Häufig gestellte Fragen zum Praxissemester

Die Studierenden sind in der Regel von Anfang September bis Ende Januar an mindestens drei und höchstens vier Tagen pro Woche, für mindestens zwölf Zeitstunden wöchentlich an der Praktikumsschule präsent. An einem Tag (überwiegend freitags) und ggfs. an einem oder zwei Nachmittagen sind sie an der jeweiligen Universität, um an den begleitenden Seminaren teilzunehmen. Der genaue Umfang der Präsenz an den Schulen hängt auch von den Aufgaben und Bedingungen an der jeweiligen Praktikumsschule ab. Die Termine der Fachberatung teilen die Studierenden, die an dieser Form der Lernbegleitung teilnehmen, ihren Mentorinnen und Mentoren zu Beginn der Praxissemesters mit.

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Um zu gewährleisten, dass alle Studierenden für ihre jeweilige Fächerkombination einen betreuten Praktikumsplatz erhalten, haben die Universitäten und die Senatsbildungsverwaltung ein Verfahren zur Gewinnung und Verteilung der Praktikumsplätze vereinbart. Dieses wird stetig weiterentwickelt und derzeit sukzessive in ein Online-Portal überführt.

Auf Grundlage inzwischen bekannter Daten wie den Platzmeldungen der letzten Durchgänge sowie den Informationen zu Kooperationen und Mentor/-innen, die eine Mentoringqualifizierung absolviert haben, wird ein vorläufiger Verteilungsplan zur Deckung des Platzbedarfs an den staatlichen Schulen und Förderzentren erzeugt.
Diese vorläufige Verteilung für das jeweils kommende Praxissemester ist für die Schulen ab Anfang Februar im Praxissemester-Portal (https://lehramt-praxissemester.berlin) ersichtlich. Schulen haben anschließend die Möglichkeit, Erweiterungen ihrer Platzkapazität anzugeben oder – falls unumgänglich – Korrekturen an der Platzzuordnung anzumelden, indem sie im Praxissemester-Portal einen Einspruch anlegen.

Die staatlich anerkannten freien/privaten Schulen werden durch die Universitäten gebeten, auf freiwilliger Basis Plätze zu melden. Das Platzangebot wird Mitte März einer universitätsübergreifenden Koordinationsstelle der Universitäten übermittelt. Hier werden die Plätze auf die Universitäten verteilt. Den Studenten und Studentinnen werden die Praktikumsplätze und somit die Praktikumsschulen dann durch ihre Universität zugewiesen.

Mitte Mai werden die Schulen über das abschließende Ergebnis der Platzverteilung informiert und können auf dieser Grundlage die Betreuung der Studierenden (ab Sept.) planen.

Von diesem zentralen Verfahren abweichende Bewerbungen einzelner Studenten sind nicht möglich. Das heisst, Studierende können sich nicht direkt an Schulen bewerben und Schulen können keine bestimmten Studierenden anfordern. Über das Verfahren können sich die Studierenden im Detail bei den Zentren für Lehrkräftebildung bzw. Schools of Education ihrer Universität informieren.

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In diesem Fall muss durch die Senatsbildungsverwaltung nachgesteuert werden, denn jede oder jeder Studierende hat einen Anspruch auf einen Praktikumsplatz, der erfüllt werden muss. Es kann in jedem Jahrgang zu verspäteten Meldungen kommen.

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Ab Mitte Mai können die Schulen die für sie relevanten Informationen für das jeweils kommende Praxissemester im neuen Praxissemester-Portal einsehen. Die staatlichen Schulen und Förderzentren können auf dieser Grundlage den Einsatz der zwei Anrechnungsstunden pro Studierendem, den die Schule betreuen wird, planen. Auf Wunsch vieler Schulleitungen haben die Schulen im Rahmen der neuen Funktionen des Portals auch die Möglichkeit, die Studierenden zu kontaktieren. Zudem stehen im Portal wichtige Informationen wie der Praxissemester-Leitfaden, aktuelle Informationen zu den Mentoringqualifizierungen u. ä. zur Verfügung.

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Das gesamte Verfahren zur Gewinnung und Verteilung der Praxissemesterplätze wurde auf ein automatisches Verfahren umgestellt und in das Praxissemester-Portal (https://lehramt-praxissemester.berlin) überführt. Meldungen von zusätzlichen Plätzen sowie die Ansicht des Verteilungsergebnisses sind ausschließlich über das Portal möglich, so dass eine Registrierung im Portal und die anschließende Nutzung des Portals zwingend erforderlich sind.

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Sollten einer Schule keine Zugangsdaten vorliegen, kann mithilfe des Initialpassworts ein neues persönliches Passwort angelegt werden. Sofern Schulen das Schreiben mit dem Initialpasswort nicht (mehr) vorliegt, nutzen sie bitte die Möglichkeit im Portal, ein neues Initialpasswort anzufordern.
Der Schulleitung werden die neuen Zugangsdaten postalisch zugestellt. Es wird darum gebeten, die Zugangsdaten anschließend gut zu verwahren.

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Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie die Universitäten sind sehr bemüht, die Kooperationen zu berücksichtigen. Aufgrund der Komplexität des Platzvergabeverfahrens kann keine Garantie gegeben werden, dass alle Kooperationen berücksichtigt werden können. Dies hängt vom Bedarf (Kombinationen der Studierenden) ab. Die Kooperationsinformationen wirken allerdings als wichtiges Kriterium bei der automatischen Verteilung der Plätze auf die Schulen/Förderzentren.

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Alle Ausführungen beziehen sich auf die Lehramtsstudierenden der Berliner Universitäten. Weder erhalten staatliche Schulen in diesem Fall Anrechnungsstunden, noch entbindet es sie von der Verpflichtung, Plätze für Studierende im Rahmen des Berliner Praxissemesters zur Verfügung zu stellen.

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Die lehrkräftebildenden Universitäten Berlins bieten Mentorinnen und Mentoren der Studierenden spezifische Mentoringqualifizierungen für das Praxissemester an, da der Betreuung der Studierenden während des Praxissemesters eine besondere Bedeutung im Hinblick auf die intendierte Kompetenzentwicklung zukommt. Es wird empfohlen, dass Studierende an ihrer Praktikumsschule durch Lehrkräfte betreut werden, die die spezifische Mentoringqualifizierung der Universitäten absolviert haben (Stundenumfang 19,5 Std.).

Die Qualifizierungsangebote sind im September 2016 großflächig gestartet und werden weiter ausgebaut, um allen Lehrkräften eine Teilnahme zu ermöglichen. Während der ersten Durchläufe werden noch nicht alle betreuenden Lehrkräfte die spezifische Qualifizierung absolviert haben können. Sie werden Gelegenheit erhalten, an einer der zukünftigen Mentoringqualifizierungen teilzunehmen. Die Qualifizierungen werden in den kommenden Jahren regelmäßig angeboten.

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Die Qualifizierungen werden durch die lehrkräftebildenden Universitäten Berlins angeboten. Terminangaben und Anmeldungsmodalitäten finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten.

Die Universitäten erarbeiten derzeit eine Übersicht über die Mentoringqualifizierungen für das Praxissemester 2019/20, die rechtzeitig im Praxissemester-Portal und zum Beispiel unter www.berlin.de/sen/bildung/fachkraefte/lehrerausbildung/studium zur Verfügung stehen wird.

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Pro Studierendem, den die Schule im Rahmen des Praxissemesters betreut, erhalten staatliche Schulen/Förderzentren zwei Anrechnungsstunden für das ganze betreffende Schuljahr – unabhängig davon, ob die betreuenden Lehrkräfte bereits geschult sind. Die Schulleitungen bestimmen, wen sie für geeignet halten und können diese Lehrkraft zur Betreuung einsetzen. Diese Lehrkräfte sollten dann die nächste Möglichkeit zur Mentoringqualifizierung nutzen.

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Die betreuenden Lehrkräfte unterstützen die Studierenden zum Beispiel durch die Durchführung von Unterrichtsvor- und -nachbesprechungen für die angeleiteten Unterrichtsstunden, ermöglichen Unterrichtshospitationen und/oder stellen ihnen Explorations- und Übungsaufgaben zur Verfügung. Sie unterstützen die Studierenden organisatorisch bei der Durchführung ihrer Lernforschungsprojekte und sie führen zu Beginn und zum Ende des Praxissemesters je ein Orientierungsgespräch mit ihrem Mentee.

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Der Lernort Praktikumsschule hat im Praxissemester den wichtigsten Stellenwert, denn hier lernen die Studierenden durch Hospitationen, vorbereitende Gespräche und geleitet durch Erkundungsaufgaben des Universitätsseminars konkrete Lerngruppen kennen, für die Unterricht geplant, durchgeführt und reflektiert wird. Insgesamt 32 angeleitete Unterrichtsstunden müssen die Studierenden zumindest in Teilen vorbereiten, durchführen und auswerten.

In Abstimmung mit den Beteiligten ihrer Praktikumsschule entwickeln sie außerdem ein kleines Lernforschungsprojekt und wirken nach Möglichkeit bei außerschulischen Veranstaltungen (wie Konferenzen, Wandertagen, Elternabenden etc.) mit, um so den gesamten schulischen Alltag kennenzulernen und ihre eigenen Ressourcen und Entwicklungsperspektiven reflektieren zu können. Die Studierenden im Praxissemester nehmen ihre Aufgaben im schulischen Alltag immer in Anwesenheit einer Lehrkraft wahr.

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Das Lernforschungsprojekt ist ein neuer Bestandteil des Lehramtsstudiums, das der professionellen Entwicklung der Studierenden dient, indem diese Aspekte der Unterrichts- und/oder der Schulqualität theorie- und datengestützt zu analysieren lernen. Die inhaltliche Unterstützung wird durch die Universitätslehrenden geleistet.

Dies geschieht bereits in den auf das Praxissemester vorbereitenden Seminaren und während des Praxissemesters in den begleitenden Universitätsveranstaltungen. Weiterführende Informationen (zum Beispiel zum Bestätigungsverfahren durch die Schulleitungen) können dem diesbezüglichen Anschreiben an die Schulleitungen entnommen werden, das die Studierenden zu Beginn des Praxissemesters in ihrer Praktikumsschule vorlegen. Auf diesem Anschreiben finden Schulleitungen auch die Kontaktdaten der für das Lernforschungsprojekt zuständigen Modulverantwortlichen der Universität.

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Nein, die Studierenden wählen aus ihren zwei studierten sonderpädagogischen Fachrichtungen nur eine sonderpädagogische Fachrichtung bzw. einen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt aus, in der sie das Praxissemester absolvieren (in Kombination mit dem weiteren Fach/den weiteren Fächern, das/die sie studieren).

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Ja, in der Rahmenvereinbarung zwischen den Berliner Universitäten und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung über die Durchführung Schulpraktischer Studien in lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengängen an den Hochschulen des Landes Berlin und an den Berliner Schulen vom 04.11.2014 wurde festgelegt, dass bei Antritt des Praxissemesters ein Erweitertes Führungszeugnis der Studierenden in der Praktikumsschule vorliegen muss. Die Studierenden erhalten bei der Anmeldung zum Praxissemester an ihrer Universität ein entsprechendes Formular zur Vorlage bei der Meldebehörde.

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Die Rahmenvereinbarung und der Leitfaden stehen Ihnen beispielsweise unter
Lehrerausbildung als Download zur Verfügung.

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Fragen von Studierenden beantworten die Praktikumsbüros der Universität, an der sie immatrikuliert sind. Auch für die Schulleitungen sowie für die Mentorinnen und Mentoren sind die Praktikumsbüros Kontaktstellen, zum Beispiel in Hinblick auf organisatorische Fragen während des Praxissemesters.

Fragen zum Lernforschungsprojekt beantworten die Modulverantwortlichen für das Lernforschungsprojekt, deren Kontaktdaten dem diesbezüglichen Anschreiben an die Schulleitungen entnommen werden können, das die Studierenden zu Beginn des Praxissemesters in ihrer Praktikumsschule vorlegen.

Hilfestellung im Fall von technischen Problemen bei der Nutzung des Praxissemester-Portals leistet das „Service-Team Praxissemesterportal“: support@lehramt-praxissemester.berlin.

Mit Fragen zum Praktikumsplatzvergabeverfahren wenden sich Schulleitungen und Lehrkräfte staatlicher Schulen bitte per E-Mail an praktikum-schule@senbjf.berlin.de an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

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