Friedrich-Ebert-Gymnasium und Peter-A.-Silbermann-Abendgymnasium

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Friedrich-Ebert-Gymnasium, 7.3.2012, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Die heutige Friedrich-Ebert-Oberschule wurde 1906 als Realschule für Knaben mit zunächst nur 39 Schülern in der Berliner Straße 136 eröffnet. Sie zog 1912 in die 1911-1912 von Otto Herrnring für die damalige Oberrealschule Wilmersdorf erbaute Anlage an der Blissestraße , wo sie im Lauf der Jahre verschiedene Namen trug, etwa “Oberrealschule am Seepark” oder „Oberrealschule am Hindenburgpark“, genannt „Hindenburgschule“. Sie wurde 1945 mit den benachbarten Schulen, der Fichte- und der Treitschkeschule, zusammengelegt und erhielt nach Kriegsende die Bezeichnung „4. Schule Wilmersdorf-Süd“.

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Friedrich-Ebert-Gymnasium, 23.7.2009, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Wegen starker Kriegsschäden zog die Anstalt zunächst ins Gebäude der heutigen Ernst-Habermann-Grundschule in der Babelsberger Straße , 1946 an den Standort des heutigen Goethe-Gymnasiums in der Gasteiner Straße und erst 1949 endgültig in das Gebäude am Volkspark, nachdem sie zuvor nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert (1871-1925) benannt worden war. Seit 2005 besteht ein Neubau, in dem verschiedene Fachbereiche untergebracht sind. 2006 feierte sie ihr 100jähriges Jubiläum.

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Eingang zum Friedrich-Ebert-Gymnasium, 7.3.2012, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Im alten Gebäude befindet sich das Abendgymnasium “Peter-A.-Silbermann-Schule”. Die zweiflügelige viergeschossige Schulanlage wurde 1911-1912 von Otto Herrnring und Philipp Nitze auf einem Grundstück errichtet, auf dem zuvor der alte Dorfkrug “Zum goldenen Lamm” gestanden hatte. Der Bau wurde mit Anklängen an die beginnende Moderne und Reminiszensen an den romantischen Klassizismus mit ionische Säulen am östlichen Fassadenteil ausgeführt.
Am 6.7.2009 wurde am Eingang eine Gedenktafel für Mildred Harnack-Fish enthüllt, die von 1932 bis 1936 Englischlehrerin an der Peter-A.-Silbermann-Schule war.
Mit einer unkonventionellen Feierstunde auf dem Gelände der UFA-Fabrik erinnerten Freunde, Verwandte und ehemalige Kolleginnen und Kollegen am 15.6.2013 an Erika Falkenreck (1937 – 2012). Die auf vielen Gebieten engagierte Sozialdemokratin war bis zu ihrer Pensionierung als Lehrerin für die Fächer Englisch, Politische Weltkunde und Wirtschaftslehre an der Peter-A.-Silbermann-Schule tätig. Dieser hinterließ die Pädagogin großzügig einen Geldbetrag, der ihrem Wunsch entsprechend für die Ausstattung einer wirtschaftwissenschaftlichen Bibliothek verwendet werden soll.