Corona-Informationen

Die Schulen sind bis zu den Ferien im pandemiebedingten Regelbetrieb mit vollständigen Lerngruppen. Die Präsenzpflicht bleibt aufgehoben, es besteht weiterhin eine Testpflicht für die Schulgemeinschaft.

Die Kitas und Einrichtungen der Kindertagespflege sind für alle Familien und Kinder geöffnet, spätestens ab dem 21. Juni gilt der Regelbetrieb.

Hotline zum Schulbetrieb (bis 13 Uhr) +49 30 90227-6000 | Hotline zum Kitabetrieb (bis 13 Uhr) +49 30 90227-6600

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Das Netzwerk Kinderschutz

Kind sitzt weinend auf den Boden
Bild: shutterstock/anek.soowannaphoom

Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung kann nur in gemeinsamer Verantwortung getragen werden. Voraussetzung ist die Kooperation aller am Hilfeprozess Beteiligten. Sie gelingt nur, wenn die vorgegebenen fachlichen Standards eingehalten werden, die jeweiligen Aufgaben klar definiert und verbindliche Zuständigkeiten eindeutig geregelt sind.

Mit dem „Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz“ hat das Land Berlin die Verantwortung des Staates für den Schutz junger Menschen vor Vernachlässigung, Misshandlung, sexuellem Missbrauch und häuslicher Gewalt ausdrücklich hervorgehoben und wichtige Schritte dazu eingeleitet, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Mit dem Kinderschutzgesetz wurde das Netzwerk Kinderschutz auf eine gesetzliche Grundlage gestellt sowie ein verbindliches Einladungswesen geschaffen. Berlin setzt auf Bildung und Prävention. Dabei tragen Frühe Hilfen maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.

Durch die Bundesinitiative FRÜHE HILFEN/Familienhebammen wird das Netzwerk für den Kinderschutz zu einem „Netzwerk Kinderschutz/Frühe Hilfen“ unter Einbezug des Gesundheits- und Bildungsbereichs erweitert.

Zur Sicherstellung des Netzwerks Kinderschutz/Frühe Hilfen und der psychosozialen Versorgung von Familien von Beginn der Schwangerschaft an und während der ersten Lebensjahre des Kindes wurde von der Bundesregierung ein dauerhafter Fonds eingerichtet werden.

Enge und frühzeitige Kooperation

Aufbauend auf das vorhandene Hilfe- und Angebotssystem soll durch Prävention und zielgenaue Hilfen sowie durch enge und frühzeitige Kooperation der verschiedenen beteiligten Institutionen die Effektivität des Kinderschutzes verbessert werden. Hierfür ist eine fachliche Zusammenarbeit der niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen, Hebammen/ Entbindungspfleger, Kinderärzte, Geburtskliniken, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienste, der Jugendämter, der Kindertagesbetreuung, Schulen, unter anderem bis hin zum Familiengericht und der Polizei erforderlich.

In allen Berliner Bezirken gibt es eine Stelle für die Netzwerkkoordination. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, die Zusammenarbeit und die Abstimmung der Verfahrensweisen zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen zu koordinieren.

Kinderschutzambulanzen

Die sechs regionalen Kinderschutzambulanzen stärken den medizinischen Kinderschutz und tragen damit zu einer weiteren Verbesserung des Kinderschutzsystems bei.

Ihre Aufgabe ist, mitunter durch Vermittlung von Fachkräften der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, akute und chronische Formen von körperlicher oder seelischer Misshandlung beziehungsweise Vernachlässigung sowie sexualisierter Gewalt gegen Kinder zu untersuchen.

Leitfäden Kinderschutz

Wie Schulen und die bezirklichen Jugendämter bestmöglich zusammenarbeiten

Kinderschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Jugendhilfe, wenn auch mit unterschiedlichen Rollen, Aufträgen und Zugängen zu jungen Menschen und ihren Familien. Der Handlungsleitfaden soll Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und anderen Fachkräften, die an Berliner Schulen arbeiten, Handlungssicherheit und Orientierung beim Erkennen „gewichtiger Anhaltspunkte“ für eine Kindeswohlgefährdung und bei der Zusammenarbeit mit den bezirklichen Jugendämtern vermitteln und die verbindlichen Verfahrensregelungen beschreiben.

Wie Berliner Einrichtungen für geflüchtete Menschen gezielt handeln können

Der Leitfaden umfasst ein für ganz Berlin einheitliches Kinderschutzverfahren in Einrichtungen für geflüchtete Menschen und zusätzlich eine Darstellung von Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung sowie umfangreiche Informationen zum Netzwerk Kinderschutz.