellen, die Sie in unserem Faltblatt “Schlaumacher gesucht!” finden.

  • Flyer - Schlaumacher gesucht

    PDF-Dokument (280.5 kB)

Staatliche Fachschulen für Sozialpädagogik

  • Übersicht aller Fachschulen für die Ausbildung von Erzieher/-innen

    einschließlich Fachschulen in freier Trägerschaft

    PDF-Dokument (243.5 kB) - Stand: Mai 2021

Nichtschülerprüfung

Wenn Sie über langjährige Erfahrung im pädagogischen Bereich und über fundierte Fachkenntnisse verfügen, ermöglicht Ihnen die Nichtschülerprüfung den Abschluss als Erzieherin oder Erzieher. Für die Zulassung zur Nichtschülerprüfung gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die Aufnahme der regulären fachschulischen Ausbildung. Es handelt sich hierbei um eine externe Prüfung, nicht um eine Ausbildung.

Für weitere Informationen und den Antrag zur Nichtschülerprüfung 2021 wenden Sie sich bitte an die Prüfungsvorsitzende der Nichtschülerprüfung im Land Berlin Frau Matlik (Jane-Addams-Schule).

Tel. +49 30 420276340
Fax: +49 30 420276321
matlik@osz-soz.de

  • Zulassungsantrag Nichtschülerprüfung

    Antragstellung vom 22. Februar bis 15. März 2022

    PDF-Dokument (263.1 kB) - Stand: November 2021

  • Ablaufplan der Nichtschülerprüfung für Erzieherinnen und Erzieher

    Antragstellung *vom 22. Februar bis 15. März 2022 *

    PDF-Dokument (134.6 kB) - Stand: November 2021

  • Allgemeine Hinweise zur zentralen schriftlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung an Fachschulen für Sozialpädagogik

    gültig ab 2. Schulhalbjahr 2020/2021

    PDF-Dokument (587.4 kB) - Stand: Januar 2021

  • Prüfungsschwerpunkte zur zentralen schriftlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung an Fachschulen für Sozialpädagogik

    Schuljahr 2021/2022
    1. Prüfungstermin (November 2021)

    PDF-Dokument (461.8 kB)

  • Mündliche Prüfungsbereiche

    Informationen zu den mündlichen Prüfungen für Nichtschülerinnen und Nichtschüler entsprechend SozpädVO vom 13. Juni 2016

    PDF-Dokument (184.4 kB) - Stand: Januar 2021

Quereinstieg in den Erzieherberuf

Wenn Sie bereits einen Beruf einer verwandten Berufsgruppe ausüben, besitzen Sie unter Umständen aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung und Fortbildungen hinreichende pädagogische Fachkenntnisse und können unter Fortbildungsauflagen auch als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger bei einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt werden.