News von Dassel - Oktober 2019

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Liebe Leserinnen und Leser,

am Freitag, 6. September raste in der Invalidenstraße in Berlin-Mitte ein Porsche Macan auf den Bürgersteig und tötete vier Menschen. Seit diesem fürchterlichen Unfall wurde und wird über die Frage diskutiert, wie nicht nur in der Invalidenstraße mehr Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger und Fußgängerinnen geschaffen werden kann. Einen Tag nach dem Unfall twitterte ich „Wir fühlen mit den Opfern und ihren Angehörigen – es ist so unfassbar traurig und wäre so leicht vermeidbar gewesen. Solche panzerähnlichen Fahrzeuge gehören nicht in die Stadt! Es sind Klimakiller, auch ohne Unfall bedrohlich, jeder Fahrfehler wird zur Lebensgefahr für Unschuldige.” Nach diesem Unfall entbrannte eine Diskussion über die sogenannten Stadtgeländewagen (Sport Utility Vehicles SUV) wie es das Unfallfahrzeug eines war. Aber auch, ob mein Tweet angemessen war. Inzwischen haben Senat und Bezirk im Austausch mit den Initiatoren der Petition „Sichere Schulwege in der Invalidenstraße – Jetzt” die ersten Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit und ihre zügige Umsetzung verabredet. Darunter:

A. Sofortmaßnahmen:

1. Die Senatsverkehrsverwaltung und der Bezirk sichern die schnellstmögliche Prüfung und Umsetzung eines geschützten Radwegs auf beiden Seiten der Invalidenstraße (zwischen Nordbahnhof und Brunnenstraße) zu. Um rasch Verbesserungen zu erreichen, sollen auch provisorische Lösungen zum Einsatz kommen.
2. Die Senatsverkehrsverwaltung und der Bezirk kümmern sich – in Absprache mit der BVG – um die schnellstmögliche Anordnung eines Tempo-30-Abschnitts auf der Invalidenstraße (zwischen Nordbahnhof und Brunnenstraße) aus Verkehrssicherheitsgründen.

B. Projektgruppe:

Für die Planung und Umsetzung weiterer (baulicher) Verbesserungen auf dem Straßenabschnitt einschließlich der Ampelanlagen und verkehrsberuhigender Maßnahmen in der Umgebung wird eine Projektgruppe Invalidenstraße aus Vertreterinnen und Vertretern der Petenten, der Senatskanzlei, der Senatsverkehrsverwaltung und des Bezirks gebildet. Die Gruppe wird zwei Treffen verabreden, das erste in der zweiten Oktoberhälfte (nach den Herbstferien). Ziel ist es, bis Ende des Jahres eine transparente Planung inklusive Zeithorizont für nachhaltige bauliche Verbesserungen der Verkehrssicherheit im Kiez vorzulegen.

+++Informationen aus dem Bezirksamt Mitte+++

Friedrich the Flâneur

Autofreie Friedrichstraße

Ein konkretes Beispiel für eine andere und sichere Stadt werden Sie am kommenden Wochenende in der Friedrichstraße erleben. Für ein ganzes Wochenende machen wir die Friedrichstraße zwischen Französischer Straße und Mohrenstraße autofrei! Mit der Sperrung für den Autoverkehr wollen wir die Straße wieder zu dem machen, was sie einmal war: ein Ort zum Flanieren, Verweilen und Einkaufen. So werden berlinansässige Modedesignerinnen und Modedesigner am 5. und 6. Oktober nachhaltige Mode in zahlreichen Showcases präsentieren. Anliegende Geschäfte öffnen sonntags und laden zum Shoppen ein, während Anbietende neuer Mobilitätskonzepte die Gelegenheit erhalten, über nachhaltige Wege der Mobilität zu informieren. Ich lade Sie ein, die Friedrichstraße von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.
Teilen Sie Ihre Erfahrung mit dem Hashtag #friedrichisnice.
Mehr Infos zum Programm
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Ein Kraftakt, den wir als Bezirksamt nicht alleine bewältigen können und deswegen von zwei Senatsverwaltungen (Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Wirtschaft, Energie und Betriebe) und dem Stadtmarketing von VisitBerlin tatkräftig unterstützt wurden.

Gemeinsam entsorgen BSR und Anwohnende eine alte Couch direkt in ein Müllfahrzeug

Sauberkeit im Kiez: In Mitte wird angepackt!

Zu einer Stadtgestaltung, die auf mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit setzt, gehört das Thema Sauberkeit selbstverständlich hinzu. Auch hierbei wollen wir als Bezirksamt Mitte unsere Anstrengungen verstärken.

Matratzen, Kühlschränke oder sogar ganze Sofas – in Berlin gibt es nichts, was nicht illegal auf die Straße gestellt wird. Was einige Bürgerinnen und Bürger als bequeme Art der Hausratentsorgung ansehen, bedeutet für ihre Nachbarinnen und Nachbarn oftmals zugestellte Gehwege, Stolperfallen und viel Ärger. Wer denkt, dies sei bloß ein Kavaliersdelikt, der muss wissen, dass die Entsorgung des Sperrmülls letztendlich das Land Berlin – und damit die Allgemeinheit – bezahlt. Geld, das wiederum an anderer Stelle fehlt.

Neben einem verstärkten Einsatz des Ordnungsamtes gegen Müllsünderinnen und Müllsünder wollen wir aber auch aufklären und Abhilfe schaffen. Deshalb planen wir im Rahmen des Aktionsprogramms „Saubere Stadt“ noch in diesem Jahr neun Sperrmülltage im Bezirk. An ausgewählten Tagen und Orten steht ein BSR-Sperrmüllpressfahrzeug zur Verfügung, und Anwohnende erhalten die Möglichkeit, kostenfrei nicht mehr gebrauchten Hausrat abzugeben. Die genauen Termine und Standorte finden Sie hier. Eine Übersicht darüber, was dabei entsorgt werden darf und was nicht in den Sperrmüll gehört, ist hier aufgelistet.

Stolz bin ich dessen ungeachtet darauf, dass es in Mitte offensichtlich viele Menschen gibt, denen ein gepflegter und sauberer Lebensraum vor der eigenen Haustür wichtig und denen die Formulierung „bürgerschaftliches Engagement“ keine Floskel ist. Deutlich geworden ist das in der Berliner Variante des weltweiten Cleanup-Days. Zu diesem Aktionstag hatte Ende September die WIRBerlin gGmbH aufgerufen. An dem World Cleanup Day 2018 haben 18 Millionen Menschen in 157 Ländern teilgenommen. In Berlin indessen haben sich nirgends so viele Menschen an der Aktion beteiligt wie in Mitte: 63 Aktionen und rund 2.190 Engagierte – das ist großartig! Ich danke allen Teilnehmenden ganz herzlich für Ihren Einsatz und Ihr Engagement! Weitere Infos zu den Aktionen gibt’s hier (nach Mitte filtern).

30 Jahre Mauerfall – Mitte ist zusammengewachsen und finanziell gewappnet

Ich kann es manchmal selber kaum glauben: in wenigen Tagen feiern wir den 30.(!) Jahrestag des Mauerfalls. Für Mitte ist das etwas ganz Besonderes, denn Mitte ist neben Friedrichshain-Kreuzberg der einzige Berliner Bezirk, in dem sich danach Teile des alten Ost- und des alten West-Berlins zu etwas Neuem zusammengefunden haben. Alt-Mitte, Wedding und Tiergarten – kurzum Mitte, Kiez und Metropole im Herzen der Hauptstadt! Das ist spannend und schwierig zugleich – aber immer ein Erlebnis. Und mittlerweile ist Mitte ein Bezirk, der in den kommenden beiden Jahren über einen Etat von jeweils rund 1,1 Milliarden Euro verfügen wird. Geld, das Menschen zu Gute kommen soll, die in Mitte leben. Aber auch Geld, mit dem wir die Bezirksverwaltung moderner und serviceorientierter für Bürgerinnen und Bürger machen möchten. Daher freuen wir uns über die Stärkung der bezirklichen Personalausstattung: im Doppelhaushalt stehen Mitte 120 zusätzliche Stellen zur Verfügung.

Ausblick: Gedenken an die Reichspogromnacht

Da der 9. November in diesem Jahr auf einen Sonnabend fällt und ganz im Zeichen des 30. Jahrestags der Maueröffnung steht, wird der bezirkliche Gedenktag an die Opfer von Naziterror und Gewalt diesmal erst am 11. November stattfinden. Schülerinnen und Schüler werden wie jedes Jahr an den verschiedenen Gedenkorten im Bezirk kleine Aufführungen darbieten, begleitet von Reden von Vertreterinnen und Vertretern jüdischer Gemeinden sowie des Bezirksamts. Höhepunkt des Tages sollen wie immer die Aufführungen im Grips-Theater sein. Dort aber wird diesmal auf Einladung des Bezirksamts Mitte ein besonderer Gast dabei sein: Professor Benjamin Gidron reist eigens aus Tel Aviv an und wird begleitet von Mitgliedern des Moabiter Vereins „Sie waren Nachbarn“. Benjamin Gidron ist der Enkel von Emma und Sally Gottfeld, die im Dezember 1933 nach Verfolgung durch die SA aus der Dortmunder Straße nach Palästina emigriert sind. Er hat sich große Verdienste um die Erinnerungskultur in Moabit und die deutsch-jüdische Verständigung und Versöhnung erworben, hat jahrelang seine Familiengeschichte recherchiert und sich dafür eingesetzt, mehr als 30 Stolpersteine für deportierte oder ermordete Familienmitglieder zu beantragen. Zum großen Teil wurden diese in Moabit verlegt. Sein Sohn Yuval hat darüber einen viel beachteten Dokumentarfilm gedreht.

+++Was sonst noch so geschah+++

Erich John mit der Bezirksverdienstmedaille und Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel mit der Urkunde

50 Jahre Weltzeituhr

Sie ist Treffpunkt, Designikone und eines der Wahrzeichen Berlins – die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Vor 50 Jahren wurde sie nach den Plänen von Erich John errichtet. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier ehrte der Bezirk Mitte am 30. August 2019 Erich John, den Schöpfer der Weltzeituhr und seine damaligen Mitstreiter. Erich John erhielt die Bezirksverdienstmedaille.

Stephan von Dassel bei den Offroad-Kids während er eine Dankesrede hält

Eröffnung Offroad Kids

Willkommen liebe neuen Nachbarn und Dank für eure Arbeit! Und bitte meldet euch, wenn wir euch unterstützen können – über die Vermittlung weiterer Sponsoren, die Bereitstellung von Praktikumsplätzen oder den direkten Draht in unsere Verwaltung. Auch wir geben niemanden auf!

arabischer Schriftzug "Al-Dar im Laufe von 40 Jahren Integrationspolitik"

Herzlichen Glückwunsch Al-Dar

Herzlichen Glückwunsch zu 35 Jahren engagierter, innovativer, emanzipatorischer und erfolgreicher Integrationsarbeit unter oft schwierigen Rahmenbedingungen. Sie haben so manchen staatlichen Lernprozess befördert. Gemeinsam schaffen wir das!

Ankündigung Info-Veranstaltung zur Kurfürstenstraße

Die Kurfürstenstraße polarisiert und das nicht nur innerhalb der Anwohnerschaft und den Sexarbeitenden vor Ort. Der Kreisverband der Grünen in Mitte lädt deshalb unter dem Titel „Let’s talk about.. Kurfürstenstraße” zu einem öffentlichen Austausch ein, zudem ausdrücklich auch Nicht-Mitglieder willkommen sind.
Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 7. Oktober 2019 um 19 Uhr in den Räumlichkeiten der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde (An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin) direkt im Kiez. Dabei möchte ich zusammen mit Ihnen, einer Oberärztin aus der Gewaltschutzambulanz der Charité sowie einer Mitarbeiterin vom Frauentreff Olga über die Situation der Sexarbeitenden auf dem Straßenstrich in der Kurfürstenstraße diskutieren und über Wege und Möglichkeiten zur Verbesserung dieser austauschen.
Durch den Veranstaltungsort besteht die Möglichkeit, sich nach Ende der Veranstaltung ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Ich wünsche Ihnen noch viele schöne Herbsttag und am Donnerstag einen angenehmen Feiertag. Und wer weiß: Vielleicht sehen wir uns ja am Sonnabend in der autofreien Friedrichstraße – ich würde mich sehr freuen!

Herzliche Grüße,
Ihr Stephan von Dassel

Imagefilm Bezirksamt Mitte

+++Stellenausschreibungen+++

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Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie hier oder im Karrieportal des Landes Berlin.

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