– das ist auch für das Bezirksamt Mitte das Thema und die Herausforderung. Kurz vor Weihnachten hat unser erstes
Online-Klima-Symposium stattgefunden, wobei die dafür besonders in Anspruch genommenen Fachämter einen Überblick zu ihren Ansätzen gegeben haben. Mit Hilfe eines Förderprogrammes können in diesem Frühjahr zwei zweijährige beim Bezirk angesiedelte Projektstellen für die Erstellung eines bezirklichen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes eingerichtet werden. Insbesondere bei der Erstellung einer bezirklichen Treibhausgasbilanz wollen wir uns zudem auch noch Expertise von außen holen.
Analog zum KlimaCheck auf Senatsebene prüft das Bezirksamt derzeit die Einführung eines Leitfadens zur Klimawirkungsprüfung, kurz KlimaCheck. Damit gemeint ist, dass alle politischen Beschlüsse auf Bezirksebene auf ihre Auswirkungen auf das Klima hin „geprüft“ werden. Ein noch umfassenderes Instrument stellt der „Nachhaltigkeits-Check“ dar. Dieser beachtet alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökologie, Soziales und Ökonomie), statt lediglich die CO2-Auswirkungen von Vorhaben und wird bereits in Kommunen in Baden-Württemberg angewendet.
Auch im Zielsystem des Bezirksamts Mitte für 2022 spielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine größere Rolle als bisher. So haben wir dafür zum ersten Mal ein Leitmotiv entworfen: Bezirkliches Handeln soll sich an ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien und an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen („Sustainable Development Goals“) orientieren. Ganz nach dem Motto: „global denken – lokal handeln“ werden internationale und nationale Ziele auf Bezirksebene heruntergebrochen und praktisch untersetzt. Dazu gehört zum Beispiel die Erstellung eines bezirklichen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept, die Einführung eines Klima- oder Nachhaltigkeits-Checks für alle Bezirksamtsbeschlüsse und die Umsetzung zweier Pilotprojekte zur nachhaltigen Beschaffung.