An einem Sonntag im April steht Uli Hanisch in Potsdam-Babelsberg vor einem Glaspalast, der Moka Efti heißt. Das Moka Efti ist ein legendäres Berliner Café- und Tanzhaus aus den Zwanzigerjahren oder besser: Es war einmal eines. Giovanni Eftimiades, ein griechischstämmiger Kaufmann mit italienischem Pass, gründete das Haus – 2.800 Quadratmeter in einem alten Palais in der Leipziger-, Ecke Friedrichstraße. An manchen Tagen verkaufte das Caféhaus 25.000 Tassen Kaffee, der damals 25 Pfennige kostete. Dann ging es in der Weltwirtschaftskrise Pleite, zog um in den Tiergarten, wurde Berlins beliebtestes Tanzhaus. Bis es nichts mehr zu tanzen gab. Uli Hanisch ist auf das Moka Efti gestoßen, als er den Auftrag erhielt, auf dem Filmstudiogelände in Babelsberg ein Stück altes Berlin wieder auferstehen zu lassen. Er hat dann gleich noch vier Straßenzüge dazu entworfen, die sogenannte Neue Berliner Straße.
Das Tanzhaus und der Kommissar
In Babelsberg entsteht eine neue Kulissenstadt
von Thomas Leinkauf, erschienen in der Berliner Zeitung am 20. Mai 2016 (gekürzte Fassung)
Blick in die Neue Berliner Straße: Links das Café- und Tanzhaus Moka Efti, das es in den Zwanzigerjahren wirklich gab. Szenenbildner Uli Hanisch hat es frei nachempfunden. Rechts einer der Straßenzüge, der im armen Wedding liegt
Bild: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak
Beste Lage: ein nachempfundener Charlottenburger Hauseingang
Bild: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak
Nur Kulisse: Blick in die „Neue Berliner Straße“
Bild: Studio Babelsberg
Aus der Vogelperspektive: Hier werden bald neue internationale und nationale Produktionen entstehen
Bild: Studio Babelsberg
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