Mehr Grün, weniger Beton – Entsiegelung in Mitte

Entsiegelungsvorhaben im Bezirk Mitte

  • Klimaangepasster Aufenthalts- und Erholungsort Genter Straße
    • Entsiegelung: Teile der asphaltierten und gepflasterten Flächen werden zurückgebaut, um mehr Grün- und Aufenthaltsflächen zu schaffen.
    • Dynamische Aufenthaltsbereiche: Neue Sitzmöglichkeiten fördern ein interaktives Miteinander und bieten Raum für Erholung.
    • Barrierefreie Straßenquerung: Die Überquerungsstelle zwischen Rathaus Wedding und der Berliner Hochschule für Technik wird inklusiv als und sicher als Doppelquerung ausgestaltet. Ziel ist die Förderung der selbstständigen Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Beeinträchtigung sowie die Vereinfachung und Sicherheit des Fußverkehrs im Quartier.
    • Schwammstadt-Prinzip: Versickerungsbeete und Grüne Gullys nehmen Regenwasser von Straßen und Gehwegen auf und leiten es langsam ins Grundwasser ab- statt in die Kanalisation. Größere Baumscheiben verbessern die Versickerung und tragen zur Beschattung bei. Durch Verdunstung und Versickerung des Regenwassers vor Ort wird die Umgebung gekühlt und die Grundwasserneubildung unterstützt
  • Allée du Stade: 3.000 m²
    • naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme
    • Beseitigung der Bodenversiegelung
    • Entfernung der massiven Betonmauern
    • Schaffung ergänzender Biotopstrukturen
  • Pohlstraße / Kluckstraße: 1.355 m²
    • Verbindung von Baumscheiben
    • Entsiegelung des Unterstreifens sowie des ehemaligen und seit langem abgeordneten Radweges
    • Erhalt oder Ausweitung der Gehbahnbreite
  • Thomasiusstraße: 30 m²
    • Vergrößerung von Baumscheiben
    • Neupflanzung von Bäumen
    • Einsatz von durchlässigen Borden
    • Einsatz von Schotter gegen die Verdichtung des Bodens
  • Kirchstraße: 300 m²
    • Entsiegelung des ehemaligen und seit langem abgeordneten Radwegs
    • Vergrößerung der Versickerungsfläche
    • Kein Schadstoffeintrag in den Boden, da Wasser des Gehweges versickert
    • Gespräche bzgl. der Gestaltung mit Anwohnenden
  • Triftstraße: 419 m²
  • Gerichtstraße: 250 m²

FAQ - Häufige Fragen und deren Antworten

  • Sollte nicht auch unbedingt direkt an den Bäumen entsiegelt werden?

    Die Einleitung von möglichst viel Wasser in den Boden hat Priorität. Da Bäume ein weitläufiges Wurzelwerk besitzen, welches sich in Richtung der Wasserquellen orientiert, kommt das Wasser auch in einiger Entfernung den Bäumen zugute. Außerdem ist die Arbeit in der Nähe der Wurzeln risikoreich.

  • Sind auch Maßnahmen an den Hauptverkehrsstraßen geplant?

    Auch an Hauptverkehrsstraßen müssen Flächen entsiegelt werden. Hier ist wegen den Schadstoffen des Fahrzeugverkehrs jedoch nur die Entsiegelung des Unterstreifens möglich, das Potenzial ist also kleiner. Gleichzeitig bestehen an Hauptverkehrsstraßen andere Bedarfe als in Nebenstraßen, z. B. überqueren in Einkaufsstraßen zu Fuß Gehende häufig die Straße, da kann ein entsiegelter Unterstreifen behindernd wirken.

Downloadmaterial

  • Präsentation: Mitte entsiegelt! (23.11.2023)

    PDF-Dokument (6.9 MB)

Eine Baumscheibe wird bepflanzt

Tipps für die Gestaltung von Baumscheiben