Die Freiflächen innerhalb des Rings sind seltener geworden. Gibt es Entwicklungsgebiete nur noch am Stadtrand?
Trotz starker Baudynamik in den letzten 15 Jahren zeigen die Stadtentwicklungsplane Wohnen und Wirtschaft 2040 umfangreiche Potenziale in den Innenstadtrandbereichen. Denken Sie allein an das Quartier am Humboldthain. In den nächsten Jahren entsteht mitten in Berlin ein gewerblich geprägtes, lebendiges und urbanes Quartier. Außerdem gibt es weitere Entwicklungsmöglichkeiten auf Flachen, die zwar außerhalb des S-Bahnrings liegen, aber trotzdem keine Stadtrandlage sind. Beispielhaft dafür ist das neue nachhaltige Stadtquartier Siemensstadt Square, das an dem historischen Industriestandort in Spandau entsteht. Oder das Schumacher Quartier: Nach Schließung des Flughafens Tegel werden hier über 5.000 Wohnungen für mehr als 10.000 Menschen entstehen. Hier entsteht ein Quartier mit allem, was man zum Leben braucht.
Wo wird sich Berlin auch innerstädtisch in den nächsten Jahren verändern?
Neben dem Molkenmarkt als eines der zentralen innerstädtischen Entwicklungsgebiete ist das Areal um den Berliner Hauptbahnhof von Bedeutung. Der Europaplatz Süd in seiner Funktion als Vorplatz zur Invalidenstraße wird umgebaut, um unter anderem durch umfangreiche Baumpflanzungen die Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern und einen Ort des Willkommens zu gestalten. Westlich davon wird das so genannte 3,9 Hektar große ULAP-Quartier entwickelt. Es bildet den städtebaulichen Übergang zwischen dem Hauptbahnhof und den umliegenden Wohngebieten. Zudem gibt es eine Bebauung des südlichen Humboldthafens. Hier ist eine lebendige Mischung aus öffentlicher Uferpromenade, Gewerbe und Gastronomie geplant.