Ehemaliges Diesterweg-Gymnasium, Putbusser Straße 12

Diesterweg-Gym_Foto

Ausgangssituation

Das ehemalige Diesterweg-Gymnasium wurde 1974-76 als Oberstufen-Schulzentrum zwischen der Swinemünder und Putbusser Straße im „Sanierungsgebiet Wedding -Brunnenstraße“ errichtet. Als Pilotprojekt vereinigte es die baulichen Anforderungen an das neu eingeführte Kurssystem der gymnasialen Oberstufe und die Integration außerschulischer Bildungsangebote wie z.B. eine Bibliothek und einen großzügigen Veranstaltungssaal. Aufgrund des Rückgangs von Einwohner- und Schüler*innenzahlen steht das Gebäude seit 2011 leer.

Diesterweg-Gym_Lageplan

Untersuchung Neubau

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Angesichts des dringenden Bedarfs an erweiterten Oberschulkapazitäten im Bezirk Mitte beauftragte das Bezirksamt die Rahmenkoordination/S.T.E.R.N. 2018 mit der Untersuchung von Varianten für einen Schulneubau an dem Standort als Integrierte Sekundarschule mit einer 4-zügigen Sekundarstufe I und einer 2-zügigen Sekundarstufe II (ISS 4-2), als Integrierte Sekundarschule mit einer 6-zügigen Sekundarschule I (ISS 6-0) sowie als 4-zügiges Gymnasium (Gym 0-4) und als 5-zügiges Gymnasium (Gym 0-5).

Auf der Basis des neuen Konzepts der Berliner Lern- und Teamhäuser und der entsprechenden Musterraumprogramme (MRP 2019), die u.a. eine deutliche Vergrößerung der pädagogischen Nutzflächen gegenüber den bisherigen Standards erfordern, empfiehlt die flächenmäßige und rechnerische Untersuchung ein modulares 5-geschossiges Schulgebäude mit 2-geschossiger Sporthalle als Solitär oder ein Schulgebäude mit 4/6 Geschossen und integrierter Sporthalle mit 2 Geschossen und kommt zu dem Ergebnis, dass eine ISS 4-2 die geringsten Anforderung (Innen- und Außenraum) an die Flächen auf dem vergleichsweise knapp bemessenen Schulstandort hat.

Untersuchung Reaktivierung

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Anfang 2019 beauftragt das Bezirksamt die flächenmäßige und rechnerische Untersuchung einer Reaktivierung des ehemaligen Schulstandorts für die Nutzung als ISS 4-2. Die Untersuchung ergab, dass die Einpassung einer ISS 4-2 in das Bestandsgebäude grundsätzlich möglich ist. Die geforderten Nutzflächen sind mit dem Bestand vergleichbar und das Konzept der damaligen Reformschule lässt sich gut mit dem Konzept der Lern- und Teamhäuser vereinbaren. So bietet u.a. die Veranstaltungshalle hervorragende Chancen für eine Mehrfachnutzung und eine Öffnung für außerschulische Bildungsangebote.

Fachbereich Stadtplanung