Anerkennung der Berliner Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife berechtigt zu einem Studium an einer Fachhochschule. Wer die gymnasiale Oberstufe, ein Kolleg oder ein Abendgymnasium ohne bestandene Abiturprüfung vorzeitig verlassen hat, kann seine Leistungen für die Fachhochschulreife einbringen. Das gilt auch für Absolventen der Nichtschülerprüfung Abitur.

Schulischer Teil

Der schulische Teil kann nach Besuch von zwei Kurshalbjahren der gymnasialen Oberstufe, an einem Kolleg, an einem Abendgymnasium oder durch das Absolvieren einer Nichtschülerprüfung erworben werden.

Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe vor Abschluss des Bildungsganges verlassen oder die Abiturprüfung endgültig nicht bestanden haben, erhalten ein Abgangszeugnis. Zusätzlich zum Abgangszeugnis kann der Schüler die Bescheinigung über den erbrachten schulischen Teil der Fachhochschulreife erhalten, wenn mit den Leistungen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Rückwirkende Anerkennung

Für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe besteht auch nachträglich die Möglichkeit, sich den schulischen Teil der Fachhochschulreife anerkennen zu lassen.

Diese Regelung gilt rückwirkend frühestens ab Ende des Schuljahres 1997/1998. Die Bescheinigung wird von der ehemaligen Schule ausgestellt oder wenn diese nicht mehr besteht, von der regionalen Schulaufsicht. Für Schülerinnen und Schüler eines Kollegs oder eines Abendgymnasiums ist die Bescheinigung des schulischen Teils der Fachhochschulreife erst nach dem 31. Januar 2004 möglich.

Berufsbezogener Teil

Für alle Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2012/2013 oder später in die Qualifikationsphase eingetreten sind und für alle Absolventen der Nichtschülerprüfung ab 2014 gelten die hier aufgeführten Regelungen.

Für davor liegende Zeiträume des Erwerbs des schulischen Teils der Fachhochschulreife gelten die zu dem entsprechenden Zeitpunkt gültigen Vorschriften.

Der berufsbezogene Teil kann in Form

  • eines mindestens einjährigen Vollzeitpraktikums oder
  • einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder
  • eines freiwillig abgeleisteten sozialen oder ökologischen Jahres oder
  • durch den Wehrdienst oder Zivildienst bzw. Bundesfreiwilligendienst

erbracht werden.

Bitte beachten Sie:

  • Abgeleistete Dienste von unter einem Jahr können auf die Dauer des einjährigen Praktikums angerechnet werden.
  • Eine mindestens einjährige kontinuierliche Teilnahme an einer Berufsausbildung ist dem einjährigen Praktikum gleichgestellt.
  • Die bisherige Regelung, die Fachhochschulreife durch eine dreijährige Berufstätigkeit zu erwerben, gilt nicht mehr.
  • Bei Fragen zum Thema Mindestlohn können Sie sich an die Mindestlohn-Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden: Tel. (030) 60280028.
  • Für arbeitsrechtliche Fragen (z.B. Urlaub, Entgeltfortzahlung) steht ihnen das Bürgertelefon zum Arbeitsrecht Tel. (030) 221 911 004 zur Verfügung.

Erforderliche Unterlagen

Antrag auf Zuerkennung der Fachhochschulreife (online ausfüllbar)

Bitte reichen Sie die vollständigen Unterlagen persönlich bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zu den angegeben Sprechzeiten in Raum 1A01 ein.

PDF-Dokument

Hinweise zur Erlangung der Fachhochschulreife

PDF-Dokument (72.0 kB)

Praktikumsvertrag zum Erwerb des berufsbezogenen Teils der Fachhochschulreife

Bitte beachten Sie: Erst nach dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife darf mit dem Praktikum begonnen werden.

PDF-Dokument (44.1 kB)

Praktikumsberichtsheft zum Erwerb des berufsbezogenen Teils der Fachhochschulreife (online ausfüllbar)

PDF-Dokument (289.0 kB)

Praktikumsbescheinigung zum Erwerb des berufsbezogenen Teils der Fachhochschulreife

PDF-Dokument (19.7 kB)

Keine Sprechstunde vom 26.9. bis 2.10.2019

Aus organisatorischen Gründen fallen alle Sprechstunden zur Zuerkennung der
FACHHOCHSCHULREIFE vom 26.09.2019 bis 02.10.2019 aus.

Persönliche Sprechzeiten

Persönliche Sprechzeiten zur Anerkennung der Fachhochschulreife finden in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Raum 1A01 statt.

  • Dienstag
    9 – 12 Uhr
  • Donnerstag
    15 – 18 Uhr
    (in den Ferien bis 17 Uhr)

Vorläufigkeitsbescheinigungen
für Bewerbungszwecke können während der persönlichen Sprechstunden gegen Vorlage des Abgangszeugnisses aus der gymnasialen Oberstufe, der Bescheinigung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife, des Praktikumsvertrages oder der vorläufigen Bestätigung der bestandenen Abschlussprüfung einer Berufsausbildung ausgestellt werden.

Telefonische Sprechzeiten

Sie können sich telefonisch beraten lassen. Bitte beachten Sie, dass während der persönlichen Sprechzeiten keine telefonische Beratung stattfindet.

  • Montag: 10 – 11 Uhr
  • Mittwoch: 10 – 11 Uhr

Tel.: (030) 90227 – 6736