Berlin braucht mehr Wir-Gefühl
Regelmäßig lädt der Beirat zu Familienforen ein, um die Bedarfe der Familien zu erfragen und ihre Anliegen in den politischen Diskurs einzubringen
Bild: © Berliner Beirat für Familienfragen
Kazım Erdoğan bei der Übergabe des Familienberichts 2025 an die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch
Bild: Anne Barth
Warum ist es gerade jetzt wichtig, Familien zu stärken?
Starke Familien können ihren Familienmitgliedern in Zeiten des Umbruchs Halt geben. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen stabile Beziehungen, verlässliche Strukturen und Menschen, die ihnen zuhören und die sie begleiten. Gestärkte Familien können diese Stabilität bieten – selbst dann, wenn sich äußere Rahmenbedingungen schnell verändern. Auf diese Weise stützen starke Familien auch die Gesellschaft und tragen zur Resilienz bei.
Umso wichtiger ist es, Familien wertzuschätzen, nicht über sie zu reden, sondern mit ihnen. Dafür braucht es eine bürgernahe Politik, die auf die Familien zugeht: in den Familienzentren und in ähnlichen Einrichtungen, um dort auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen. Und das nicht nur im Wahlkampf, sondern kontinuierlich.
Zur Resilienz gehört auch ein starkes Wir-Gefühl. In unserer Stadtgesellschaft trennen wir noch viel zu oft in „ich“ und „du“ oder „ihr“ und „wir“. Was uns da ganz konkret helfen würde, wären gemeinsame Veranstaltungen wie Straßenfeste oder Kulturangebote, bei denen Familien unterschiedlichster Herkunft und Lebensrealität zusammenkommen. Dort könnten wir im echten Kontakt das Verbindende stärken, anstatt die Unterschiede zu betonen.
Weitere Informationen: www.familienbeirat-berlin.de
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Redaktion Zeitschrift aktuell
Amelie Müller