Mehr Umweltbildung in Mitte: Neue Projekte ab September

Pressemitteilung Nr. 213/2025 vom 11.09.2025

Der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informiert:

Ab September wird die Umweltbildungslandschaft im Bezirk Mitte noch vielfältiger. Auf einen Förderaufruf vom Januar (Umweltbildungsfonds „Wir machen Umweltbildung in Mitte. Mach mit!“ – Berlin.de) haben sich zahlreiche spannende Projekte beim Umwelt- und Naturschutzamt beworben. Aus insgesamt 17 eingereichten Projektideen hat eine fachübergreifende Jury sechs Vorhaben für eine Förderung im Rahmen des Umweltbildungsfonds ausgewählt. Die Projekte werden mit jeweils bis zu 10.000 Euro gefördert und zwischen September 2025 und Ende 2026 in verschiedenen Regionen des Bezirks umgesetzt.

Ein besonderes Förderkriterium war die Zusammenarbeit im Tandem: Erfahrene Träger aus der Umweltbildungsarbeit sollen mit Partnern kooperieren, die bislang nicht primär in diesem Bereich tätig waren. So wird Fachwissen geteilt, neue Zugänge zu Zielgruppen eröffnet und wertvolle Kooperationserfahrungen gesammelt. Ein Beispiel ist das Projekt „Smartphone-Werkstatt für Kids – Berlin Mitte“, bei dem Topio e.V. und der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Berlin e.V. zusammenarbeiten. Während die eine Organisation das Fachwissen aus dem Bereich der nachhaltigen Nutzung der digitalen Medien und Ressourcenschonung einbringt, stellt die andere den Zugang zu Kindern sicher – beide Partner profitieren gleichermaßen.

Alle ausgewählten Projekte decken ein breites Themenspektrum ab und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. So sensibilisiert das Projekt „Fast Fashion – und wie geht’s besser“ Jugendliche in den Ferien rund um den Alexanderplatz für einen bewussteren Umgang mit Kleidung und nachhaltigen Konsum. Einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Wiederverwendung legt Berlin21 mit dem Projekt „Tag des guten Lebens: Tauschmärkte für den Kiez und die Umwelt“. Im Rahmen großer Straßenfeste stehen hier Tausch- und Upcycling-Aktionen im Mittelpunkt, die Nachbarschaft und Nachhaltigkeit auf lebendige Weise miteinander verbinden. Familien des Familienzentrums Zukunftshaus Wedding können im Projekt „Natur erleben und genießen“ an Wochenenden die Vielfalt der Wildpflanzen in kreativen Workshops entdecken, während „Kitakinder und Eltern für Natur und Umwelt begeistern“ bereits die Jüngsten und ihre Familien für die Besonderheiten der Stadtnatur sensibilisiert. Einen interdisziplinären Ansatz verfolgen schließlich Arts Design Climate e.V. und das Stadtteilzentrum KREATIVHAUS: Gemeinsam mit Kiezbewohner*innen bergen sie Plastik aus der Spree, gestalten daraus Skulpturen und präsentieren diese in einer Ausstellung, die von Führungen, einem Erzählcafé und einem Abschlusskonzert begleitet wird.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner betont:
„Ich freue mich, dass wir mit unserem Fonds so viele kreative und vielfältige Ideen umsetzen können. Die Projekte leisten einen wertvollen Beitrag zum Ressourcenschutz, zur Abfallvermeidung und zur erlebbaren Stadtnatur. So gelingt es, Umweltbildung in verschiedene Gesellschaftsbereiche zu tragen und gleichzeitig das Berliner Bildungsleitbild für ein grünes und nachhaltiges Berlin konkret im Bezirk Mitte zu verankern.“

Die Förderung des Umweltbildungsfonds soll – vorbehaltlich der Haushaltslage – ab 2027 fortgesetzt werden. Interessierte Organisationen können sich ab Herbst/Winter 2026 auf der Webseite des Umweltbildungsbereichs über einen neuen Förderaufruf informieren. Ab Oktober werden dort auch die geförderten Projekte vorgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie im:
Umwelt- und Naturschutzamt Mitte
Umweltbildung, Frau Adamczyk-Lewoczko
Karl-Marx-Allee 31
10178 Berlin

Tel.: (030) 9018-25233
E-Mail: magdalena.adamczyk-lewoczko@ba-mitte.berlin.de

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de