Klimaschutz ganz praktisch

Hand im Kräuterbeet
Bild: Stefan Körber – Fotolia.com

Willkommen beim Klimaschutztipp des Monats! Klimaschutz leicht gemacht: Ab dem Frühjahr 2019 erwartet Sie hier jeden Monat ein neuer Tipp, wie Sie im (Büro-)Alltag auch in kleinen unaufwendigen Dingen auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit achten können.

Klimaschutztipp Nr. 8 : Abfallvermeidung

Müll
Bild: Stefanos Kyriazis - Fotolia.com

Es ist wieder soweit – am 15.11.2019 ruft die BSR zum Abfallfreitag auf. Je mehr hierbei mitmachen, desto besser – denn im Jahr 2017 wurden z. B. 462 kg Haushaltsabfälle in Deutschland pro Kopf und Jahr entsorgt. Weniger Abfall heißt auch weniger Ausstoß von Treibhausgasen. Und somit ist der Klimaschutztipp des Monats der Abfallvermeidung gewidmet.

Wertstoffe

Jede vermiedene Verpackung spart Treibhausgase, da somit auch keine Energie und Ressourcen in deren Herstellung und Entsorgung investiert werden müssen – auch bei recycelten Verpackungen. Mit wenig Aufwand kann man hier die eigenen Abfallberge deutlich verringern:

Einkaufen ganz individuell

Mehrwegbeutel, z. B. aus Baumwolle, können ganz nach eigenem Geschmack und Stil gewählt werden und machen Plastik- und Papiertüten überflüssig.

Dem Mehrweg eine Chance geben

Mit den in Deutschland jährlich verbrauchten Einwegflaschen – 16,4 Milliarden Stück – könnte man aneinander gelegt 135 mal die Erde umrunden.
Mehrwegglasflaschen hingegen können bis 50 mal wieder befüllt werden, Mehrweg-PET-Flaschen bis zu 20 mal. Wer also Mehrwegflaschen wählt, sorgt für weniger Plastikmüll sowie weniger Ressourcenaufwand für die Produktion neuer Flaschen.

Entzücken für den Rücken

Das Leitungswasser in Deutschland ist von ausgezeichneter Qualität. Schonen Sie also Ihren Rücken und schleppen nicht literweise verpacktes Wasser umher – Der Durst kann ebenso mit dem Wasserhahn gestillt werden. Neben Energie und Ressourcen während der Herstellung und Abfüllung des Wassers in Verpackungen wird auch beim Transport gespart.

Ein Gruß von Zuhause

Nehmen Sie sich zum Mittag etwas leckeres Selbstgekochtes in Mehrweg-Behältern mit. Wer hierfür leider keine Zeit hat und die Stärkung doch außer Haus kaufen muss, kann auch hier Verpackungen sparen. Genießen Sie Ihre Mahlzeit entspannt und stilvoll im Gastronomie-Unternehmen Ihres Vertrauens auf abwaschbarem Geschirr.

Raus mit den Dosen

Zu guter Letzt bieten immer mehr Unverpackt-Läden die Möglichkeit, ganz ohne Einweg-Verpackungen einzukaufen.

Nahrungsabfälle

Mit allen Sinnen: Auch die Herstellung von Nahrungsmitteln benötigt Ressourcen und trägt somit zum Treibhausgasausstoß bei. Wenn davon dann Teile unverbraucht entsorgt werden, war dieser Aufwand umsonst. Eine Planung des Einkaufes abhängig vom tatsächlichen Verbrauch wirkt dem entgegen und schont nebenbei den Geldbeutel. Ebenso sind Lebensmittel oft trotz vergangenem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum schmackhaft und genießbar (Vorsicht bitte jedoch bei Fleisch und Fisch). Vertrauen Sie Ihren Sinnen. Im Internet gibt es zahlreiche leckere Tipps zur Verwertung von Essensresten,
z.B. auf der Internetseite von Restegourmet.

Technische Geräte und Kleidung

Geteilte Freude ist doppelte Freude: Insbesondere große technische Geräte wie zum Beispiel Bohrmaschinen werden nur selten benötigt und verbrauchen die restliche Zeit ungenutzt Platz. Wer solche Geräte mit Freunden und Bekannten teilt oder im Baumarkt ausleiht, hat mehr Platz für andere Dinge und schont noch das Klima, da so weniger Geräte energie- und materialaufwendig hergestellt werden müssen.

Ähnliches gilt für Kleidung: Klimaschonend und kostengünstig kann geschmackvolle Kleidung in Second-Hand-Läden oder Tauschbörsen ergattert werden. Ebenso freuen sich viele Mitbürger_innen über von Ihnen nicht mehr genutzte gut erhaltene Kleidung.

Hilfreiche Links zum Thema:

trenntstadt-berlin.de

kartevonmorgen.de

BSR-Verschenkmarkt

Weitere Klimaschutztipps

Mann mit Beutel im Supermarkt
Bild: Robert Kneschke

Bio-Lebensmittel – bringt das was, oder erkauft man sich nur ein gutes Gewissen? Diese Frage hört man immer wieder. Zu allererst gilt: Nur die Beschriftung „Bio“ sagt noch gar nichts aus. Es muss auf jeden Fall auch ein vertrauenswürdiges Siegel dabei sein. Aber was bedeuten die häufigsten Bio-Siegel denn eigentlich?

Das sechseckige deutsche Bio-Siegel wurde 2001 geschaffen und offiziell 2012 durch das EU-Bio-Logo abgelöst. Es darf weiterhin verwendet werden, muss aber immer zusammen mit dem EU-Bio-Logo auftauchen.

Das viereckige EU-Bio-Logo (ein aus Sternen stilisiertes Blatt auf grünem Grund) ist verpflichtend für alle in der EU ökologisch erzeugten und vorverpackten Lebensmittel. Ökologisch erzeugt bedeutet verantwortungsvollen Umgang mit Energie und andere Ressourcen, den Erhalt der Biodiversität, den Erhalt des regionalen Ökosystems, Verbesserung der Bodenqualität und Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, die Instandhaltung von Wasserqualität, Verbot von Gentechnik und einen höheren Standard im Tierwohl. Erfahren Sie mehr über diese beiden Bio-Siegel auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft..

Das ist schon einmal ein Anfang. Die Siegel der deutschen Bioverbände (z.B. Bioland, Naturland, Demeter) haben jedoch deutlich striktere Richtlinien als das EU-Bio-Siegel. So dürfen konventionelle Futtermittel (z.B. Soja) nur in einem sehr begrenzten Rahmen oder sogar gar nicht zugefüttert werden, während die EU-Verordnung hier größere Anteile zulässt. Das EU-Siegel erlaubt wesentlich mehr Tiere pro Hektar als die deutschen Bioverbände und verlangt im Gegensatz zu den Verbänden auch nicht, dass die Betriebe rundum ökologisch arbeiten, sondern lässt zu, dass einzelne Betriebszweige ausgenommen werden.

Eine genauere Aufstellung mitsamt Empfehlungstabelle für die unterschiedlichen Siegel finden Sie beim BUND e.V.

Der Kauf von Bio-Lebensmitteln trägt dazu bei, dass der Boden und das Grundwasser nicht mehr so stark mit teils schädlichen Chemikalien belastet werden, dass das natürliche Ökosystem erhalten bleibt, genauso wie Tier- und Pflanzenvielfalt. Sie weisen die Richtung zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen des Planeten und bilden damit einen überaus wichtigen Ansatz.

Wem es am Tierwohl gelegen ist, der sollte jedoch über das EU-Siegel hinausgehen und die Siegel der deutschen Bioverbände wählen, oder auch das Siegel von Neuland, das zwar nichts über biologische Landwirtschaft aussagt, aber einen deutlichen Fokus auf artgerechte Tierhaltung legt.

Bio-Lebensmittel gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt und auf vielen Märkten. Zum Beispiel gibt es auf dem Freitäglichen Wochenmarkt vor dem Rathaus Schöneberg einen Bioland Stand.

Über den CO₂-Ausstoß der Lebensmittel geben die Bio-Siegel allerdings keine Auskunft! Hier gelten drei kurze Merkregeln:

  1. Regional: Regional produzierte Lebensmittel haben einen viel kürzeren Transportweg und dadurch einen deutlich geringeren CO₂-Ausstoß.
  2. Saisonal: Saisonal produzierte Lebensmittel verzichten auf energie- und damit CO₂-intensive Treibhausaufzucht.
  3. Vegetarisch/vegan: Tierprodukte haben einen immens viel höheren CO₂-Ausstoß als Gemüse (im Vergleich: ca. 0,2 kg CO₂/kg Wurzel-/Kohl-/Blattgemüse, aber ca. 15,5 kg CO₂/kg Rindfleisch und sogar 25,6 kg CO₂/kg Butter). Den Verbrauch von tierischen Produkten zu reduzieren trägt deutlich zur Verringerung des persönlichen CO₂-Verbrauchs bei.
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behindertengerechtes Arbeiten
Bild: Picture-Factory - Fotolia.com

Welche Schritte bieten sich an, um innerhalb des Büros das Klima zu schützen?

Im Zeitalter der Digitalisierung füllen sich die Büros mehr und mehr mit elektronischen Geräten und (idealerweise) immer weniger mit Aktenschränken. Geräte verbrauchen immer Strom, aber meistens um einiges mehr als es notwendig wäre. Selbst wenn Ökostrom verwendet wird, verursacht dieser zwar bis zu 50% weniger CO₂-Emissionen als herkömmlicher Strom, aber er ist nicht völlig CO₂-neutral. Auch hier ist Strom sparen wichtig.

Ein paar einfache Schritte

Schalten Sie Geräte, die Sie gerade nicht brauchen, komplett aus. Der Computer muss nicht die ganze Mittagspause hindurch angeschaltet bleiben, auch nicht im Ruhemodus – auf Bildschirmschoner sollte ganz verzichtet werden, da sie bei heutigen Geräten nicht mehr notwendig sind. Drucker und Scanner werden nicht acht Stunden am Tag verwendet, und auch der Standby-Modus frisst laufend Strom.

Generell gilt: Was blinkt, verbraucht Strom. Einfach den Bildschirm am Ende des Tages nach dem Herunterfahren noch per On-/Off-Knopf ausstellen. Idealerweise sollten alle Geräte außer dem Computer, der nachts für Updates am Netz bleiben muss, über Kippschalter-Mehrfachstecker vollständig vom Netz genommen werden.

Auch beim Licht kann Energie eingespart werden. Wenn man den Bildschirm so stellt, dass einfallendes Tageslicht nicht mehr blendet, wird es unnötig, den Sonnenschein durch Vorhänge auszusperren – und dann am Ende noch eine Lampe dazu zu schalten. Sie sollen keinesfalls im Dunkeln sitzen! Aber überlegen Sie sich, welche Lichtkörper tatsächlich notwendig sind, um ausreichendes Arbeitslicht zu erhalten.

Beim Heizen gilt: Besser Stoßlüften als das Fenster den ganzen Tag in Kippstellung zu lassen. Auch für die Luftqualität ist hier der Effekt besser. – Aber bitte: Beim Stoßlüften die Heizung ausschalten. Am besten wäre es, im Winter nicht auf T-Shirt-Temperatur zu heizen – und vielleicht sogar zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen! Kleine Gymnastikeinheiten zwischendurch halten nicht nur fit, sondern auch warm.
Manche Büros werden recht kalt, wenn man die Heizung über Nacht ausstellt, aber vielleicht ist es trotzdem nicht notwendig, die Heizung auf gleich hoher Stufe laufen zu lassen wie am Tag.

Viel unnötiger Verbrauch kann eingespart werden, indem man sich vorm Feierabend noch einmal um sich selber dreht: Ist die Heizung aus, bzw. nicht höher eingestellt als notwendig? Ist das Fenster zu? Blinkt noch eines meiner Geräte, das nicht über Nacht am Strom bleiben muss? Sind alle Lichter aus?

All das sind wichtige Schritte auf dem Weg zur CO₂-neutralen Verwaltung.

Sollten Sie sich für weitere Energiespartipps für Ihren Computer oder Laptop interessieren, finden Sie weitere Informationen auf der Internetseite des Naturschutzbundes NABU.

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Baden an der Dahme
Bild: tomsto - Fotolia.com

Der Sommer ist mit wehenden Fahnen hereingebrochen – da möchte man nicht zuhause bleiben, nicht mal auf Balkonien. Berlin und Brandenburg laden zu zahlreichen Ausflügen ein, und das ganz ohne Auto.

Einfach losgewandert: 20 grüne Hauptwege durch Berlin lassen einen die Hauptstadt aus einer ganz neuen, viel grüneren Sicht betrachten. Kurzbeschreibungen und eine digitale Wanderkarte sind auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu finden. Auch die Berliner Forste sehen sich längst als einladendes Ausflugsziel und veröffentlichen seit vielen Jahren regelmäßige Tipps zur Freizeit im Wald.

Einfach losgefahren: Es mag nicht die erste Assoziation sein, wenn man sich einen entspannten Ausflug vorstellt, aber tatsächlich bietet die S-Bahn Berlin eine Menge an spannenden Ausflugszielen an, die natürlich alle problemlos mit der S-Bahn zu erreichen sind.

Abgefahren, losgewandert: Unter diesem Motto bietet der Wanderservice Brandenburg eine Vielzahl an Wanderrouten an, die alle mit Bus oder Bahn erreichbar sind – und auch für entspannte Rückfahrmöglichkeiten ist gesorgt, ohne dass man im Kreis laufen muss.

Hauptsache los: Bei naturtrip.org können Sie einfach Ihre Postleitzahl eintippen und schon fächert sich eine Vielzahl von Möglichkeiten in Berlin und Brandenburg auf, die mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen sind – da müssen Sie sich nur noch entscheiden. Auch auf Ab ins Grüne lassen sich neue Ausflugsziele entdecken, mit recht ungewöhnlichen Rubriken: Von „Wilde Tiere – hautnah erleben“ bis „Kohle & Dampf – Industriekultur“. Am Ende jeder Beschreibung gibt es Anfahrtstipps. Diese verzichten zwar nicht ganz auf das Auto, aber es gibt immer auch Anfahrtsbeschreibungen mit alternativen Transportmitteln.

Aufgesessen, los gestrampelt: Wer sich gerne auf zwei Rädern fortbewegt hat rund um Berlin jede Menge Optionen für schöne touren. Auf der Seite Reiseland Brandenburg finden Sie viele Vorschläge für Radtouren egal ob 20 oder 200 km. Für Menschen die nicht gerne alleine radeln oder sich einfach mal herum führen lassen wollen bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. geführte Radtouren verschiedenster Länge und Schwierigkeitsgrade an. Auf seinem Radtourenportal können Sie bequem nach angebotenen Touren in Ihrer Lieblingsregion suchen.

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ein junger Mann kült sich vor einem Ventilator ab
Bild: Depositphotos / tomwang

Die Sonne scheint, das Eis schmilzt im nu und der schweiß fließt: Es ist Sommer! Es ist heiß! Manchen von uns ist es zu heiß – jedes Jahr werden in Deutschland rund 140.000 Klimageräte gekauft und durchschnittlich geht etwa 8% des Energieverbrauchs zuhause für Kühlung und Klimatisierung drauf.

Das geht auch anders.

Wenn Sie feuchte Handtücher oder Bettlaken in der Wohnung oder auch im Büro aufhängen, entsteht beim Verdunsten des Wassers Verdunstungskälte – sollten Sie einen Ventilator besitzen, lässt sich mit diesem diese Kühle hervorragend im Raum verteilen. Auch kühle Fußbäder unterm Schreibtisch können sehr angenehm sein.

Allerdings ist davon abzuraten, kalt zu duschen, denn das signalisiert dem Körper, dass mehr Wärmeproduktion notwendig ist, so dass man schnell in frischem Schweiße steht. Duschen Sie also lieber lauwarm und lassen Sie sich danach von innen mit rohem wasserhaltigem Gemüse und Obst erfrischen. Die Lebensmittel mit dem höchsten Wassergehalt sind die Salatgurke (97% Wassergehalt), Wassermelone (96%), und Kopfsalat, Chinakohl, Eisbergsalat und Tomaten mit jeweils 95% Wassergehalt.

Wie weiter? Wärmequellen in der Wohnung aufspüren! Elektrogeräte produzieren selbst im Standby viel Wärme. Am besten wäre es, die meisten (Kühlschrank und Waschmaschine bitte nach Möglichkeit nicht; diese sollten direkt an Wandsteckdosen angeschlossen sein) an Mehrfachsteckern mit Schalter anzuschließen, so dass Sie bequem mit einer Handbewegung alle Geräte, die Sie gerade nicht benötigen, komplett vom Stromnetz nehmen können. Das senkt nebenbei auch gleich die Stromrechnung und den CO₂-Ausstoß.
Im Büro ist das natürlich etwas schwieriger. Wer schafft es heute schon einen Arbeitstag ohne PC zu verbringen. Aber auch hier hilft es die benötigten Geräte wie z.B. den Drucker nur in Betreib zu nehmen, wenn auch wirklich gebraucht wird.

Nutzen Sie noch Glühbirnen statt LEDs? Dann sollten Sie im Sommer spärlich beleuchten. Glühbirnen wandeln ihre Energie zu 95% in Wärme um, LEDs „nur“ 60-65%.

Falls Sie diese Möglichkeit haben, gilt natürlich: Statt zu versuchen, die Wärme wieder aus der Wohnung hinaus zu bekommen, wäre es am effektivsten, sie gar nicht erst hinein zu lassen: Wenn möglich, lassen Sie Fenster, Türen, Vorhänge und Rollos tagsüber zu und tauchen Sie Ihre Wohnung in ein kühles Dunkel. Kühl ja, dunkel nein? Dann ist vielleicht ein helles Sonnensegel vor dem Fenster die Lösung. Aber Vorsicht: Bei Mietwohnungen könnte es notwendig sein, vorher den Vermieter zu fragen.

Ob zu heiß oder genau richtig: Genießen Sie den Sommer!

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zwei Radfahrer auf einer Straße
Bild: offfstock - Fotolia.com

Auch dieses Jahr startet im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg wieder die Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit“. Aber warum nur zur Arbeit? Mit dem Fahrrad lassen sich die meisten Kurz- bis Mittelstrecken entspannt zurücklegen und dabei tut man nicht nur seiner Gesundheit was Gutes, sondern auch noch dem Klima.

Schon seit einigen Jahren werden programmatisch mehr Platz, schnellere Routen und sicherere Strecken für Radfahrer in Berlin gefordert und auch umgesetzt und immer mehr Menschen steigen aufs Rad. Tatsächlich lässt sich das Fahrrad ja sehr vielseitig einsetzen – mit ein bisschen Investition lassen sich auch viele leidige Lastentransportaufgaben strampelnd erledigen.

Während das Doppelbett von IKEA wahrscheinlich noch etwas zu sperrig fürs Rad bleibt, bieten neben dem klassischen Fahrradkorb für kleine Einkäufe moderne Fahrradtaschen schon durchaus eindrucksvollen Stauraum von bis zu 40 Liter. Aber Vorsicht! Nicht jeder Gepäckträger ist für Gewichte von mehr als 25 kg ausgelegt. Wenn Sie das Fahrrad häufiger auch zum Einkaufen mitnehmen wollen, könnte es sich lohnen, einen stabileren Gepäckträger anzuschaffen. Auf oekotest.de finden Sie zehn Fahrradtaschen im Test.

Wer den Transport mit dem Fahrrad ganz ernst nimmt, hat die Möglichkeit, entweder einen Fahrradanhänger mit bis zu 60 Liter Volumen und einem Tragevermögen von 30-90 kg zu verwenden (gibt es auch einklappbar), oder sich gleich auf ein Lastenrad zu schwingen. Hier gibt es inzwischen die komfortable Möglichkeit, sich tageweise die kostenlosen Lastenräder der fLotte Berlin, bzw. der fLotte Berlin kommunal auszuleihen.

Pedelecs und E-Bikes

Sie fahren gerne Fahrrad, aber auf die Dauer ist Ihnen das zu anstrengend, und verschwitzt am Zielort anzukommen, ist auch keine Lösung? Dann könnte das Pedelec etwas für Sie sein.

Das Pedelec ist nicht mit dem S-Pedelec zu verwechseln, welches mit Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h im Straßenverkehr dem Mofa gleichgestellt ist, und auch einen dementsprechenden Führerschein (Klasse M) benötigt. Das Pedelec oder E-Bike, um das es hier geht, ist mit einem elektrischen Motor ausgestattet, der sich, wenn eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht ist, selbst ausschaltet. Somit kann das Pedelec in allen Situationen genauso genutzt werden wie das herkömmliche Fahrrad, aber ermöglicht längere Mobilität für ältere Menschen und einen leichteren Transport von Lasten durch die Unterstützung durch den Elektromotor.

Einen aussagekräftigen Vergleich der unterschiedlichen Pedelecs inklusive CO₂-Ausstoß finden Sie auf ecotopten.de.

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Weltkugel mit Sehenswürdigkeiten aus aller Welt
Bild: sdecoret - Fotolia.com

Wer richtig früh dran ist, hat den Sommerurlaub schon im Winter geplant, aber nicht immer hat man so pünktlich schon alle Informationen beieinander, die man für eine Urlaubsbuchung benötigt. Sollten Sie jetzt noch eine Reiseplanung ins Auge fassen, haben wir ein paar Tipps für Sie.

Die Reisemöglichkeiten, die sich innerhalb der letzten 70 Jahre eröffnet haben, gehören zu den großen Errungenschaften. Wir können spielend leicht und schnell auf die andere Seite des Globus reisen, andere Menschen, Kulturen, Länder, Landschaften und Sitten kennen lernen. Die “Fremde” öffnet uns ihre Pforten und verliert viel von ihrer Unwägbarkeit. Solche Reisen sind nicht mehr nur den oberen Zehntausend vorbehalten, sondern mehr oder weniger jedem von uns möglich.

Allerdings ächzt und stöhnt der Planet unter der plötzlichen Zusatzbelastung. Jedes Jahr steigt die Anzahl der Flüge weltweit im Vergleich zum Jahr davor – 2017 lag die Zahl bei 41,8 Millionen mit circa 4,1 Milliarden Flugpassagieren mit rund 21 kg Treibhausgas-Emissionen pro Fluggast pro 100km (Was ist der Treibhauseffekt?). Gleichzeitig verlieren viele Menschen aus den Augen, welche lohnenden Reiseziele in der relativen Nähe zu finden wären. Nicht mehr für jeden Urlaub einen Ozean zu überqueren gehört zu den Tipps für den sogenannten Sanften Tourismus.

Wahl der Transportmittel

Abgesehen von der Entfernung spielt auch das Transportmittel eine große Rolle. Ist es wirklich notwendig, mit dem Flugzeug nach Rom oder Istanbul zu fliegen, oder wäre nicht auch ein Bettenabteil im Nachtzug eine Möglichkeit? Muss man mit dem Auto fahren, oder ginge stattdessen eine Fahrt mit Zug oder Fernbus? Selbst nur halb ausgelastet sind diese Verkehrsmittel umweltfreundlicher als PKWs.

Beim Umweltbundesamt finden Sie eine Aufbereitung des Vergleichs der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr mit 2017 als Bezugsjahr. Zu den Zahlen der Eisenbahn im Fernverkehr ist anzumerken, dass die Fernzüge der Deutschen Bahn seit Januar 2018 zu mehr als 98% mit Ökostrom fahren und damit ihre Emissionen im Vergleich zu 2017 deutlich gesenkt haben.

Wenn eine Flugreise nicht zur vermeiden ist, kann sie, zum Beispiel mit atmosfair, kompensieren. Hierbei wird zielgerichtet in Klimaschutzprojekte investiert, die Treibhausgase reduzieren sollen wie beispielsweise Aufforstungsprojekte.

Siegel für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Nach der Wahl der Transportmittel gibt es die Möglichkeit, beim Buchen auf Siegel zu achten, die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit auszeichnen. Der Siegelwust mag teilweise etwas undurchdringlich anmuten. Zwei vertrauenswürdige Siegel sind zum Beispiel Viabono, das 2000 durch eine Initiative des Bundesumweltministeriums ins Leben gerufen wurde, und Tourcert, das ein weitreichendes international anerkanntes Beratungs- und Zertifizierungssystem für die Tourismusbranche entwickelt hat. Eine Übersicht über die meisten Label in der Tourismusbranche finden Sie bei Label Online.

Wenn Sie sich informieren wollen, welche speziellen Anbieter es für ökologisches Reisen und Pauschalreisen gibt, empfehlen wir diesen Artikel von Utopia.de.

Weitere Tipps und Informationen zum umweltfreundlichen Urlaub bietet auch das Umweltbundesamt an.

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Straße führt zu einer ökologischen Stadt
Bild: lassedesignen - Fotolia.com

Als Einstieg stellen wir Ihnen den CO₂-Rechner des Umweltbundesamtes UBA vor. In nur fünf Minuten können Sie einen ersten Eindruck gewinnen, wie Sie in Sachen Klimaschutz bisher schon da stehen.

Klimawandel und -schutz ist in aller Munde, ein unerwartet früher Frühling erinnert wieder einmal daran, dass Berlin 2100 das Klima des südfranzösischen Toulouse haben könnte. Doch was trägt eigentlich jeder einzelne zum Klimawandel bei? Durchschnittlich verursachen Deutsche derzeit 11,6 Tonnen CO₂-Äquivalente im Jahr pro Kopf (Was sind CO₂-Äquivalente?).

Das Ziel ist es, diesen Verbrauch auf nur noch eine Tonne pro Kopf zu reduzieren. Dazu muss sich allerdings auch gesamtgesellschaftlich etwas ändern. Circa 1,1 Tonnen pro Bürger_in werden schon allein vom Staat verursacht und in der Rechnung auf die einzelnen Staatsbürger_innen umgelegt – beispielsweise für Infrastruktur, die wir alle nutzen – und können durch den Einzelnen nicht beeinflusst werden. Die restlichen 10,5 Tonnen fallen jedoch in gewissen Grenzen auf jeden selbst zurück und setzen sich aus den CO₂-Emissionen für Mobilität, Ernährung, Heizung, Strom und sonstigem Konsum zusammen.

Das wirkt erst einmal wie ein kaum zu bezwingender Betrag – den eigenen Verbrauch um 90% senken?! Aber Klimaschutz muss nicht so schwer sein. Zwar wäre 90% das Idealziel, aber auch schon 20% machen einen Unterschied – und wer weiß, vielleicht liegen Sie ja selbst bereits unter dem bundesweiten Durchschnitt und der Weg ist gar nicht mehr so weit?

Wie ist Ihre persönliche CO₂-Bilanz?

Finden Sie Ihre persönliche CO₂-Bilanz mit dem kostenlosen CO₂-Rechner des Umweltbundesamtes heraus. Welche Bereiche des Lebens sind besonders CO₂-intensiv? Wie stehen Sie im deutschen Durchschnitt da? Welche Wahlmöglichkeiten gibt es eigentlich, wenn Klimaschutz im täglichen Leben ins Auge gefasst werden soll? Wenn Sie die Zahlen zu Ihrem Heizungs- und Stromverbrauch gerade nicht zur Hand haben sollten, hilft Ihnen der UBA-Rechner auch beim Schätzen.

Nachdem Sie herausgefunden haben, wie Ihre persönliche CO₂-Bilanz in etwa aussieht, gibt es noch die Möglichkeit Ihr persönliches CO₂-Szenario zu erstellen: Welche Änderungen wären Sie bereit, vorzunehmen? Wie viel CO₂ könnte dadurch eingespart werden? Welche politischen Entscheidungen wären Sie bereit zu unterstützen?

Im europäischen Durchschnitt liegt Deutschland mit 11-12 Tonnen CO₂-Verbrauch pro Jahr pro Kopf übrigens auf Platz 23. Nur die Niederlande, die Tschechische Republik, Irland, Estland, und Luxemburg stehen mit bis zu 17,2 Tonnen pro Kopf schlechter da.

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