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Bitte beachten Sie, dass das Gesundheitsamt in Bezug auf die Sars-CoV-2-Infektionsschutzverordnung keine Rechtsberatung vornimmt, sondern lediglich eine Beratung zu gesundheitsbezogenen Fragen.

Inhaltsspalte

Weitere Maßnahmen am Engelbecken

Zielsetzung

Abendstimmung am Engelbecken
Bild: Umwelt- und Naturschutzamt Mitte

Der Bezirk Mitte hat nach dem Wasserhaushaltsgesetz bzw. der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) die Pflicht, die Gewässer 2. Ordnung in einen besseren Zustand zu bringen. Für erheblich veränderte oder künstliche Gewässer im Sinne des Artikel 4.1 der Wasserrahmenrichtlinie gilt das Umweltziel des guten ökologischen Potenzials. Grundsätzlich gelten hinsichtlich des Zustands eines Gewässers sowohl ein Verbesserungsgebot als auch ein Verschlechterungsverbot.

Um eine weitere Verschlechterung des Zustands zu verhindern bzw. eine ökologisch ausgeglichene und stabile Situation im Engelbecken zu erreichen, werden nach Einschätzung des Umwelt- und Naturschutzamtes langfristigem kostenintensive und komplexe Sanierungsmaßnahmen erforderlich sein.

Mögliche Maßnahmenansätze

In Auswertung der beiden vorliegenden Gutachten wurden folgende erste Maßnahmenansätze zusammengestellt:

Technische Lösungen

  1. Schlammabsaugung: Entnahme von Schadstoffen; aber: Phosphate verbleiben im Wasser
  2. Phosphatfällung im Gewässer + Schlammabsaugung (dann notwendig): Entnahme von Schadstoffen und Phosphaten; Aufsalzung oder Aufhärtung des Wassers
  3. Phosphatfällung außerhalb des Gewässers + Schlammabsaugung
  4. Abpumpen des belasteten Wassers in die Kanalisation und trockene Entschlammung unter Wasserhaltung; Entnahme von Schadstoffen, phosphatarmes Grundwasser strömt nach; aber: Verlust von 10-15 Millionen Litern Grundwasser

Biologische Teillösungen

  1. Reduzierung (Entnahme) des Friedfisch-Bestandes über mehrere Jahre mit moderatem Raubfischbesatz; Verringerung der Phosphatfreisetzung, Erholung des Zooplanktons, Erhöhung der Sichttiefe, Verbesserung der Wuchsbedingungen für Wasserpflanzen + Röhricht; aber: weiterhin zu hohe Nährstoffbelastung
  2. Einbringen von frei schwimmenden Wasserpflanzen bei ausreichender Sichttiefe mit herbstlicher Biomasseentnahme; Austrag von pflanzenverfügbarem Phosphat; Wirksamkeit und Effizienz in Versuchsanordnung vorher nachzuweisen; Schlammbildung kann erhöht werden; Ansaugdüsen für die Fontainen können verstopfen

Weiteres Vorgehen

Kleinere, relativ unkomplizierte Sofortmaßnahmen werden vom Bezirksamt Mitte bereits umgesetzt, um zeitnahe Verbesserungen zu bewirken. Hierzu zählt beispielsweise Aufklärungsarbeit zu den Folgen der Fütterung, die Vorbereitung der Fischbestandsreduzierung durch das Fischereiamt sowie die testweise Einbringung von schwimmenden Röhrichtinseln.

Bevor jedoch umfangreiche technische Sanierungsmaßnahmen wie Entschlammungen durchgeführt werden können, müssen die Voraussetzungen, Kosten, technische Durchführbarkeit, Erfolgsaussichten etc. analysiert und gegeneinander abgewogen werden. Für das erforderliche Folgegutachten (Machbarkeitsstudie zur Prüfung und Festlegung der technischen Optionen der Sanierung) wird die Verfügbarkeit von Fördermitteln geprüft.

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