Juwelier Albert Fuss

Bildvergrößerung: Albert Fuss (zweiter von links) mit Großmutter Elisabeth Grosse (dritte von links) und einem befreundeten Paar.
Albert Fuss (zweiter von links) mit meiner Großmutter Elisabeth Grosse (dritte von links) und einem befreundeten Paar.
Bild: Sylvia M. Meneses

Unsere Großmutter, Elisabeth Grosse, war mit Albert Fuss verlobt. Im Dritten Reich wurde Albert Fuss deportiert und ermordet. Unsere Großmutter hat seine Deportation und Ermordung nie vergessen können. Albert Fuss war Juwelier und hatte ein Geschäft in der Breslauer Straße 20a. Wir suchen Informationen zu seinem Geschäft, seiner Familie, möglichen Verbindungen etc.

Folgende Informationen haben wir inzwischen herausgefunden:

Am 21.05.1872 in Schrimm/Polen geboren.
Am 23.07.1942 nach Theresienstadt deportiert und
am 16.05.1944 nach Auschwitz.

Wohnhaft: vermutlich bis 1936: Rungestrasse 18.
1937–1939: Köpenicker Landstraße 249
1941: Stromstraße 64 (Albert Israel Fuss)
1942: Alt-Moabit 86a (aus: Transportliste Theresienstadt, Transport Nr. 28).

Aus Erzählungen unserer Großmutter wissen wir, dass er ca. ein Jahr im Untergrund versteckt wurde und von dort aus deportiert wurde. Das muss nach unseren Recherchen zwischen 1941 und 1942 gewesen sein, da laut Berliner Adressbuch die Anschrift „Alt-Moabit 86a“ eine Garagensiedlung gewesen ist.

In Theresienstadt gibt es Hinweise darauf, dass Albert Fuss beim Orientierungsdienst war (s. Biografie von Philip Manes).

Die geschäftliche Adresse von Albert Fuss lautete Breslauer Strasse 20a (Eröffnung 1908?). Bis 1910 unter dieser Adresse nur „Goldwaren und Uhrenhandlung“. Ab 1911 dann mit Vermerk „Wohnung Nr. 12“ und Hinweise auf Rungestrasse 18.

Frau Jachaiwet (Josefine) Bank machte vom 01.06.1934 bis 1936 eine Lehre im Geschäft von Albert Fuss. Sie wurde am 27.11.1941 deportiert und vermutlich in Riga umgebracht.

Sylvia M. Meneses
Chiffre 142308