Einst Schauplatz des wohl berühmtesten Grenzübergangs der Welt, heute eine Straße, die sich neu erfinden muss: die Friedrichstraße. Beim zweiten Anrainer/innentreffen ging es kürzlich um die Zukunft der Friedrichstraße. Zusammen mit der Verkehrssenatorin Regine Günther und zahlreichen Gewerbetreibenden tauschten wir uns über verschiedene Verkehrskonzepte zur Attraktivitätssteigerung der geschichtsträchtigen Straße im Herzen Berlins aus.
Ob Fahrradstraße oder Fußgängerzone – ein langfristiges Konzept muss her und wird in Zusammenarbeit mit den Anrainer/innen, der Senatsverwaltung und dem Bezirksamt ausgearbeitet. Am Wochenende des nach dem aktuellen Gerichtsentscheid nun wahrscheinlich doch nicht verkaufsoffenen Sonntags am 8. September und am zweiten Adventssonntag soll die Friedrichstraße zwischen Unter den Linden und Leipziger Straße autofrei bleiben. Und für das kommende Frühjahr bereitet die Senatsverkehrsverwaltung einen umfassenden und gutachterlicher begleiteten Verkehrsversuch mit einer mehrwöchigen Sperrung der Friedrichstraße von Unter den Linden bis Leipziger Straße vor.
Und schon jetzt gilt das Angebot an alle Anrainerinnen und Anrainer: Wer die Fläche für die Parkplätze vor seinem Geschäft anders nutzen und die Aufenthaltsqualität in der Friedrichstraße erhöhen möchte, wird dabei vom Bezirksamt unterstützt. Ich selbst setze mich dafür ein, dass die vielen kleinen innovativen Modedesignerinnen, Modedesigner und Modelabels (nicht nur) in Mitte schon im September die Chance bekommen, sich und ihre Produkte an den autofreien Tagen im September in der Friedrichstraße zu präsentieren.
UPDATE: Auf ausdrücklichen Wunsch der Anrainer soll das autofreie Wochenende in der Friedrichstraße nun nicht wie bereits verkündet vom 6.-8. September, sondern vom 4.-6. Oktober stattfinden. Gesperrt werden soll die Friedrichstraße zwischen Französischer Straße und Mohrenstraße. Den unmittelbaren Anrainern soll dabei die Möglichkeit der Sonntagsöffnung gegeben werden. In Zusammenarbeit mit der Senatswirtschaftsverwaltung wird das Bezirksamt die Aktivitäten auf dem gesperrten Areal unter das Motto „Mode made in Berlin“ stellen. Lassen Sie sich überraschen!