Fair Trade Town Tempelhof-Schöneberg

Gemeinsam für Fairness

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Mission „Titel-FAIR-teidigung“ erfüllt

Bezirksbürgermeisterin präsentiert die Fairtrade-Town Urkunde
Bild: Wbf

Tempelhof-Schöneberg bekommt seinen Titel als Fairtrade-Stadtbezirk erneuert

Tempelhof-Schöneberg darf sich weiterhin im Rahmen der Fairtrade-Towns Kampagne von Transfair e.V. als Fairtrade-Stadtbezirk bezeichnen. Erstmals wurde der Titel im September 2016 für zwei Jahre verliehen und immer noch ist der faire Handel ein wichtiges Thema im Bezirk.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hat sich gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Steuerungsgruppe für einen „fairen“ Bezirk stark gemacht: „Ich unterstütze die Fairtrade Town Kampagne sehr. Durch sie wird im Bezirk aber auch deutschlandweit eine Plattform geschaffen, in der sich verschiedene Akteure austauschen und gemeinsame Projekte organisieren können. Es geht mir dabei besonders um die Verbreitung des Fairtrade-Gedankens. Formate, bei denen Raum geschaffen wird für Diskussionen, wie unsere derzeit laufende Filmreihe, sind wichtig, um die Gesellschaft zu sensibilisieren. Aber vor allem bietet man damit eine Möglichkeit besseres Verständnis zu schaffen.“

Über 2.000 Städte und Gemeinden in 29 Ländern beteiligen sich bei der Kampagne. Fünf Kriterien decken alle Bereiche im Bezirk ab, um möglichst viele Akteure mit einzubeziehen. Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeiten zusammen. Somit findet jeder bzw. jede im Bezirk die Möglichkeit, sich zu beteiligen und den fairen Handel aktiv zu unterstützen.

„Die Kriterien für den Titel werden nicht nur weiterhin erfüllt, sondern wurden auch erfolgreich ausgebaut. Es haben sich mehr Cafés und Einzelhändler der Kampagne angeschlossen, diverse Projekte wurden von verschiedenen Akteuren organisiert und auch auf politischer Ebene hat sich im Bezirk viel bewegt. Die Erneuerung des Titels ist nicht der Verdienst eines Einzelnen, sondern des gesamten Bezirks. Vielen Dank an alle, die den Bezirk dabei unterstützt haben“, so Schöttler weiter.

Über Fairtrade und die Fairtrade Town Kampagne

In vielen Ländern leben Menschen in Armut, obwohl sie hart arbeiten. Sie bekommen für ihre Produkte zu wenig Geld, um davon ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Häufig herrschen unsichere und gefährliche Arbeitsbedingungen.
Der Faire Handel setzt sich für eine Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Situation von Produzent_innen im globalen Süden ein. Garantierte Mindestpreise, die Zahlung eines Fairtrade-Aufschlags und die Vorfinanzierung der Waren helfen aus der Armut. Demokratische Entscheidungsstrukturen, die Vermeidung von Kinderarbeit und die Förderung des biologischen Anbaus sind weitere wichtige Prinzipien, deren Einhaltung unabhängig überprüft wird.

Am 07.September 2016 wurde der Bezirk Tempelhof-Schöneberg offiziell vor dem Rathaus Tempelhof mit dem Fairtrade Town Siegel ausgezeichnet. Tempelhof-Schöneberg war damit offiziell der vierte faire Stadtbezirk in Berlin.
Die Entscheidung, sich mit dem Bezirk auf das Fairtrade Siegel zu bewerben war im November 2014 durch die gesamte Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Tempelhof-Schöneberg getragen worden.

Insgesamt fünf Kriterien mussten erfüllt werden. Neben BVV-Beschluss und Steuerungsgruppe, wurden Einzelhandel und Gastrogewerbe angeworben, die Fairtrade-Produkte anbieten oder benutzen. Auch das Kriterium Öffentlichkeitsarbeit wurde erfüllt. Wichtigster Punkt zum Erlangen des Titels war die Zivilgesellschaft. Hier hatten es die Mitglieder der Gruppe geschafft, mehr Vereine und Kirchengemeinden als nötig zu gewinnen.