Raum für Regen, Raum für Leben
Bild: BA Mitte von Berlin
Mehr Grün, weniger Versiegelung: Das Bezirksamt Mitte von Berlin startet ein neues Projekt zur Klimaanpassung im öffentlichen Raum.
Im Fokus steht die Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen im dicht bebauten und stark versiegelten Stadtraum. So begegnet der Bezirk aktiv den Folgen des Klimawandels wie zunehmender Hitze, häufigeren Starkregenereignissen und einer eingeschränkten Versickerung von Regenwasser.
Rund 2.000 Quadratmeter bislang versiegelter Flächen werden künftig wieder in den natürlichen Wasserkreislauf integriert. Herzstück des Projekts sind etwa 50 sogenannte „Grüne Gullys“. Sie ermöglichen es, dass rund 1.250 Quadratmeter Fläche Regenwasser aufnehmen, speichern und gezielt ins Erdreich zurückführen. Ergänzend werden weitere rund 750 Quadratmeter im Straßenraum entsiegelt – etwa durch Maßnahmen in Unterstreifen sowie durch die Verbindung und Vergrößerung von Baumscheiben. So entstehen neue, kleinräumige Versickerungsräume im Straßenbild. Regenwasser kann dort künftig langsam versickern und zur Versorgung der umgebenden Vegetation beitragen. Gleichzeitig verbessern sich die Standortbedingungen für Straßenbäume spürbar, während sich die ökologische Vielfalt im verdichteten Stadtraum weiter entfalten kann.
Die ersten Maßnahmen starten unter anderem in der Togostraße, am Nordufer und in der Adolfstraße. Weitere Flächen im gesamten Bezirk Mitte folgen.
Das Projekt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mehrerer Fachämter des Bezirksamts Mitte: dem Straßen- und Grünflächenamt dem Klimaschutz- und Klimaanpassungsmanagement sowie dem Umwelt- und Naturschutzamt
Gefördert wird es im Rahmen des KfW-Programms 444 „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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Bild: bmukn