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Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

Kind setzt ein Teil in ein Holzpuzzle ein
Bild: SenBJW

Kinder, Jugendliche und junge Menschen, die eine Behinderung haben oder von einer Behinderung bedroht sind, haben Anspruch auf Eingliederungshilfe.

Die Hilfegewährung erfolgt je nach Art der Behinderung nach zwei unterschiedlichen Leistungsgesetzen.

Für Kinder, Jugendliche und junge Menschen mit einer (drohenden) seelischen Behinderung wird die Eingliederungshilfe gemäß § 35 a SGB VIII geleistet:

  • Hilfen in ambulanter Form, zumeist therapeutische Leistungen
  • Hilfen in teilstationärer Form in Tageseinrichtungen oder in geeigneten Pflegefamilien
  • Stationäre Hilfen in Einrichtungen über Tag und Nacht oder bei Pflegepersonen

Für Kinder, Jugendliche und junge Menschen mit einer (drohenden) körperlichen, geistigen Behinderung oder Sinnesbeeinträchtigung (dazu gehören in erster Linie Hör- und Sehbehinderungen) wird die Eingliederungshilfe nach dem SGB IX gewährt.

Folgende Leistungen können erbracht werden:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung und
  • Leistungen zur sozialen Teilhabe
  • unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen

Beantragung

Eingliederungshilfen für Kinder, Jugendliche und junge Menschen mit (drohender) Behinderung beantragen Sie beim zuständigen Jugendamt Ihres Bezirkes. Das Jugendamt klärt mit den Beteiligten im Rahmen der Hilfeplanung oder der Bedarfsermittlung, welche Hilfe im Einzelfall erforderlich und bedarfsgerecht ist. Im Beratungsgespräch erfahren Sie, welche Unterlagen von Ihnen benötigt werden.

Für Kinder, Jugendliche und junge Menschen mit Behinderungen wurde in allen Berliner Jugendämtern ein „Teilhabefachdienst Jugend“ eingerichtet.

Teilhabefachdienst Jugend im Bezirk

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) unterstützt und berät Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch deren Angehörige unentgeltlich bundesweit zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe. Hier finden Sie die entsprechenden Beratungsangebote.

Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Berlin

Der veröffentlichte Abschlussbericht zum Projekt zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Berlin beschließt formell das Projektende in der Berliner Verwaltung. Die Umsetzung wird nun im Rahmen der regulären Verwaltungsarbeit mit den betroffenen Akteuren weitergeführt. Schwerpunkte sind unter anderem die Einrichtung der Häuser der Teilhabe in den Bezirken, die Einführung des Teilhabeinstrumentes Berlin und des neuen Gesamtplanverfahrens.

Weitere Informationen zum Abschlussbericht finden Sie hier.