Drucksache - 1305/XX  

 
 
Betreff: Benennungen von Sportanlagen transparent, geschichtsbewusst & gleichstellungsfördernd gestalten
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:einzelne Bezirksverordnete, Fraktion Grüneeinzelne Bezirksverordnete, Fraktion Grüne
  Mroß, Jessica
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Ausschuss für Frauen-, Queer- und Inklusionspolitik Mitberatung
14.11.2019 
16. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Frauen-, Queer- und Inklusionspolitik      
Ausschuss für Sport Beratung
10.09.2019 
30. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Sport      
10.12.2019    33. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Sport      
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Erledigung
21.08.2019 
33. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin überwiesen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, künftig Namensgebungen für bezirkliche Sportanlagen nur im Einvernehmen mit der BVV und in Zusammenarbeit mit dem BSB auszuwählen.

 

Benennungen nach Sportler_innen sollen dabei entweder das Kriterium der herausragenden Leistungen und bundesweit nachhaltigen gesellschaftspolitischen Bedeutung der_s Sportler_in erfüllen oder Sportler_innen ehren, die in der Sportgeschichte aufgrund von Diskriminierung und/oder Ausschluss aus Sportvereinen und Sport benachteiligt, an der Chance, Sportgeschichte beeinflussen zu können, gehindert worden oder aufgrund solcher Diskriminierungen in Vergessenheit geraten sind.

 

Dabei sollen insbesondere auch jüdische Sportler_innen, die durch die NS-Geschichte verdrängt worden sind, und Frauen berücksichtigt werden, deren sportliche Beteiligung noch bis weit ins 20. Jh. hinein lächerlich gemacht und teils von Verbänden und Vereinen verhindert wurde.

 

 

Begründung:

Bezirkliche Namensgebungen sollten den Zweck erfüllen, auf eine besondere Geschichte aufmerksam zu machen, die von gesellschaftspolitischer Relevanz ist und mit einer Erinnerungskultur verbunden werden kann, die über die_den einzelne_n Sportler_in hinaus auf ein gesellschaftliches Problem weist. Anstatt lediglich die zu ehren, die alle Chancen hatten, sollte der Bezirk solche Benennungen nutzen, um auf strukturelle Diskriminierungen und gesellschaftliche Ausschlüsse mahnend aufmerksam zu machen und in Erinnerung rufen, das solche Ausschlüsse weder lange her noch ohne Konsequenzen für die Betroffenen bis heute geblieben sind bzw. als Ausgrenzungen teilweise immer noch bestehen.

 

 
 

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