Die Gartenarbeitsschulen (Schul-Umwelt-Zentren) bilden ein „Netz grüner Lernorte“ – und das schon seit über 100 Jahren. Die ersten wurden aus den reformpädagogischen Ansätzen der 1920er Jahren in Neukölln, Wilmersdorf, Schöneberg und Steglitz gegründet. Als festes Bildungsangebot sind sie seit 2016 im Schulgesetz verankert. Im Jahr 2024 haben in den insgesamt gut 25 Hektar großen Gärten ca. 234.000 Schülerinnen und Schüler sowie Kinder im Vorschulalter gepflanzt, geackert, geerntet und gekocht.
Im Unterricht, in Kursen, Workshops und Projekten beobachten Kinder und Jugendliche Insekten, forschen mit Keschern in Teichen, entdecken Bodentiere, lauschen Vogelstimmen oder analysieren Pflanzen unter dem Mikroskop. Dieses anschauliche Lernen macht Natur nicht nur erfahrbar, sondern auch verständlich.
Besonders wichtig ist dabei das gemeinsame Erleben: Die Gartenarbeitsschulen fördern aktiv die Inklusion von Menschen mit besonderen Bedarfen und schaffen so Räume, in denen Vielfalt, Miteinander und gegenseitiges Lernen selbstverständlich sind.