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Keine Großveranstaltungen am Plötzensee / Schutz der Natur und der Anwohnenden haben Vorrang

Pressemitteilung Nr. 246/2021 vom 17.07.2021

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, informiert:

Das Bezirksamt Mitte bekräftigt seine Haltung, dass das Strandbad Plötzensee und dessen Uferbereiche nicht in eine Event-Location verwandelt werden dürfen. Der Plötzensee einschließlich seiner Uferzonen ist Teil des Landschaftsschutzgebietes (LSG) „Volkspark Rehberge“, das Strandbad grenzt unmittelbar daran an. Hinzu kommen die berechtigten Interessen der Anwohnenden. Aus diesen Gründen hat sich das Bezirksamt jüngst auch dagegen entschieden, dass auf dem viel genutzten Erholungsgewässer ein Drachenbootrennen stattfinden kann.

Folgerichtig hat das Bezirksamt Mitte der Nordufer Event GmbH als Betreiberin des Strandbades mit Bescheid vom 14. Juli die Durchführung von Musik- und Großveranstaltungen auf dem Gelände untersagt. Das betrifft auch die für den morgigen Sonntag von 12 bis 20 Uhr angekündigte Veranstaltung „Tropicalia by Pornceptual – Open Air“.

Nicht genehmigte Veranstaltungen dieser Art hatte es bereits vergangenes Wochenende im Strandbad Plötzensee gegeben. Dies hatte zu massiven Protesten von Anwohnenden geführt.

Sabine Weißler: „Wir wenden uns nicht gegen Musik- und Tanzveranstaltungen in unserem Bezirk, auf die wir pandemiebedingt alle so lange verzichten mussten und die nun endlich wieder möglich werden. Vielmehr wenden wir uns gegen die Verwandlung des Strandbades Plötzensee in eine Event-Location. Daher müssen wir dort jede Veranstaltung untersagen, ganz egal ob sie nun queer oder einfach nur eine Party ist. Unsere Parks, öffentlichen Grünanlagen und Gewässer werden nach der Pandemie umso dringender als gemeinschaftlich nutzbare Flächen von allen Bürgerinnen und Bürgern benötigt. Darauf weisen wir seit Wochen hin und wehren uns gegen die Vereinnahmung dieser Flächen als Veranstaltungsorte.“

Das Bezirksamt unterstützt kulturelle Veranstaltungen und stellt verstärkt geeignete öffentliche Flächen dafür bereit. Orte dafür sind der Alexanderplatz und andere regelmäßig für Veranstaltungen genutzte Plätze, der Bebelplatz, die Vorplätze der drei Rathäuser sowie der Platz zwischen Fernsehturm und Neptunbrunnen. Zusätzlich wird die Verdichtung der Veranstaltungen auf dem Gendarmenmarkt akzeptiert. Das Primetime-Theater nutzt wie im vergangenen Jahr auf einer Theaterbühne einen attraktiven Ausweichstandort am Plötzensee. Auch kleinere musikalische Veranstaltungen im Rahmen des Barbetriebes des Strandbades dürfen stattfinden.

Das Bezirksamt wird einen Verstoß gegen die Untersagung der Veranstaltungen nicht dulden.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de