Auszug - Situation der Beschulung Standort Flüchtlingsheim Chausseestr. 54 (Grundschulbereich)   

 
 
19. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Integration
TOP: Ö 1
Gremium: Integration Beschlussart: erledigt
Datum: Di, 25.02.2014 Status: öffentlich
Zeit: 18:05 - 19:33 Anlass: ordentlichen Sitzung
Raum: Sitzungsraum 239/240
Ort: Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin
 
Wortprotokoll

Der Vorsitzende, Herr Siewer, macht einige Ausführung zum Hintergrund der Überschrift des Tagesordnungspunktes

Frau Kriegel-Wethkamp (Schulaufsicht) führt aus, dass es für den Grundschul- und Sekundarschulbereich klar vorgeschriebene Vorgehensweisen für die Anmeldung gebe. Im Oberschulbereich erfolge die Anmeldung über eine Koordinierungsstelle; im Grundschulbereich liefe die Anmeldung über die im Einzugsbereich zuständige Grundschule. Falls die Schule nicht über ausreichende Kapazitäten verfüge, würden die Kinder entsprechend weitermeldet.

 

Frau Spell (Chausseestraße 54) teilt mit, dass die Klassen der Schulen, mit denen man in Kontakt stehe, vollbesetzt seien. Es erweise sich als problematisch, neue Schulen für die Beschulung zu erschließen. Momentan seien 70 Kinder unbeschult.

 

Frau Vercrüße (Schulleitung Leo-Lionni-Grundschule) teilt mit, dass die Leo-Lionni-Schule über keine weiteren freien Plätze mehr verfüge. Sie führt aus, dass die Leo-Lionni-Schule neben den Anmeldungen aus der Chausseestraße 54 auch Anmeldungen aus anderen Einrichtungen im Einzugsbereich erhalte. Kinder, die im Bereich der Jahrgänge 1-2 liegen, würden, sofern freie Plätze vorhanden sind, in Regelklassen integriert. Ferner seien 2 Sprachlernklassen für Kinder der Jahrgangssstufe 3-6 mit je 12 Kindern eingerichtet worden. Die Kapazitäten seien jedoch ausgereizt. Im Hinblick auf diese Problemlage veranstalte man regelmäßig ein Treffen mit der Chausseestraße 54, um eine Lösung herbeizuführen.

Frau Vercrüße macht einige Ausführungen zum Anmeldeverfahren. Sie spricht das Problem an, dass man die Einhaltung der Schulpflicht kontrollieren müsse, da einige Kinder den Unterricht unregelmäßig besuchen würden. Ferner gebe es auch noch das Problem der Vorurteile.

Frau Vercrüße merkt an, dass die http://de.wikipedia.org/wiki/James-Kr%25C3%25BCss-Grundschule&;sa=U&ei=Ix0oU6bLGuWO7QbJw4GIDQ&ved=0CDcQFjAG&usg=AFQjCNFBPAgMcI7WHWzkfox_roVG4sLXqA" target="_blank">James-Krüss-Grundschule über freie Kapazitäten verfüge, die Schule jedoch nicht zum Einzugsbereich gehöre. Es gestalte sich als problematisch, Familien umzuleiten, da die Kinder gemeinsam dieselbe Schule besuchen möchten.

 

Frau BV Neubert, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, weist darauf hin, dass die Gustav-Falke-Schule ebenfalls freie Plätze besitze. Frau Kriegel-Wethkamp bedankt sich für die Hinweise.

Sobald der aktuelle Bedarf bekannt sei, werde man die Einrichtung der Klassen einleiten. Ferner werde überlegt, die Anmeldungen für den Grundschulbereich ähnlich wie im Oberschulbereich über eine Koordinierungsstelle abzuwickeln, um eine klare Struktur zu schaffen.

 

Frau Vercrüße führt aus, dass das angesprochene Problem unter anderem durch eigene Steuerung und Abfragung anderer Schulen zustande gekommen sei. Sie begrüße den Vorschlag einer Koordinierungsstelle.

 

Herr Siewer fragt anhand der von Herrn Winkelhöfer eingebrachten Tischvorlage (siehe Anlage) nach, welche der Schulen in den Bereichen 6 und 7 Sprachlernklassen eingerichtet haben. Frau Kriegel-Wethkamp teilt daraufhin mit, dass lediglich die Gustav-Falke-Grundschule freie Kapaziäten besitze, da die räumliche Situation in den anderen Grundschulen eingeschränkt sei.

 

Herr BV Dr. Streb, Fraktion der CDU, fragt nach dem Prozentanteil der Kinder, die Probleme mit der Einhaltung der Schulpflicht haben. Frau Vercrüße erläutert, dass keine genaue Zahl genannt werden könne. Das Fernbleiben vom Unterricht habe verschiedene Gründe. Die Schüler müssten an den regelmäßigen Schulbesuch herangeführt werden.

Frau Kriegel-Wethkamp führt aus, dass im Rahmen eines Pilotprojektes das "Deutsche Sprachdiplom" als Nachweis deutscher Sprachkenntnisse für Schüler des Oberschulbereichs angestrebt werde. Das Projekt sei gut angelaufen. Ferner müsse die Möglichkeit Alphabetisierungsklassen einzurichten ausgebaut werden. Im Moment verfüge die Koordinierungsstelle über keine Verwaltungskraft. Es sei zu überlegen, ob an dieser Stelle eine Vernetzung mit dem Sprachförderzentrum herzustellen sei, da im Moment die Koordinierung über Lehrerstunden laufe.

Auf Nachfrage von Herrn Siewer führt Frau Kriegel-Wethkamp aus, dass die Koordinierungsstelle seit Beginn dieses Schuljahres bestehe. Die personelle Kapazität belaufe sich auf eine Lehrerstelle, die auf mehrere Personen verteilt ist. Ihre Aufgabe ist unter anderem die Steuerung sowie die Einteilung der Schüler in entsprechende Lerngruppen bzw. Klassen.

 

Frau BV Neubert spricht einige Probleme im innerschulischen Bereich an. Sie schließt sich der Idee ein Netzwerk mit dem Sprachförderzentrum aufzubauen an, um einen Austausch zwischen den LehrerInnen und eine Unterstützung dieser zu ermöglichen.

 

BzBm Dr. Hanke teilt mit, dass man das Thema Sprachförderzentrum unter Berücksichtigung des VzÄ-Abbaus weiter diskutieren werde, um entsprechende Unterstützung zu leisten.

 

Frau Vercrüße weist darauf hin, zu berücksichtigen welche bezirklichen Ressourcen beansprucht werden, um das Problem zu lösen. Da die Lehrer, die für das Sprachförderzentrum arbeiten, DAZ-Stunden (Deutschalszweitsprache) leisten, würde eine Erweiterung dieses Angebots bedeuten, dass an den Schulen noch weniger DAZ-Stunden für die Kinder zur Verfügung stehen würden.

 

Herr Siewer regt abschließend an, einen Termin für eine Begehung City 54 mit Frau Spell zu vereinbaren. Er werde entsprechende Rücksprache mit Frau Spell halten.

Ferner werde er Terminvorschläge für einen Besuch in der Leo-Lionni-Schule per E-Mail versenden.

 
 

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