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Quartiersmanagement

Kinder kletter auf Spielgerüst

Im Bezirk Mitte gibt es derzeit sechs Quartiersmanagement-Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf. Hier werden im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt“ integrierte Stadtteilverfahren durchgeführt und Maßnahmen zur Entwicklung und Stabilisierung der Gebiete gefördert.

Ansprechpersonen im Bezirksamt

  • Ansprechpersonen

    Raum – Telefon

  • Hr. Löffler
    Leitung Stabsstelle Quartiersmanagement
    QM Beusselstraße
    QM Reinickendorfer-/Pankstraße

    Kapweg 3, Raum 1.09
    (030) 9018 45888

  • Hr. Rohrbach
    QM Badstraße
    QM Moabit-Ost

    Kapweg 3, Raum 1.10
    (030) 9018 45879

  • Hr. Schönknecht
    QM Brunnenviertel-Brunnenstraße
    QM Soldiner Straße/Wollankstraße

    Kapweg 3, Raum 1.07
    (030) 9018 45826

  • Fr. Fuhrmann
    Gebietskoordination Quartiersmanagement

    Kapweg 3, Raum 1.05
    (030) 9018 45869

Zielsetzung und Finanzierung

Ausgangssituation

Im Bezirk Mitte von Berlin gibt es neben wirtschaftlich stark entwickelten Ortsteilen auch innerstädtische Quartiere, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen und sozialräumlichen Lage besondere Unterstützung durch städtebauliche und sozial stabilisierende Maßnahmen des Programms Sozialer Zusammenhalt im Sinne des § 171 e Baugesetzbuches benötigen. Der Senat legt die Gebiete auf Grundlage von Beschlüssen des Bezirksamtes per Senatsbeschluss fest.

Die wirtschaftliche Situation der Quartiere, niedrige Haushaltseinkommen infolge von Arbeitslosigkeit und überdurchschnittlichen Transfereinkommen sowie der Fortzug der mittleren einkommensstarken Haushalte kennzeichnen diese Quartiere in den ehem. industriellen Arbeiterbezirken Wedding und Moabit. Einer zunehmenden sozialen und kulturellen Segregation durch einen hohen Anteil bildungsferner Haushalte, andere Herkunftssprachen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, soll entgegengewirkt werden. Durch Investitionen in die öffentlichen Infrastrukturen wie Schulen, Kitas, öffentlichen Plätze und Räume werden städtebauliche, bauliche, ökologische und infrastrukturelle Defizite in den Quartieren ausgeglichen wie auch Klimaanpassungsmaßnahmen vorgenommen und Vernetzungsstrukturen aufgebaut.

Damit wird ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität, zur Nutzungsvielfalt, zur Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts im Quartier geleistet.

Zielsetzung

Im Verfahren des Quartiersmanagements wird von den beauftragten Quartiersbüros eine gebietsbezogene Entwicklungsstrategie erarbeitet. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, Initiativen, Trägern und Institutionen im jeweiligen Gebiet, insbesondere dem gewählten Quartiersrat, und den fachlich Verantwortlichen im Bezirk werden mittelfristige Handlungserfordernisse erarbeitet zu folgenden Handlungsfeldern:

● Integration und Nachbarschaft
● Bildung
● Öffentlicher Raum, Klimaschutz / Klimaanpassung, Umweltgerechtigkeit
● Gesundheit und Bewegung
● Beteiligung, Vernetzung und Kooperation mit Partnern

Das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) ist die Basis für Projekte, die dann gemeinsam mit Verwaltungen, privaten Trägern, Hauseigentümer/innen und dem Quartiersmanagement umgesetzt werden.

Finanzierung

Das Berliner Quartiersmanagement wird im Rahmen des Bund-Länder-Programms Sozialer Zusammenhalt umgesetzt. Mit Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Berlin, ggf. weiteren Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, werden auf Grundlage des Handlungskonzeptes für jedes Quartier städtebauliche Maßnahmen und soziale Infrastrukturmaßnahmen finanziert.

Neue Fondstruktur 2021-2027

In jedem Quartiersmanagement-Gebiet stehen drei Quartiersfonds zur Verfügung, aus denen die Förderung von baulichen und soziointegrativen Maßnahmen im Sinne einer integrierten Quartiersentwicklung erfolgt:

Aktionsfonds
Im Aktionsfonds stehen in jedem Jahr in den QM-Gebieten 10.000 € für nachbarschaftliche Aktionen zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements zur Verfügung. Über die Vergabe der Mittel für Aktionen bis maximal 1.500 € entscheidet die Aktionsfondsjury aus engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort.

Projektfonds
Im Projektfonds werden nachhaltig strukturfördernde Maßnahmen unter Berücksichtigung der im IHEK genannten Entwicklungsziele mit Votum des Quartiersrates umgesetzt. Die dafür zur Verfügung stehenden Mittel werden jährlich bis zu 310.000€ durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen den einzelnen Gebieten zugewiesen. Die Umsetzung der Projekte erfolgt nach entsprechenden Projektwettbewerb durch geeignete Projektträger. Der Bezirk ist für die Durchführungssteuerung verantwortlich.

Baufonds
Im Baufonds werden nach Bedarfsermittlung (IHEK) in den jeweiligen Gebieten erforderliche Bauprojekte gefördert, die zur nachhaltigen Stabilisierung und Entwicklung beitragen. Der Bezirk schlägt der Senatsverwaltung auf Votum des Quartiersrates und nach vom Bezirksamt beschlossenen Prioritätenliste die zu fördernden Projekte vor. Ein Beteiligungskonzept für die Planungs- und Umsetzungsphase ist integraler Bestandteil der Baumaßnahme.

Ansprechpersonen vor Ort

In jedem Quartiersmanagement (QM)- Gebiet wird ein Träger von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Kooperation mit dem Bezirksamt beauftragt, den Prozess der Gebietsentwicklung unter Einbeziehung der ansässigen Bewohnerschaft und der lokalen Akteure und Institutionen im Stadtteil zu organisieren. Dabei werden auf Grundlage integrierter Handlungskonzepte städtebauliche wie soziokulturelle Maßnahmen in Abstimmung mit den Fachämtern des Bezirks und verschiedenen Gremien zur Förderung im Programm Sozialer Zusammenhalt vorbereitet und in die Umsetzung gebracht.

Weitere Informationen können Sie den Internetseiten der Teams entnehmen:

Beteiligungsmöglichkeiten

Quartiersrat und Aktionsfondsjury
Die Bewohner*innen der Gebiete entscheiden darüber mit, wo und wie die Fördermittel eingesetzt werden.
Der Quartiersrat entscheidet über die Vergabe der Fördermittel in dem jeweiligen QM-Gebiet mit, indem er Projekte zur Förderung an das Bezirksamt empfiehlt. Er kann auch Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen oder Handlungsfeldern bilden. Er besteht – je nach Größe des Gebietes – aus durchschnittlich 20 gewählten Akteur*innen aus dem Gebiet, der Bewohnerschaft sowie Vertreter*innen aus Einrichtungen wie Schule und Kita. Der Quartiersrat wird alle zwei Jahre neu gewählt. Die Quartiersratssprecher*innen nehmen gemeinsam mit dem QM-Büro, Bezirk und Senat an regelmäßigen Steuerungsrunden teil.
Die Aktionsfondsjury entscheidet über die Vergabe der jährlich 10.000 € aus dem Aktionsfonds. Seine Mitglieder sind Bewohner*innen des Gebiets, die ebenfalls für zwei Jahre gewählt werden.

offene Veranstaltungen
Jedes Quartiersmanagement führt nach Bedarf öffentliche Versammlungen, Stadtteilkonferenzen oder Bürgerbeteiligungen zu geplanten Maßnahmen durch. Auch die Wahl von Bürgervertreter*innen für Gremien findet in offenen Veranstaltungen statt.

Infos zum Nachlesen

Programminformationen und Richtlinien