Informationen zum Coronavirus

- Über die aktuellen Entwicklungen im Land Berlin informiert Sie die Senatskanzlei zentral unter https://www.berlin.de/corona/

- Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus finden Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes

- Hygiene- und Verhaltensregeln zur Vorbeugung von Infektionen nennt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

- Bitte beachten Sie auch

328121
99050122104001
328135

Prostitutionstätigkeit - Ausstellung einer Anmeldebescheinigung am Standort Probea Berlin - Rathaus Schöneberg

Stadtplan Berlin.de
 große Karte

Aktuelle Hinweise zu diesem Standort

Die Beratungsstelle Probea Berlin ist wieder für Sie geöffnet.

Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch, um Termine für das Informations- und Beratungsgespräch nach § 3 - 9 ProstSchG und für die Ausstellung oder Verlängerung der Anmeldebescheinigung zu vereinbaren. Auf Anfrage erhalten Sie von uns eine offizielle Terminbestätigung. Sollten Sie uns nicht telefonisch erreichen, bitten wir Sie uns eine E-Mail unter Angabe einer Telefonnummer zu senden, damit wir Sie für die Terminvereinbarung zurückrufen können.

Vor der Anmeldung bei Probea Berlin müssen Sie eine gesundheitliche Beratung wahrnehmen. Die Kontaktdaten für die Terminvereinbarung beim Berliner Zentrum für gesundheitliche Beratung nach §10 ProstSchG finden Sie hier: BeZeGeBePro

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Coronavirus-Pandemie, bieten wir bis auf Weiteres keine Terminvereinbarung vor Ort an. Bis auf Weiteres findet auch keine offene Sprechstunde statt.

Für die Abmeldung der Tätigkeit können ebenfalls Termine vereinbart werden. Die im Zusammenhang mit der Anmeldung erhobenen personenbezogenen Daten werden aber auch, gemäß § 34 Abs. 3 ProstSchG, spätestens drei Monate nach Ablauf der Gültigkeit der Anmeldebescheinigung automatisch gelöscht. Wir weisen Sie darauf hin, dass die Abmeldung beim Finanzamt in eigener Verantwortung liegt. Für die Abmeldung beim Finanzamt ist keine Bestätigung von Probea Berlin nötig.

Da die Coronavirus-Pandemie noch nicht vorbei ist, bitten wir Sie vor Ort die Präventionsmaßnahmen in Bezug mit dem Coronavirus einzuhalten und auf das Tragen einer Alltagsmaske (MNS-Maske), das Einhalten der Abstandsregeln und die Husten- und Niesetikette zu achten.

Sollten Sie unter akuten Erkältungssymptomen leiden, oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu Personen gehabt haben, die positiv getestet wurden, ist ein Beratungsgespräch nicht möglich.

Vielen Dank für Ihr Verständnis für diese Maßnahme.

  • -----------------------
Wichtige Informationen für das Prostitutionsgewerbe - Coronavirus
SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin.

Die entgeltliche Erbringung sexueller Dienstleistungen ist in Berlin zulässig. Gesichtsnahe Praktiken sind nicht erlaubt.

Der Betrieb von Prostitutionsstätten und von Prostitutionsvermittlungen im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes vom 21. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2372), das zuletzt durch Artikel 182 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden ist, sind zulässig, soweit sie ausschließlich Dienstleistungen nach Satz 1 anbieten.

Die Erbringung sexueller Dienstleistungen in Prostitutionsfahrzeugen im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes ist untersagt.

Die Organisation oder die Durchführung von Prostitutionsveranstaltungen im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes sind untersagt.

Die anbietende Person der Dienstleistungen nach Satz 1 sowie die Betreiberin oder der Betreiber eines Prostitutionsgewerbes im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes haben ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.

Das Angebot der Dienstleistungen nach Satz 1 ist nur nach Terminvereinbarung und ausschließlich an einzelne Personen erlaubt.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist zu tragen.

Weiterhin besteht die Verpflichtung zur Erstellung einer Anwesenheitsdokumentation. Die Anwesenheitsdokumentation darf ausschließlich zum Vollzug infektionsschutzrechtlicher Vorschriften, insbesondere zur Kontaktnachverfolgung genutzt werden und muss die folgenden Angaben enthalten:

Vor- und Familienname,
Telefonnummer,
Bezirk oder Gemeinde des Wohnortes oder des Ortes des ständigen Aufenthaltes
vollständige Anschrift oder E-Mail-Adresse,
Anwesenheitszeit und Platz- oder Tischnummer, sofern vorhanden.


Die Anwesenheitsdokumentation ist für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung oder Inanspruchnahme einer Dienstleistung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte aufzubewahren oder zu speichern. Die Anwesenheitsdokumentation ist den zuständigen Behörden zur Kontrolle der Verpflichtungen auf Verlangen zugänglich zu machen. Darüber hinaus ist den zuständigen Behörden auf Verlangen die Anwesenheitsdokumentation auszuhändigen oder ihnen auf sonstige geeignete Weise der Zugriff zu ermöglichen, wenn festgestellt wird, dass eine Person zum Zeitpunkt der Veranstaltung, des Besuchs oder der Inanspruchnahme der Dienstleistung krank, krankheitsverdächtig, ansteckungsverdächtig oder Ausscheiderin oder Ausscheider im Sinne des Infektionsschutzgesetzes war. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist die Anwesenheitsdokumentation zu löschen oder zu vernichten.

Anwesende Personen wie Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Gäste, Besucherinnen und Besucher, Kundinnen und Kunden oder Nutzerinnen und Nutzer sind verpflichtet, die Angaben vollständig und wahrheitsgemäß zu machen.

Die Verantwortlichen haben anwesenden Personen, die unvollständige oder offensichtlich falsche Angaben machen, den Zutritt oder den weiteren Verbleib zu verwehren.

Bei Verstößen gegen die Vorgaben der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung droht sowohl Betriebsinhaber_innen der Prostitutionsstätten als auch inanspruchnehmenden Personen ein Bußgeld.

Diese Verordnung tritt am 10. Oktober 2020 in Kraft.

Der Senat von Berlin, 6. Oktober 2020

Über die aktuellen Entwicklungen im Land Berlin informiert Sie die Senatskanzlei hier.

Öffnungszeiten

Montag
Termine nach Vereinbarung
Telefonische Sprechzeiten 13:00-16:00 Uhr
Dienstag
Termine nach Vereinbarung,
Telefonische Sprechzeiten 09:00-16:00 Uhr
Mittwoch
Termine nach Vereinbarung
Telefonische Sprechzeiten 09:00-16:00 Uhr
Donnerstag
Termine nach Vereinbarung,
Telefonische Sprechzeiten 09:00-16:00 Uhr
Freitag
Termine nach Vereinbarung
Telefonische Sprechzeiten 09:00-13:00 Uhr

Hinweise zur Anschrift des Standorts

Sie finden uns in unseren neuen Beratungsräumen im 3. Stock des Rathaus Schöneberg - Zimmer 3086 bis 3089.

Der einfachste Weg zu uns führt über den Seiteneingang (Portal 2) in der Freiherr-vom-Stein-Straße. Fahren Sie mit dem Fahrstuhl in die dritte Etage und gehen Sie den linken Gang bis zum Ende durch.

Zahlungsmöglichkeiten

Eine Bezahlung ist vor Ort nicht möglich.

Sonstige Hinweise zum Standort

Die freie Sprechstunde kann für diese Themen genutzt werden: Termine vereinbaren, neuer Ausweis nach Verlust, Änderungen mitteilen, Abmelden, etc. Achtung: es finden keine Beratungsgespräche in der offenen Sprechstunde statt.

Prostitutionstätigkeit - Ausstellung einer Anmeldebescheinigung

Am 1. Juli 2017 ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. Prostituierte müssen ihre Tätigkeit nun bei der zuständigen Stelle anmelden. Sie sollen dadurch umfassende Informationen und Zugang zu Hilfsangeboten bekommen, damit sie ihre Rechte besser kennen und wahrnehmen können.

Prostituierte im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes sind alle Personen, egal ob weiblich, männlich oder trans*, die sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt erbringen.

Eine sexuelle Dienstleistung ist eine sexuelle Handlung mindestens einer Person an oder vor mindestens einer anderen unmittelbar anwesenden Person gegen Entgelt oder das Zulassen einer sexuellen Handlung an oder vor der eigenen Person gegen Entgelt.
Keine sexuellen Dienstleistungen sind Vorführungen mit ausschließlich darstellerischem Charakter, bei denen keine weitere der anwesenden Personen sexuell aktiv einbezogen, oder unmittelbar anwesend ist (z.B. Pornodarstellung, Table-Dance ohne Einbeziehung des Publikums, Telefonsex, Web-Cam).

Sie müssen sich also dann anmelden, wenn Sie der Prostitution im eigentlichen Sinne nachgehen und Geschlechtsverkehr anbieten, oder wenn Sie als Domina und BDSM-Dienstleister_in oder Erotik- oder Tantramasseur_in arbeiten und dafür Geld oder auch Schmuck, Kleidung, Autos, Handys etc. als Bezahlung entgegen nehmen. Auch wenn Sie nur gelegentlich als Prostituierte oder Prostituierter arbeiten, müssen Sie sich anmelden.

Sie müssen sich dort anmelden, wo Sie schwerpunktmäßig tätig werden möchten, also dort, wo Sie arbeiten. Wenn Sie mehrere Arbeitsorte haben, an denen Sie gleichermaßen oft arbeiten möchten, können Sie selbst entscheiden, an welchem Tätigkeitsort Sie sich anmelden. Wichtig ist, dass Sie persönlich zur Anmeldung erscheinen.

Sollten Sie schwerpunktmäßig in Berlin arbeiten, erfolgt die Anmeldung bei Probea Berlin im Bezirk Tempelhof-Schöneberg im Rathaus Schöneberg. In Berlin sind die Beratungen kostenfrei.

Für die Anmeldebestätigung sieht das Gesetz zwei aufeinanderfolgende Beratungen vor:

Den ersten Termin machen Sie bitte bei der gesundheitlichen Beratung, die Sie an gleicher Stelle im Rathaus Schöneberg finden. Weitere Informationen zur gesundheitlichen Beratung finden Sie auf der Internetseite des Berliner Zentrums für gesundheitliche Beratung nach §10 ProstSchG, kurz BeZeGeBePro.

Den (Folge-)Termin machen Sie bitte bei Probea Berlin.

Bei Probea Berlin findet ein Informations- und Beratungsgespräch statt. Im Anschluss wird eine Anmeldebescheinigung ausgestellt. Auf Wunsch stellt Probea Berlin gerne zusätzlich noch eine pseudonymisierte Anmeldebescheinigung (Aliasbescheinigung) aus.

Voraussetzungen

  • Volljährigkeit
    Der bzw. die Prostituierte muss bei Anmeldung das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Hinweis für Schwangere
    Die Anmeldebescheinigung darf nicht erteilt werden, wenn die Person als werdende Mutter bei der Anmeldung in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung steht.

Erforderliche Unterlagen

  • Personaldokument
    Personalausweis, Reisepass, ein Passersatz oder ein Ausweisersatz mit Lichtbild.
    Falls Sie ausländische_r Staatsangehörige_r und nicht freizügigkeitsberechtigt sind, müssen Sie Unterlagen beibringen (Aufenthaltstitel), die zeigen, dass Sie die Erlaubnis haben, in Deutschland einer Beschäftigung oder einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen zu dürfen.
  • Nachweis über die gesundheitliche Beratung nach §10 ProstSchG
    Eine Bescheinigung über die Teilnahme an einer innerhalb der vorangegangenen drei Monate erfolgten gesundheitlichen Beratung nach § 10 ProstSchG in Berlin.
  • Meldebescheinigung / alternativ Zustellanschrift
    Aktuelle Meldebescheinigung / Meldebestätigung über den Wohnsitz oder die Hauptwohnung, oder falls Sie keinen festen Wohnsitz haben, den Nachweis über eine Zustellanschrift.
    WICHTIGER HINWEIS: Sollte es sich bei der Zustelladresse nicht um die eigene Adresse handeln, sondern z.B. den Arbeitsplatz, die Wohnung einer Freundin oder eine sonstige Adresse einer dritten Person, so muss das ausgefüllte Formular zur Bestätigung einer Zustelladresse (s.u.) ausgefüllt zur Anmeldung mitgebracht werden.
  • Ein Foto
    Die anmeldepflichtige Person muss bei Anmeldung ein aktuelles Lichtbild ohne Rand vorlegen, das jeweils 45 Millimeter hoch und 35 Millimeter breit ist.
  • Bei der Verlängerung: Nachweis(e) über die lückenlos erfolgte gesundheitliche Beratung nach § 10 ProstSchG
    Für eine Verlängerung der Anmeldung haben Prostituierte ab 21 Jahren Nachweise über die mindestens einmal jährlich erfolgten gesundheitlichen Beratungen nach § 10 Absatz 1 vorzulegen. Prostituierte unter 21 Jahren haben Nachweise über mindestens alle sechs Monate erfolgte gesundheitliche Beratungen vorzulegen.

Gebühren

keine

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

In der Regel sofort, ansonsten innerhalb von 5 Werktagen, sofern alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen.

Hinweise zur Zuständigkeit

Für die Ausstellung einer Anmeldebescheinigung zur Ausübung einer Prostitutionstätigkeit ist berlinweit das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zuständig.

Weitere zuständige Behörden für diese Dienstleistung im zentralen Service-Portal anzeigen.