100.000 neue Wohnungen in fünf Jahren für Berlin: Mitte hat Potenzial für mehr als 9.300 Wohnungen
Pressemitteilung Nr. 208/2026 vom 02.09.2026
Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, Ephraim Gothe, informiert:
Der Senat von Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden fünf Jahren 100.000 neue Wohnungen zu schaffen. Der Bezirk Mitte unterstützt dieses Ziel nachdrücklich und verfügt über ausreichende Potenziale, um seinen rechnerischen Anteil von mehr als 8.500 Wohnungen zu erreichen.
Mitte hat in den vergangenen Jahren bereits erheblich zum Wohnungsbau in Berlin beigetragen. In der starken Wachstumsphase zwischen 2011 und 2019 stieg die Einwohnerzahl des Bezirks von rund 330.000 auf heute rund 400.000 Menschen. Seit 2011 wurden im Bezirk Baugenehmigungen für rund 32.000 Wohnungen erteilt.
Aktuell befinden sich in Mitte rund 3.300 Wohnungen im Bau. Für weitere rund 6.000 Wohnungen bestehen konkrete Planungen, die in den kommenden fünf Jahren realisiert werden können. Damit sind bereits rund 9.300 Wohnungen auf den Weg gebracht.
Auch darüber hinaus bestehen erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten. Rund 5.900 weitere Wohnungen befinden sich in einem frühen Planungs- beziehungsweise Prüfstadium und können perspektivisch entwickelt werden.
Der Fachbereich Stadtplanung hat einen aktuellen Bericht zum Wohnungsbau und zu den Wohnungsbaupotenzialen im Bezirk Mitte erarbeitet. Grundlage ist unter anderem die aktuelle WoFIS-Erfassung mit Stand vom 31. Dezember 2025.
Im Wohnbauflächen-Informationssystem (WoFIS) werden jährlich alle Wohnbauflächen mit einem Potenzial von mindestens 50 Wohneinheiten ausgewertet. Darüber hinaus werden kleinere Vorhaben erfasst, wenn sie von besonderer wohnungspolitischer oder städtebaulicher Bedeutung sind. Dazu zählen beispielsweise Projekte, bei denen nicht die Gewinnorientierung im Vordergrund steht. Der Anteil dieser kleineren Projekte wird auf rund 20 Prozent des gesamten Wohnungsneubaus geschätzt.
Auf Grundlage der WoFIS-Erfassung werden Wohnungsbauvorhaben mit einem Potenzial von mindestens 50 Wohneinheiten in einer fortlaufend aktualisierten Projekterfassung näher betrachtet. Sie werden den Kategorien „im Bau“, „in Planung“ und „im Ausblick“ zugeordnet.
In der Kategorie „im Bau“ befinden sich derzeit rund 2.800 Wohneinheiten, in der Kategorie „in Planung“ rund 5.000 Wohneinheiten. Weitere rund 5.900 Wohneinheiten werden der Kategorie „im Ausblick“ zugeordnet.
Die Kategorie „in Planung“ umfasst Projekte, für die bereits ein mit dem Stadtplanungsamt abgestimmtes städtebauliches Konzept vorliegt und deren Grundstück sich im Eigentum des Vorhabenträgers befindet. Unter „Ausblick“ werden Vorhaben von besonderer Größe und Bedeutung zusammengefasst, bei denen noch grundsätzlicher Prüf- und Klärungsbedarf besteht.
Unter Einbeziehung der im Bau befindlichen und in Planung befindlichen Vorhaben sowie des geschätzten Anteils kleinerer Projekte von rund 20 Prozent ergibt sich ein Potenzial von rund 9.300 Wohneinheiten. Damit erscheint es realistisch, dass der Bezirk Mitte seinen rechnerischen Anteil am Berliner Wohnungsbauziel von 8.500 Wohnungen erreichen kann.
Ergänzend verweist der Bericht auf die vom Bezirk durchgeführte Dachgeschoss-Potenzialstudie. Danach bestehen kurzfristig Potenziale für rund 550 Wohnungen, mittelfristig für rund 1.250 Wohnungen und langfristig für rund 48.500 Wohnungen.
Mit den im Bezirk Mitte besonders stark vertretenen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften WBM, Gesobau und Degewo wurden hierzu bereits Gespräche geführt.
Auch die Möglichkeiten des „Bauturbos“ werden vom Bezirk positiv bewertet. In Mitte konnte das Instrument bereits bei mehreren kleineren Projekten eingesetzt werden und zusätzliche Möglichkeiten für den Wohnungsbau eröffnen.
Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt die kontinuierliche Wohnungsbautätigkeit im Bezirk. Nach der starken Wachstumsphase zwischen 2011 und 2019 mit einem Bevölkerungszuwachs von rund 70.000 Menschen liegt der jährliche Einwohnerzuwachs seit 2020 bei rund 1.000 Personen. Parallel dazu liegt die Zahl der jährlich genehmigten Wohnungen bei etwa 1.000.
Trotz der bereits hohen Einwohner- und Bebauungsdichte verfügt der Bezirk damit weiterhin über eine beachtliche Wohnungsbauleistung und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Der Bezirk Mitte übernimmt dabei eine aktive Rolle bei der Entwicklung neuer Wohnungsbauprojekte. Er initiiert Vorhaben, führt Gespräche mit den landeseigenen Wohnungsunternehmen als potenziellen Vorhabenträgern und stößt notwendige Prüf- und Klärungsprozesse an, um eine erfolgreiche Projektentwicklung zu ermöglichen.
Der vollständige Bericht zum Wohnungsbau und zu den Wohnungsbaupotenzialen im Bezirk Mitte steht auf der Internetseite des Bezirksamtes zum Download bereit. (siehe unten)
Ergänzend verweist der Bericht auf die seitens des Bezirks durchgeführte Dachgeschoss-Potenzialstudie sowie auf die positive Bilanz der bisherigen Bauturbo-Maßnahmen.
Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de
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Bericht über Wohnungsbau und Wohnungsbaupotenziale
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