Die 10 Stadtteilkoordinationen in Mitte, die seit 2017 flächendeckend aktiv sind, vermittelten auch in diesem Jahr zwischen Bewohner*innen, Initiativen und der Bezirksverwaltung. Sie brachten Themen aus den Kiezen in die Verwaltung und informierten umgekehrt die lokale Ebene. Netzwerke und Initiativen vor Ort wurden gestärkt, Beteiligte und Interessierte zu aktuellen Themen zusammengebracht.
Sie sorgten dafür, dass Bewohner*innen und (lokale) Akteur*innen in die Stadtteilentwicklung einbezogen wurden. Als lokale Expert*innen und Moderator*innen standen sie den Fachämtern und Gebietsbeauftragten zur Verfügung. Aus der Betreuung der Stadtteilkasse entstanden zahlreiche kreative Projekte, und durch die Durchführung der Runden Tische Senior*innenarbeit sowie deren Sommerfeste wurde eine starke Lobbyarbeit für gemeinsame Anliegen initiiert. Lokale Einrichtungen und Initiativen wurden mit Flüchtlingsunterkünften vernetzt. In weniger bekannten und benachteiligten Teilen ihrer Bezirksregionen stärkten sie Strukturen und schufen Räume für soziale Beratungsangebote. Auch das Thema „Nachhaltigkeit im Quartier“ rückte in den Fokus. Engagement wurde unter anderem in den Bereichen Baumpflanzungen, Entsiegelung und nachhaltige
Ernährung gefördert.
Bei Themen wie Mehrfachnutzung und Bildungs-Zukunftskieze arbeiteten sie aktiv mit. Nachbarschaftseinrichtungen und Stadtteilzentren wurden weiterentwickelt, Informationsveranstaltungen zur Nutzung leerstehender Gebäude, brachliegender Flächen sowie zur Umsetzung von Kiezblocks und Fahrradstraßen moderiert. Lokale Bürger*innengremien und Initiativen wurden aufgebaut und unterstützt. Sie beschäftigten sich mit dem Thema “diverser Kiez”, führten Bewohner*innenbefragungen durch und informierten über “Wohnen im Alter” und “Einsamkeit im Sozialraum”. Darüber hinaus förderten sie eine solidarische Nachbarschaft, organisierten Tauschbörsen und unterstützten die Symbolwahl 2024. Mit Hilfe der SPK entstanden Informationsorte und Kieztafeln im öffentlichen Raum.
Stadtteilplena, Akteursrunden und Clean-Ups wurden organisiert und mit 20 durchgeführten BSR-Kieztagen mit durchschnittlich 466 Besucher*innen pro Veranstaltung erzielten sie einen berlinweit überdurchschnittlichen Erfolg.
Es gab 5 Kiezgespräche mit Bezirksstadtrat Ephraim Gothe sowie 5 Kiezspaziergänge mit den Bezirksstadträten Ephraim Gothe und Christopher Schriner, die von lokalen Initiativen und Akteuren begleitet wurden. Der regelmäßige Austausch mit den Fachämtern des BA Mitte vertiefte die Zusammenarbeit, z.B. mit der Klimaschutzbeauftragten, der Suchthilfekoordination, der Stabsstelle Sozialraumorientierung des Amtes für Weiterbildung und Kultur und dem Behindertenbeauftragten. Synergien wurden ausgelotet und genutzt. Die Pressestelle des Bezirksamtes unterstützte die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit.
Das Kooperationsgremium zur Weiterentwicklung der Stadtteilkoordination in Mitte tagte und setzte den berlinweiten Fachtag der Stadtteilkoordination Mitte 2024 um: „Brückenbauer*innen im Bezirk: Fachtag der Stadtteilkoordinationen zu Ebenen der Zusammenarbeit“.