Grundsteinlegung für das Humboldt- Forum

vom Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

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Bild: Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum/Franco Stella

Das fertige Gebäude wird von der Nord-West-Seite aus betrachtet dem alten Schloss ähneln.

Noch ist es eine Baustelle von gewaltigem Ausmaß. Doch gegenüber dem Berliner Dom, wo einst das Berliner Stadtschloss stand, wächst gerade ein besonderes Bauwerk aus dem Boden: Ein internationales Forum der Kunst, Kultur und Wissenschaft für einen Dialog der Weltkulturen. Die Idee des Neuen trägt den Namen „Humboldt-Forum“.

Die Grundsteinlegung für dieses große Berliner Bauprojekt fand im 12. Juni 2013 im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck und des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit statt. Das Gebäude wird nach Plänen des Architekten Franco Stella in den baulichen Formen des Berliner Schlosses errichtet. Ein Teil der historischen Fassaden sowie die Kuppel sollen rekonstruiert werden. Viele Spenderinnen und Spender sowie der Förderverein Berliner Schloss e.V. unterstützen dies mit ihrem Engagement.

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Bild: BMVBS

Bundespräsident Joachim Gauck bei der Grundsteinlegung.

Mit der Grundsteinlegung endete die lange Phase kontroverser Debatten um die Gestaltung dieses Areals in Berlins historischer Mitte. Eine große städtebauliche Lücke schließt sich. Mit dem Bau des Humboldt- Forums im Herzen Berlins ist aber auch eine Aussage zum Selbstverständnis Deutschlands und seiner Hauptstadt verbunden: Gut 80 Jahre nach der Machtübertragung an die Nazis bekennt sich die Hauptstadt mit dem Humboldt-Forum zu kultureller Offenheit und zur Gleichberechtigung der Weltkulturen als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben im 21. Jahrhundert.

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Bild: Holzer Kobler Architekturen Zürich

Die Eingangshalle könnte später so aussehen.

Das Grand Projet Humboldt-Forum wird von mehreren Einrichtungen getragen, die bei der Realisierung geradezu aus dem Vollen schöpfen können. Ab Anfang 2018, wenn das Gebäude fertig ist, bis Mitte 2019 sollen die großen außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz einziehen, eine einzigartige Schatztruhe, aus der im Humboldt- Forum zahlreiche Zeugnisse der Kunst und Kultur Afrikas, Asiens, Amerikas und Ozeaniens präsentiert werden sollen. Die Humboldt-Universität zu Berlin wird mit ihren Sammlungen aus Forschung und Lehre ein Schaufenster der Wissenschaft gestalten – das „Humboldt- Laboratorium“. Und die Berliner Zentral- und Landesbibliothek eröffnet dem Humboldt-Forum mit ihren spezifischen Medien- und Wissensangeboten in der „Welt der Sprachen“ eine zusätzliche Dimension als Ort der Bildung für alle. Neben den Museen in den Obergeschossen und den Bibliotheken und „Werkstätten des Wissens“ im 1. Obergeschoss laden große Sonderausstellungssäle und Veranstaltungsbereiche im Erdgeschoss zusammen mit Café, Restaurant und Bistro sowie Museumsshop, Lapidarium und einem Museum zur Geschichte des Ortes zu einem kurzweiligen Kulturerlebnis ein.

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Bild: Holzer Kobler Architekturen Zürich

Im Café können die Besucherinnen und Besucher verweilen.

Weltoffenheit ist beim Humboldt-Forum Programm, nicht nur, was das Ausstellungs- und Bespielungskonzept angeht. Dieses Haus wird offen sein für alle – für Kinder und Jugendliche, für Gäste der Stadt, für Berlinerinnen und Berliner, ganz gleich welcher Herkunft, Sprache und Kultur. So entsteht in Verbindung mit der Welterbestätte Museumsinsel in Berlins Mitte ein wahrer Ort der Weltkulturen, von dem man hoffen darf, dass er Orientierung gibt in unserer globalisierten Welt. Das Humboldt-Forum wird Deutschlands Schaufenster für die Kulturen der Welt im 21. Jahrhundert. Wer zu Besuch in Berlin ist, sollte sich den Blick auf diese Baustelle nicht entgehen lassen. Man ahnt, dass hier etwas Großes und Einzigartiges entsteht.