Sechs Wohnsiedlungen der Berliner Moderne sind Weltkulturerbe

von Berlin Tourismus Marketing GmbH

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Bild: Foto: Landesdenkmalamt Berlin

Das „Hufeisen“ wurde im ersten Bauabschnitt errichtet und gab der Siedlung ihren Namen.

Am 7. Juli 2008 hat das Welterbekomitee der UNESCO im kanadischen Québec sechs Siedlungen der Berliner Moderne in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Nach Schloss Glienicke und der Pfaueninsel als Teil des UNESCO-Gebiets der Preußischen Schlösser und Gärten (Welterbe seit 1990) und der Berliner Museumsinsel (Welterbe seit 1999) sind die sechs Reformsiedlungen die dritte Berliner Kulturstätte, die von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet wurde. Berlin ist damit neben Rom, Peking und Mexiko-Stadt eine von weltweit nur vier Städten, die drei UNESCO-Welterbestätten beherbergen.

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Bild: Foto: Landesdenkmalamt Berlin

Die Häuser der Siedlung sind entweder rot …

Die sechs Berliner Siedlungen wurden zwischen 1913 und 1934 erbaut:
■ Gartenstadt Falkenberg (Berlin-Treptow), 1913-15 erbaut von Bruno Taut
■ Siedlung Schillerpark (Berlin-Wedding), 1924-30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hoffmann
■ Hufeisensiedlung Britz (Berlin-Neukölln), 1925-30 erbaut von Bruno Taut und Martin Wagner
■ Wohnstadt Carl Legien (Berlin-Prenzlauer Berg), 1928-30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hillinger
■ Großsiedlung Siemensstadt (Charlottenburg und Spandau), 1929-34 erbaut von Otto Bartning, Fred Forbat, Walter Gropius, Hugo Häring, Paul Rudolf Henning und Hans Scharoun
■ Weiße Stadt (Berlin-Reinickendorf), 1929-31 erbaut von Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg

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Bild: Foto: Landesdenkmalamt Berlin

… gelb, weiß oder blau.

Mit neuen Gestaltungsformen und mutigen Farbkonzepten gaben die Architekten der klassischen Moderne auf höchstem architektonischem Niveau Antwort auf die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg: rationell geschnittene, modern ausgestattete und bezahlbare Wohnungen mit Küchen, Bädern und Balkonen, in Häusern ohne Hinterhof und Seitenflügel, dafür mit großzügigen Grünanlagen, Licht, Luft und Sonne.

Bauherren waren überwiegend gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. Städtebaulich besonders hervorstechend ist die Hufeisensiedlung Britz mit einem „Hufeisen“ aus 25 gleichen Hauseinheiten im Zentrum der Anlage. Um das „Hufeisen“ gruppiert sich eine Großsiedlung mit rund 2.000 Wohnungen, wobei kleine Einfamilienhäuser, angerartige Grünräume und lange Häuserblocks geschickt miteinander kombiniert sind.

Der Berliner Antrag zur Aufnahme der sechs Siedlungen der Berliner Moderne in die UNESCO Welterbeliste wurde maßgeblich von Landeskonservator Jörg Haspel vom Landesdenkmalamt Berlin mehr als ein Jahrzehnt lang vorbereitet und von der „Initiative Welterbe“, zu der sich die Eigentümer der sechs Siedlungen zusammengeschlossen hatten, begleitet.


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