Aktuelles aus dem Straßen- und Grünflächenamt

Zusammengerollte Zeitung mit Aufschrift Aktuelles

Verkehrskonzept Gartenstadt Tempelhof

Seit Sommer 2020 arbeitet das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg an einem Verkehrskonzept für die Gartenstadt Neu-Tempelhof. Langfristiges Ziel ist die Schaffung von mehr Verkehrssicherheit, Lebensqualität und Verkehrsberuhigung. Dafür werden unter anderem Maßnahmen getroffen, um den bestehenden Durchgangsverkehr zu verringern.
Eine Bestandsanalyse inklusive Verkehrszählungen wurde durchgeführt. Außerdem haben sich Anwohnende im Rahmen von Kiezspaziergängen und Diskussionsveranstaltungen in den Planungsprozess eingebracht.

Am 20.09.2023 wurde das finale Konzept und die geplanten Maßnahmen der Öffentlichkeit in einer Videokonferenz mit fast 200 Teilnehmenden vorgestellt. Im folgenden Download finden Sie die Präsentation vom 20.09.2023 sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Verkehrskonzept.

  • Vorstellung des Verkehrskonzepts Gartenstadt Neu-Tempelhof

    Präsentation aus der Videokonferenz vom 20.09.2023
    Dieses Dokument ist nicht barrierefrei.

    PDF-Dokument (6.7 MB)

Kurzfristig werden folgende Maßnahmen aus dem Verkehrskonzept umgesetzt:

  • Ausweitung des Einbahnstraßennetzes um Durchgangsverkehr zu vermeiden
  • Einbau von modalen Filtern (sogenannte “Poller”) um die Gartenstadt weniger durchlässig für den motorisierten Durchgangsverkehr zu gestalten
  • Einführung einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung (geplant Sommer 2024)
  • Markierung von Gehwegvorstreckungen mit Fahrradbügeln in Kreuzungsbereichen für bessere Sichtbeziehungen, insbesondere an Schulen
  • Zwei neue Zebrastreifen an der Boelckestraße (umgesetzt bis Ende 2023)
  • Radverkehrsanlagen in der Boelckestraße (umgesetzt bis Ende 2023)
  • Ausweitung des Angebots der Fahrradabstellanlagen im öffentlichen Raum
  • durch die Grün Berlin ab 2024:
    Umgestaltung des Platz der Luftbrücke und nördliche Manfred-von-Richthofen Straße mit Wasserspiel, mehr Grün und einer hohen Aufenthaltsqualität. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Grün Berlin GmbH.

Fachgespräch Schulstraßen

Für fünf Wochen wurde im Frühjahr 2023 eine Schulstraße gemeinsam mit der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule in Lichtenrade erprobt und im Rahmen einer Masterarbeit an der Technischen Universität wissenschaftlich begleitet. Die finalen Ergebnisse bestätigen dabei erneut die positive Bilanz. Am 23. August 2023 wurden diese im Rahmen eines Fachgesprächs präsentiert und im Anschluss mit allen Teilnehmenden diskutiert. Die positive Resonanz setzte sich dabei fort und es gab ein breites Zustimmen für eine mögliche Verstetigung des Projekts. Zentrale Ergebnisse des Projektes sowie der Veranstaltung sind:

  • Insgesamt können Schulstraßen einen Beitrag für mehr Sicherheit und Lebensqualität von Kindern leisten. Dafür sind ganzheitliche Strategien förderlich.
  • An der Bruno-H.-Bürgel Grundschule blieb während des Projektzeitraums das zuvor alltägliche Verkehrschaos vor Schulbeginn aus. Die Gesamtstimmung an der Schule war durchweg positiv.
  • Während des Projektzeitraums kam es zu keinen Verkehrsverlagerungen an den Eingängen. Insgesamt waren mehr Kinder mit Fahrrad oder zu Fuß unterwegs und weniger mit dem Elterntaxi.
  • Der überwiegende Teil der Befragten im Anschluss an das Projekt empfand die Schulstraße als sehr gut und gut. Nur ein geringer Teil hat das Projekt als sehr schlecht und schlecht bewertet.
  • 70 Prozent der Schüler_innen gaben bei anschließenden Befragungen an, dass die Schulstraße eine gute Idee war. 20 Prozent empfanden die Schulstraße als keine gute Idee.
  • Beim Schulpersonal (74 Prozent), den Anwohnenden (79 Prozent) sowie Eltern (51 Prozent) ist der Wunsch nach einer Weiterführung des Projekts ersichtlich.
  • Der Nachweis der besonderen Gefahrenlage in der Straßenverkehrsordnung, welcher zur Anordnung einer Schulstraße notwendig ist, wurde in der Diskussion auf dem Fachgespräch als bedeutendes Hindernis angesehen.

Die Impressionen der Referent_innen des Abends sind ebenfalls in dem folgenden Video dargestellt. Weitere Informationen können Sie auch der gezeigten Präsentation entnehmen:

Videostill aus dem Video zum Fachtag Schulstraße

Mit dem Aufruf des Videos erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Daten an YouTube übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Formate: video/youtube

  • Präsentation: Fachgespräch Schulstraße

    Dieses Dokument ist nicht barrierefrei.

    PDF-Dokument (5.8 MB) - Stand: 23.08.2023

Der Mehrwert der Schulstraße sowie die vergleichsweise einfache Umsetzung überzeugt nicht nur die Projektteilnehmenden, sondern auch die Teilnehmenden des Fachgesprächs. Diese positiven Erfahrungen aus dem Projekt an der Bruno-H.-Bürgel Grundschulen haben außerdem die Praxistauglichkeit an dem Standort bewiesen. Zwar muss jeder Schulstandort individuell geprüft werden und nicht alle sind für die Einrichtung einer Schulstraße geeignet. Dennoch bietet das Instrument Kommunen eine geeignete Maßnahme, um mehr Schulwegsicherheit zu gewährleisten.

Handjerystraße: Einrichtung einer Fahrradstraße

Die Handjerystraße in Friedenau wird zur Fahrradstraße umgestaltet Verkehrszählungen entlang der Strecke haben ergeben, dass der Radverkehrsanteil viermal höher als der Autoverkehr ist. Deshalb wird das Bezirksamt dem Radverkehr mehr Raum und Sicherheit geben.

Informationsveranstaltung Radverkehrsanlage Mariendorfer Damm

Aktueller Planungsstand wurde vorgestellt
Bei einer digitalen Informationsveranstaltung stellten Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck und das Straßen- und Grünflächenamt, Fachbereich Straßen, am 23.03.2022 den aktuellen Planungsstand für die neue Radverkehrsanlage am Mariendorfer Damm zwischen Ullsteinstraße und Alt-Mariendorf vor. Baustart wird voraussichtlich im Sommer 2022 sein.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier:

Dokumentation Informationsveranstaltung Radverkehrsanlage Mariendorfer Damm

  • Radverkehrsanlage Mariendorfer Damm

    Dieses Dokument ist nicht barrierefrei

    PDF-Dokument (2.9 MB)
    Dokument: BA T-S

Informationsveranstaltung Sanierung Heinrich-von-Kleist-Park am 09.02.2022

Aktueller Planungsstand wurde vorgestellt:
Bei einer digitalen Informationsveranstaltung am 09.02.2022 stellte das Straßen- und Grünflächenamt, Fachbereich Grünflächen, den aktuellen Planungsstand für die Sanierung des denkmalgeschützten Heinrich-von-Kleist-Parks vor.
Durch das Landesdenkmalamt wurde die Historie und Bedeutung des Parks erläutert. Anschließend war Raum und Zeit für Rückfragen seitens der Teilnehmenden.

Ziel der Parksanierung ist es, die historische Gestaltung des Parks wieder erlebbar zu machen und dabei den aktuellen Anforderungen an die Grünanlage gerecht zu werden. Im Rahmen der Sanierung sollen deshalb auch zeitgemäße Parknutzungen und funktionale Aspekte wie Barrierefreiheit und Bewässerung sowie naturschutzfachliche Belange berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass die ursprünglich angedachte Positionierung einer Hundeauslauffläche im südlichen Kammergarten von den Bürger_innen als ungünstig eingeschätzt wird. Deshalb wurde im Nachgang mit den Planer_innen die Positionierung überprüft und ein neuer Standort gefunden. Die Auslauffläche wird nun südlich des Stichweges zur Grunewaldstraße an der Grenze zur UdK eingerichtet werden.

Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier:

  • Dokumentation Informationsveranstaltung zur Sanierung des Heinrich-von-Kleist-Parks

    Dieses Dokument ist nicht barrierefrei

    PDF-Dokument (4.4 MB)

Logo von KiezerFahren

Neue Mobilität im Kiez erFahren

Das Projekt „Neue Mobilität (im Kiez) erFahren – mit Multimodalität zu klimaneutralen und lebenswerten Stadtquartieren“ des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg konzentrierte sich als zweijähriges Pilotprojekt auf die Verkehrswende in der Region Schöneberg Nord. Das langfristige Ziel ist die Verringerung des privaten PKW-Gebrauchs.

Das Kernstück des Projektes war eine Umparkerkampagne. Autobesitzer_innen, die für vier Wochen ihr Auto umparken, waren die Vorreiter_innen im Projekt. Sie wagten den Schritt in die Neue Mobilität für sich und für ihre Nachbarschaft. Sie konnten die Vorteile des multimobilen Alltags erFahren. Ihren Kiez entlasteten sie von Schadstoffen und Lärm. Ihr Umparken schaffte Platz in den Straßen.

Das Projektgebiet band die Anwohnerschaft der Kieze Dennewitzplatz, Nollendorfplatz, Barbarossakiez und Viktoria- Luise/Wittenbergplatz aktiv mit ein. In den Jahren 2020 und 2021 fanden vielfältige Veranstaltungen, interaktive Spaziergängen, kreative Ideenwerkstätten und erlebnisreiche Mobilitätserprobungen statt.

Mehr zum Projekt finden Sie auf der Internetseite von KiezerFahren

Logo des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) im Förderstrang „Kurze Wege für den Klimaschutz“.

Neugestaltung des Tempelhofer Damms zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße und Radverkehrsversuch

Die Planung für die Neugestaltung des Tempelhofer Damms zwischen Alt-Tempelhof und der Ullsteinstraße startete Im Sommer 2018. Mit dem „Verkehrsversuch Tempelhofer Damm“ sollen sichere Radverkehrsanlagen in beiden Richtungen geschaffen werden. Der Verkehrsversuch soll möglichst bald beginnen und bis spätestens zur Sanierung und Neugestaltung des Tempelhofer Damms reichen. Er soll nur mit geringen baulichen Anpassungen einhergehen. Der Bezirk hat mit finanzieller Unterstützung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Öffentlichkeit beteiligt.

Ertüchtigung des Grünzuges Bosepark, Lehnepark, Alter Park und Franckepark im Rahmen des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE)

Das Projektgebiet liegt im Bezirk Tempelhof und erstreckt sich als Grünzug mit einer Gesamtfläche von ca. 12,1 ha über knapp einen Kilometer Luftlinie.

Ziel des Projekts ist die Aufwertung des Grünzugs Bosepark, Lehnepark, Alter Park und Franckepark .
Die Parks sollen als vollständig nutzbares Band ertüchtigt werden.

Da geht noch was: Entsiegelung an der Bülowstraße

Für eine klimafreundliche Stadtentwicklung soll unter anderem die Versickerung von Niederschlagswasser auf städtischen Flächen gefördert werden. Diese Maßnahmen ermöglichen dem Regenwasser den Rückfluss in den natürlichen Wasserkreislauf, Engpässe werden vermieden und Überflutungen reduziert. Gleichzeitig trägt dieses Prinzip dazu bei, das ökologische Gleichgewicht in der Stadt zu stabilisieren und die sommerliche Überhitzung zu minimieren. Entsiegelungsmaßnahmen sind insbesondere dort notwendig, wo es in einer dicht bebauten Metropole Hitzeinseln, großflächige versiegelte Flächen und wenig Grün gibt.

Seit Ende August 2023 wurden daher Entsiegelungsmaßnahmen und Erweiterungen der Baumscheiben an der Bülowstraße auf insgesamt 900 m² durchgeführt, die nun abgeschlossen sind. Der Gehweg-Belag wurde an ausgewählten Stellen entfernt und auf den entsiegelten Flächen eine Aussaat von Wildkräutern aufgebracht, die insektenfreundliche Bereiche schaffen sollen. Darüber hinaus wurde die Entwässerung der Gehwege von der Straße teilweise abgekoppelt, sodass Niederschläge von den Gehwegen in die entsiegelten Flächen und nicht auf die Straße abfließen. Die Maßnahme ist Teil des Förderprogramms „Stadtverschönerung“ und bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliche Stadt.

Baumscheibenerweiterung an der Bülowstraße, Dennewitzplatz

Erweiterte Baumscheiben an der Bülowstr.

  • Projektdaten Entsiegelung Bülowstr. (1)

    PDF-Dokument (619.1 kB)