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Abschlüsse am Gymnasium nach der 9. und 10. Klasse

Schüler bei Klassenarbeit
Bild: SenBJW

Wer aufs Gymnasium geht, erreicht auf seinem Weg zum Abitur bereits einen weiteren Schulabschluss. Nach der 9. Klasse können die Voraussetzungen für die Berufsbildungsreife (BBR) erfüllt sein und nach der 10. Klasse wird durch entsprechende Leistungen der Mittlere Schulabschluss (MSA) erreicht. Ab dem Schuljahr 2014/15 nehmen die Schülerinnen an der gemeinsamen Prüfung für den MSA und die erweiterte BBR teil.

Der mittlere Schulabschluss (MSA)

Um den Mittleren Schulabschluss zu erreichen, müssen die Leistungen im letzten Jahrgang und die Noten der Prüfung stimmen.

Die Jahrgangsnoten

Für den MSA müssen grundsätzlich alle Jahrgangsnoten mindestens der Note 4 entsprechen. Insgesamt sind maximal drei Ausfallnoten möglich, die ausgeglichen werden müssen.

Dabei können folgende Szenarien eintreten:
  • zweimal die Note 5 ist als Leistungsausfall ohne Ausgleich zulässig
  • dreimal die Note 5 erfordert in zwei anderen Fächern mindestens eine Note 3 als Ausgleich
    • liegt in einem der Kernfächer (Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache) eine Note 5 zu, muss der Ausgleich auch aus einem Kernfach kommen.
  • eine Note 6 erfordert in zwei Fächern eine Note 2 ein Ausgleich
    • eine Note 6 darf nicht in einem Kernfach (Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache) auftreten
    • bei einer Note 6 ist nur eine weitere Note 5 zulässig
Nicht bestanden ist der Jahrgangsteil bei
  • Note 6 im Kernfach
  • zweimal Note 6
  • zweimal Note 5 in den Kernfächern
  • bei fehlendem Ausgleich
  • wenn mehr als drei der oben beschriebenen Szenarien auf einmal eintreffen

Wer den Jahrgangsteil nicht bestanden hat, kann für diesen Teil eine Nachprüfung ablegen. Die Nachprüfung ist nur in einem Fach (außer Sport) möglich und das Ziel muss durch Verbesserung einer Leistung um eine Notenstufe erreichbar sein.

Die Prüfungsnoten

Die Prüfung findet in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und der 1. Fremdsprache statt. Außerdem müssen die Schüler eine Präsentationsprüfung in einem weiteren Fach ablegen.

Bei den Prüfungsnoten müssen die Schüler mindestens eine Note 4 erreichen, um zu bestehen. Eine einzige Note 5 kann ausgeglichen werden, wenn in einem anderen Prüfungsfach mindestens eine Note 3 erzielt wird.

Wer den Prüfungsteil nicht besteht, hat im Anschluss die Möglichkeit, mit einer zusätzlichen mündlichen Prüfung die schriftliche Leistung zu verbessern.

Der Übergang in die gymnasiale Oberstufe

Für den Weg zum Abitur, also den Übergang in die gymnasiale Oberstufe, ist das Erreichen des MSA zwingende Voraussetzung. Dabei müssen grundsätzlich alle Jahrgangsnoten mindestens der Note 4 entsprechen. Insgesamt sind maximal zwei Ausfallnoten möglich, die ausgeglichen werden müssen.

Dabei können folgende Szenarien eintreten:
  • eine Note 5 ist als Leistungsausfall ohne Ausgleich zulässig
  • zweimal die Note 5 erfordert in zwei anderen Fächern mindestens eine Note 3 als Ausgleich
    • liegt in einem der Kernfächer (Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache) eine Note 5 vor, muss der Ausgleich auch aus einem Kernfach kommen
  • eine Note 6 erfordert in zwei Fächern eine Note 2 ein Ausgleich
    • eine Note 6 darf nicht in einem Kernfach (Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache) auftreten
    • bei einer Note 6 ist keine weitere Note 5 zulässig
Der Übergang in die gymnasiale Oberstufe ist nicht möglich, wenn
  • Note 6 im Kernfach
  • zweimal Note 6
  • zweimal Note 5 in den Kernfächern
  • bei fehlendem Ausgleich
  • wenn zwei der beschriebenen Szenarien auf einmal eintreffen

Die Berufsbildungsreife (BBR)

Wer am Gymnasium in die 10. Klasse versetzt wird, erfüllt damit auch die Voraussetzungen für die Berufsbildungsreife.