Der Equal Pay Day (EPD) markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied.
Hauptanliegen des Projektes ist es, faire Einkommensperspektiven für Frauen und Männer in Deutschland zu schaffen. Die Lohnungleichheit zu durchbrechen, ist eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist ein wichtiges Anliegen verschiedenster Akteure und Akteurinnen – von Unternehmen bis zur Zivilgesellschaft, denn gleicher Lohn für Frauen und Männer ist ein Gewinn für alle.
Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit zum Symbol des Equal Pay Day wurden. Inzwischen gibt es den Equal Pay Day in 32 europäischen Ländern und weltweit.
Gender Pay Gap auf 16 % gesunken
Der Gender Pay Gap liegt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt weiterhin bei 16 %. Frauen erhalten somit im Jahr 2025 mit 22,81 Euro einen um 16 % geringeren Stundenlohn als Männer mit 27,05 Euro.
Mit 5 % fällt dieser Unterschied in Ostdeutschland deutlich kleiner aus als in Westdeutschland mit 17 %.
Ebenso ist der Gender Pay Gap im Öffentlichen Dienst mit 5 % deutlich geringer als in der Privatwirtschaft mit 17 %.
Dass der Gender Pay Gap bei 16 % liegt, hat verschiedene Gründe.
Unter anderem liegt es daran, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, weil sie mehr unbezahlte Sorgearbeit übernehmen als Männer – und Teilzeitarbeit mit einem geringeren Stundenlohn einhergeht. Zudem sind sie häufiger in schlechter bezahlten Branchen und Berufen tätig und arbeiten seltener in Führungspositionen. Werden all diese Unterschiede berücksichtigt, beträgt der sogenannte bereinigte Gender Pay Gap weiterhin 6 %.
Das bedeutet: Selbst bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie erhalten Frauen durchschnittlich 6 % weniger Stundenlohn als Männer.
Rechnet man den Wert von 16 Prozent in Tage um, arbeiten Frauen vom 1. Januar an 58 Tage unentgeltlich.
Der nächste Equal Pay Day findet am 27. Februar 2026 statt.