Pilotprojekt Schulgesundheitsfachkräfte an Berliner Schulen

Freudiger Lehrer gibt jungem Schüler im Klassenraum High-Five

Mit dem Pilotprojekt „Schulgesundheitsfachkräfte“ wird die grundlegende Zielsetzung verfolgt, das Lernen aller Schülerinnen und Schüler – insbesondere derer mit gesundheitlichen Versorgungsbedarf – zu verbessern und damit ihren Bildungserfolg zu unterstützen.

Das dreijährige Pilotprojekt „Schulgesundheitsfachkräfte“ an Berliner Schulen findet in Kooperation der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege satt.

Was bedeutet das konkret?

Mit dem Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften verbessert sich die gesundheitliche Versorgung aller Schülerinnen und Schülern. Leichte Verletzungen, Kopf- oder Bauchschmerzen werden behandelt, auch manch ein Kummer kann durch ein mehr oder weniger symbolisches Pflaster oder ein wärmendes Kirschkernkissen Heilung erfahren. Kinder mit chronischen Erkrankungen können medizinisch fachgerecht versorgt werden, es gibt Anleitung und Schulungen zu guter gesunder Ernährung und weitere wichtige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention. Auch das schulische Personal kann zu gesundheitlichen Fragen beraten werden. Die Bandbreite der Tätigkeiten von Schulgesundheitsfachkräften ist groß.

Grundsätzlich übernehmen Schulgesundheitsfachkräfte zwei wesentliche Aufgabenbereiche:

Fachgerechte gesundheitliche Versorgung

Zur fachgerechten gesundheitlichen Versorgung gehören u.a. die Akutversorgung bei erkrankten und verletzten Personen auf dem Schulgelände, die Versorgung von Schülerinnen und Schülern mit speziellen gesundheitlichen Bedarfen nach einem individuell entwickelten Behandlungsplan, die Übernahme von Maßnahmen medizinischer Pflege und Hilfe (Behandlungspflege), die punktuelle Übernahme von Maßnahmen der ergänzenden Pflege im Sinne von Grundpflege, die Information, Beratung und Schulung der Schulleitung, Lehrkräfte und Betreuungspersonen zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit speziellen gesundheitlichen Bedarfen sowie die Pflegedokumentation.

Gesundheitsförderung und Prävention

Zum Bereich der Gesundheitsförderung und -prävention gehören u.a. die Förderung der Gesundheitskompetenz bei Schülerinnen und Schülern durch Planung und Umsetzung gesundheitlicher und präventiver Maßnahmen, die Unterstützung bei der Implementierung von Projekten und Programmen zur Gesundheitsförderung, die Beratung zum Umgang mit gesundheitsbezogenen Themen in Sinne der Salutogenese. Schulgesundheitsfachkräfte sind auch Ansprech- und Vertrauensperson für Schülerinnen und Schüler zu gesundheitsbezogenen Fragen. Sie bieten regelmäßige Sprechstunden, Information, Beratung und Schulung der Schulleitung, Lehrkräfte und Betreuungspersonen sowie Eltern zu gesundheitsbezogenen Themen an.

Am Pilotprojekt nehmen 10 Grundschulen aus dem Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ teil, die sich im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahren beworben haben. Um die umfängliche gesundheitliche Versorgung von Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, sind die Schulgesundheitsfachkräfte dem bezirklichen Gesundheitsamt zugeordnet.

Kinder beim Schulmittagessen

Landesprogramm für die „Gute gesunde Schule“

Das Landesprogramm für die gute gesunde Schule stellt den teilnehmenden Schulen mit Hilfe seiner Kooperationspartner Maßnahmen zur Förderung der schulischen Gesundheitsförderung kostenfrei zur Verfügung Weitere Informationen

Teilnehmende Schulen

  • Schule

    Bezirk

  • Hans-Rosenthal-Grundschule (11G32)

    Lichtenberg

  • Schule am Roederplatz (11G02)

    Lichtenberg

  • Matibi-Grundschule (11G29)

    Lichtenberg

  • Schule am Wilhelmsberg (11G18)

    Lichtenberg

  • Miriam-Makeba-Grundschule (01G47)

    Mitte

  • Brüder-Grimm-Grundschule (01G28)

    Mitte

  • Grundschule Wilhelmsruh (03G43)

    Mitte

  • Wilhelm-Hauff-Grundschule (01G29)

    Mitte

  • Annedore-Leber-Grundschule (07G30)

    Tempelhof-Schöneberg

  • Schule an der alten Feuerwache (09G07)

    Treptow-Köpenick